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15. Juli 2011

Ärgernis Polen - und kein Ende
Eine gestörte Nachbarschaft

Von Hans Meiser

Im schönen Land der drei Politik-Affen (Augen, Ohren und Mund verschlossen) interessiert es unsere politische 'Elite' nicht im geringsten, daß die drei Raubstaaten Polen, Tschechei und Serbien sowie deren Nachfolger bis heute nicht daran denken, für Mord, Totschlag, Raub und Vertreibung um Entschuldigung zu bitten oder gar Entschädigungen zu leisten. Vielleicht ist das von den drei Slawenstaaten, in denen Deutsche, nur weil sie Deutsche waren, bestialisch behandelt und ermordet wurden, auch nicht zu erwarten. Es ist auch kein Zufall, daß die drei fürchterlichsten europäischen Kriege in diesen Ländern ihren Ausgang nahmen: 1618 der Dreißigjährige Krieg in Prag, 1914 der Erste Weltkrieg in Sarajewo und der Zweite Weltkrieg 1939 in Warschau. Es ist ebenfalls kein Zufall, daß bereits vor dem Zweiten Weltkrieg sowohl in Polen (seit 1919) als auch in der Tschechei (1938) Konzentrationslager bestanden, in denen Zehntausende Deutsche inhaftiert waren. Tatsache ist auch, daß das erste genozidale Massaker nach Kriegsbeginn am Blutsonntag im polnischen Blomberg stattfand. Aufgehetzte Polen haben als erste nach Kriegsbeginn deutsche Zivilisten massakriert und auf Todesmärsche geschickt, die viele nicht überlebten - womit natürlich kein von Deutschen begangenes Verbrechen entschuldigt ist. Als Tiefgläubige leugnen wir auch niemals irgendeinen Völkermord, von dem es seit dem Altertum nachweislich Tausende gegeben hat!

Nun ist es eine traurige Tatsache, daß Stalin den Raub Ostdeutschlands unter anderem ausdrücklich deswegen erlaubt hat, weil er zu Recht annahm, daß die Polen ständig befürchten werden, daß Deutschland seine Gebiete zurückholen möchte und dadurch beide Länder zerstritten bleiben. Tatsächlich gebärdet Polen sich seitdem wie eine Raubkatze, die ein blutendes Beutestück verteidigen will. Daß Polen seine nationalen Interessen vertritt, ist dabei noch verständlich. Nicht mehr verständlich unter Zivilisierten ist die oft bösartige chauvinistische Weise, in der das geschieht. Man denke nur an die stilisierte Darstellung Erika Steinbachs als Hitler! Am wenigsten verständlich ist aber die unwürdige Weise, wie deutsche Politiker sich beeilen, gegen deutsche Interessen den polnischen Chauvinisten unterwürfig entgegen zu kommen und in Deutschland deren Politik zu betreiben.

Wehner, Genscher und Westerwelle - die besten polnischen Außenminister

Das begann zunächst mit Herbert Wehner (SPD). 1968 verhandelt er in Prag über die Zulassung der 'Sozialdemokratischen Partei' in der CSR und bot dafür an, gegen die deutschen Vertriebenenverbände einen harten Kurs zu steuern. Gedacht war an Subventionsentzug und Verdrängung aus der Politik. Das Ende des 'Prager Frühlings' machte die Vereinbarungen zwar gegenstandslos, aber die Absichten Wehners wurden bis heute von allen Bundesregierungen zur Freude auch Warschaus in die Praxis umgesetzt.

Als ein noch besserer polnischer Außenminister erwies sich Genscher. Als Gorbatschow 1990 in Dresden gefragt wurde, ob im Zusammenhang mit einer Vereinigung Mitteldeutschlands mit der BRD auch eine Angliederung der deutschen Ostgebiete in Aussicht genommen sei, soll er gesagt haben, was er später abstritt:

"Ja, das wollte ich. Wir hatten die Universität in Moskau beauftragt, Pläne für die Wiedervereinigung von Deutschland mit seinen polnisch besetzten Teilen auszuarbeiten. Aber bei den 2-plus-4-Verhandlungen mußte ich zu meinem Erstaunen feststellen, daß Bundeskanzler Kohl und sein Außenminister Genscher die Deutschen Ostgebiete Ostpreußen, Pommern und Schlesien gar nicht wollten. Die Polen wären bereit gewesen, die deutschen Provinzen Deutschland zurückzugeben. Aber der deutsche Außenminister Genscher hat die polnische Regierung in Warschau bekniet, an der Oder-Neiße-Linie festzuhalten. Die Deutschen akzeptieren diese Grenze", waren seine Worte. Nur die DDR sollte angegliedert werden.

Einen ähnlichen Landesverrat hat es im Deutschen Reich schon einmal gegeben: 1552 verkaufte Moritz von Sachsen die reichsdeutschen Gebiete Metz, Toul, Verdun illegitim an Frankreich. Dieser Moritz hat dafür wenigstens ordentlich kassiert. Unsere Vaterlandsverschacherer dagegen haben deutsche Gebiete, die ihnen nicht einmal gehörten, unnötig unentgeltlich preisgegeben. Wobei offen bleiben muß, wer dabei im Hintergrund die Fäden gezogen hat. Kohl ließ in diesem Zusammenhang einmal bedeutungsschwer das Wort 'Ostküste' fallen. Was er wohl damit gemeint hat?

In Genschers penibler Nachfolge beeilte sich der neue deutsche Außenminister Guido Westerwelle, bei der erstbesten Gelegenheit, Warschau "untertänigst" zu versprechen, alles zu unterlassen, was der "Versöhnung" entgegenstehe. Zum Beispiel dafür zu sorgen, daß die der polnischen Regierung nicht genehme Frau Steinbach keinesfalls in den Stiftungsrat des Gedenkzentrums kommen werde.

Den Gipfel an Verrat deutscher Interessen, an Verrat an den "Menschen im Lande" (Angela Merkel kennt nur "Menschen", aber kein deutsches "Volk") erklomm auch die Bundeskanzlerin am 1. September 2009 in dem von Polen besetzten deutschen Danzig. Dort faselte sie von einem deutschen "Überfall" und von sechs Millionen polnischen Opfern. Sie wußte nicht - wollte nicht wissen -, daß die Polen im März 1939 teilmobilisiert und nach vielen Grenzüberfällen noch vor dem l. September 1939 vollmobilisiert hatten, was damals als Kriegserklärung galt. Großspurig hatten sie dabei verkündetet, in acht Tagen in Berlin einzumarschieren. Daß Warschau erklärtermaßen den Krieg wollte, während Hitler bis zur letzten Minute durch Verhandeln den Frieden noch zu erhalten versuchte, zeigt, wer für den Kriegsbeginn mitverantwortlich ist.

Auch hatte Polen keine sechs Millionen Opfer zu beklagen: Es hatte bei den Verlustenzahlen einfach die Millionen deutscher Vertriebener als Bevölkerungsverluste mitgezählt. Mitgezählt waren auch die etwa eine Million Opfer Stalins in Ostpolen und auch alle Toten unter den illegalen Partisanen (im Kriegsrecht galten sie als Verbrecher!) und der aufständischen Warschauer. Mitgezählt wurden auch alle ausgewanderten, geflohenen, verstorbenen oder umgebrachten Juden, die außerdem in den Opfertafeln Israels als Holokaustopfer aufgelistet und nur den Deutschen (nochmals) präsentiert werden. Mitgezählt werden zu Lasten Deutschlands in beiden Fällen auch rund 30 000 Tote, die in Auschwitz nicht durch Vergasung, sondern durch vier Bombenangriffe der Allierten ihr Leben verloren hatten.

Angesichts ihrer volksverräterischen Haltung zählt Frau Merkel in Polen laut Umfrage zu der beliebtesten deutschen Politikerin. Sie kann stolz darauf sein.

Eine solche unterwürfige und letztlich verlogene, charakterlose Haltung der deutschen classa politica, die Max Weber bereits am 17. Januar 1919 in der Frankfurter Zeitung als "vollendete Erbärmlichkeit" bloßgestellt hatte, ermutigt natürlich Warschau, die Geschichte zynisch immer wieder gegen Deutschland zu instrumentalisieren. Es weiß aus Erfahrung, daß deutsche Politiker wie Genscher, Fischer, Westerwelle und Merkel letztlich immer einknicken und immer wieder vor der Welt bekunden, nur Deutsche hätten Verbrechen begangen.

Wie aber steht es dann um die vielen tausend Massengräber mit ermordeten deutschen Soldaten und Zivilisten, die in den letzten Jahren im ehemaligen Jugoslawien, in der Tschechei und in Polen aufgedeckt wurden? Kein maßgebender Politiker dieser Staaten läßt sich dazu vernehmen oder kümmert sich um eine würdevolle Behandlung der Toten. Niemand in der Welt übernimmt die Verantwortung für diese Verbrechen. Im westpreußischen Marienburg haben Bagger Tausende toter Deutsche ans Tageslicht geholt, die dort 1945 grausam ermordet und verscharrt worden waren. Doch weder die polnischen Behörden noch deutsche Regierungsvertreter haben sich um eine würdige Totenfeier, um eine Gedenktafel bemüht oder in der Weihnachtsbotschaft 2010 der Mordopfer gedacht. Für deutsche Opfer hält man es auf beiden Seiten offiziell für angemessen, daß das wieder abgedeckte Terrain heute als Autoparkplatz oder Müllkippe benutzt wird. Man stelle sich den monatelangen Medienrummel im In- und Ausland vor, die Sühnegedenkfeiern und Lichterketten bußfertiger Deutscher, wenn ein solches Massengrab in Deutschland unter einem Parkplatz entdeckt würde.

Laut einer dpa-Meldung vom 24. Mai 2011 wurde der ehemalige, am Einmarsch in Polen beteiligte Wehrmachtoffizier und spätere durch seine verlogene "Befreiungsrede" vom 8. Mai 1985 aufgefallene Bundespräsident Richard von Weizsäcker von der polnischen Tageszeitung Gatzeta Wyborcza zum "Mann des Jahres" gewählt. Weizsäcker hatte die Austreibung und Ausraubung von Millionen Deutschen im Sinne der Täter damit relativiert, die Austreibungsopfer seien "auf Wanderschaft" gewesen.

Für neueste Aufgeregtheiten hatte Vertriebenen-Präsidentin Erika Steinbach gesorgt, als sie trotz aller Widerstände chauvinistischer Kreise in Warschau offiziell als Sprecherin für Menschenrechte der CDU/CSU-Fraktion am 22. Mai nach Polen gereist war. Dort war sie mit dem Vertreter der deutschen Minderheit in Danzig, Gerhard Olter, zu einem "Routinegespräch" (Olter) zusammengekommen.

Die Senatorin der Partei 'Recht und Gerechtigkeit' (PiS), Dorota Arciszewska-Mielewczyk, nannte den Besuch eine "zynische Provokation", was eine böswillige Unterstellung und ihrerseits einen Zynismus darstellt. Doch obwohl Steinbach in Polen seit Jahren vor allem wegen ihres Projekts eines Zentrums gegen Vertreibungen angegriffen wird, reagierten die meisten Polen auf den jetzigen Besuch mit Gleichgültigkeit. Nur sechs Demonstranten hatten sich vor dem Büro der deutschen Minderheit in Danzig eingefunden, um mit zwei Transparenten und einem Megaphon gegen den Besuch Erika Steinbachs zu protestieren. ". . . Sie soll endlich aufhören zu lügen und die Oder-/Neiße-Grenze nicht länger in Frage stellen."

Wenn hier von Polen die Rede ist, dann handelt es sich fast ausschließlich um das offiziele politische und kirchliche Polen. Neben polnischen Autoren und Politikern hatten schon 1939 viele maßgebende 'christliche' Geistliche und Politiker ihre Schäfchen - Schafe! - zum Haß gegen alles Deutsche aufgehetzt. Nach dem Krieg sorgte (Erz)Bischof Hlonda unerbittlich für die Vertreibung auch der deutschen katholischen Priester und Bischöfe. Ein Herr Wojtyla, der als Partisan einen deutschen Soldaten erschossen haben soll und nach dem Krieg sich einen Dreck um die blutige Verfolgung und Vertreibung Deutscher gekümmert hatte, hat auch als Papst Johannes Paul II. niemals ein Wort über die polnischen Raub- und Vertreibungsverbrechen verloren. Dieses Schweigen rechnen ihm die Polen als "Verdienst" an. Wurde er kürzlich dafür "selig" gesprochen? Wo bleibt hier der "advocatus diaboli"?


Quelle: Euro-Kurier

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