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Die Benesch-Dekrete Von Hans Meiser Mit der Aufnahme der Tschechei in die spendable Europäische Union kam dieser Staat nicht nur in den Genuß von Milliarden Euro an Zuwendungen (2008/09: 1,178 Milliarden Euro, geschenkt von den Bruttozahlern wie Deutschland!), sondern er erhielt auch die Absolution für seine Vertreibungsverbrechen. Möglich war und ist dieser Skandal nur, weil die EU darüber hinwegsieht, daß die Tschechei auf der Gültigkeit ihrer verbrecherischen Benesch-Dekrete besteht. Letztlich möglich aber war die Aufnahme dieses Raubstaates nur, weil die deutsche Bundesregierung zustimmte und damit auch die ermordeten, vertriebenen und beraubten Sudetendeutschen kläglich verriet: eine neue Form von Landesverrat an den eigenen Staatsbürgern! Doch Recht und Anstand fordern, dem jetzigen EU-Unrechtssystem energisch zu widersprechen und an den Nachkriegs-Genozid zu erinnern. Vor allem aber muß jener Verbrecher an den Pranger gestellt werden, der für das Massaker in Böhmen und Mähren die Hauptverantwortung trägt: Edvard Benesch. Benesch und weitere tschechische Politiker rufen zur Vertreibung und zum Genozid auf Das Drama der Vertreibung der
Sudetendeutschen nahm schlagartig in dem Augenblick seinen
Anfang, als die deutsche Wehrmacht in Prag nicht mehr in der
Lage war, sich und die deutsche Zivilbevölkerung zu
schützen. Die Westmächte hatten die Tschechen
aufgefordert, jeglichen Bevölkerungstransfer bis zur
nächsten Konferenz (Potsdam) zu unterlassen, wobei etwa
zwei Millionen Deutsche für eine Ausweisung vorgesehen
waren. Stalin hatte jede Unterstützung einer
Vertreibung durch die Rote Armee abgelehnt, um nicht die
'Drecksarbeit' machen zu müssen, währenddessen
Benesch die Hände hätte in Unschuld waschen
können. In den Sudetengebieten lebten aber mehr als
drei Millionen Deutsche. In dieser Lage riefen Benesch und
Konsorten das gesamte Volk zu Mord und Um ein ganzes Volk in eine Schreckensfurie zu verwandeln, die zu jeder Bluttat bereit ist, bedarf es entsprechender Parolen, die schon in der Französischen Revolution ihre Wirkung voll entfalteten: "An die Laterne mit den adligen Blutsaugern!" Etwa eine Million Franzosen, meist nichtadelige Bürger, fielen nach 1789 dem Blutrausch zum Opfer. Benesch und seine blutrünstigen Chauvinisten griffen zu der infamen Lüge, daß die Deutschen allesamt grausame Übeltäter seien, die auf Grund all ihrer Greueltaten blutige Rache erdulden müßten und daß die Tschechei entgermansiert werden müsse. ("Germane" galt als Schimpfwort!) Die Hetze gegen diese Germanen ("Strolche") hatte schon früh eingesetzt: Bereits am 27. November 1943 hatte Benesch im Londoner Rundfunk für das Kriegsende angekündigt [d.h. wenn kein deutscher Soldat mehr eine Waffe in der Hand haben wird, wenn Frauen, Kinder und Männer ungeschützt und wehrlos sein werden]: "Das Ende dieses Krieges wird bei uns geschrieben werden mit Blut. Es wird bei uns gekämpft werden wie überall auf dem europäischen Kontinent, und es wird den Deutschen erbarmungslos und vielfältig all das heimgezahlt werden, was sie seit 1938 in unseren Ländern verübt haben. Die ganze Nation wird in diesem Kampf eingebunden sein, es wird keinen Tschechoslowaken geben, der nicht mit Hand anlegt, und keinen Patrioten, der nicht eine gerechte Vergeltung üben würde für alles, was die Nation erleiden mußte." 1. Tatsache aber ist: Es gab in begrenztem Umfang deutsche Übergriffe und Verbrechen. Diese sollen keineswegs geleugnet oder vertuscht werden. Sie sind nach dem Krieg durchweg gesühnt worden, im Gegensatz zu tschechischen Verbrechen nach dem Krieg, denen über 300 000 Deutsche zum Opfer fielen. 2. Tatsache ist, daß es dem tschechischen Volk niemals in der Geschichte so gut gegangen ist wie während der Protektoratszeit von 1939 bis 1945. Das Protektorat - eine Oase des 2. Weltkrieges Am 5. Mai 1945 lüftete die tschechische Wochenzeitschrift Königgrätzer Land (Jahrg. 36, Nr. 18, S. 1) ein bis heute tabuisiertes tschechisches "offenes Geheimnis", daß nämlich die Kriegszeit 1939-1945 eine tschechische Blütezeit darstellte. Hier die wörtliche Übersetzung: "Die Nation am Kreuzungspunkt der Geschichte. Der Zweite Weltkrieg nähert sich im sechsten Jahr seiner Dauer wahrscheinlich dem Ende. Der Kampf beider Lager hat sich so weit gesteigert, daß der Bogen nicht weiter gespannt werden kann. Das wird auf beiden kriegführenden Seiten erkannt, und es wird mit höchster Anspannung der gigantischen Kräfte gekämpft. Das Kriegsende ist in Sicht. Im Verlauf des riesenhaften Ringens in den sechs Jahren hat sich die Landkarte Europas viele Male verändert. Sehr gelitten haben jene Länder, die das Kriegsgeschehen wiederholt überrollte. Dort ist das Ergebnis: Verwüstung, verbrannte Städte, Verluste an Menschenleben und Besitz. Die EU und die Benesch-Dekrete Nachdem am 1. Januar 2009 der Vertrag von Lissabon gegen den Willen der ungefragten Bevölkerung in Kraft getreten war, wurden die europäischen Nationalstaaten und ihre Parlamente in vielen Bereichen weitgehend ihrer Souveränität beraubt, auch die tschechische, so daß das Problem 'Benesch-Dekrete' Gegenstand einer juristischen Lösung durch die EU hätte werden können. Doch bis heute wurden von Brüssel alle Erwartungen mit der Ausrede enttäuscht, daß es sich bei den Benesch-Dekreten um eine innerstaatliche Angelegenheit handle. Hinter dieser Haltung stehen solche
EU-Staaten, die ihrer Minderheiten wegen befürchten,
diesen größere Rechte zugestehen zu müssen -
nicht zuletzt Frankreich, das seit Kriegsende das Deutschtum
und die deutschen Dialekte in Elsaß und Lothringen
fast total unterdrückt hat. Dasselbe gilt für
Spanien in bezug auf die Basken und Katalanen. In
Brüssel beruft man sich auch darauf, daß Prag
immer wieder erklärt habe, daß die Dekrete
"erloschen" seien und "keine Rechtswirkungen" mehr
hätten - was nachweislich nicht stimmt. Doch die
EU-Behörde nahm und nimmt nicht den geringsten
Anstoß an diesem Skandal. Obwohl die Benesch-Dekrete
im April 2002 durch einen Parlamentsbeschluß für
"unantastbar" erklärt wurden, behauptete Brüssel
zynisch fast gleichzeitig, die Benesch-Dekrete seien "nicht
mehr anwendbar" und stünden deshalb dem Beitritt Prags
nicht entgegen. Die Warum aber weigert die Tschechei sich beharrlich, die Dekrete offiziell für ungültig zu erklären und die Vertreibung als Unrecht zuzugeben? Über drei Millionen Sudetendeutsche von Haus und Hof zu verjagen, sie jeglichen Eigentums zu berauben und rund 300 000 bestialisch zu ermorden war und bleibt aber ein Verbrechen und gemäß dem Völkerrecht ein Genozid (Art. 2 der UN-Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermords vom 9. Dezember 1948). Genau hier liegt der neuralgische Punkt, den zu berühren nicht nur Schmerzschreie zur Folge hätte, sondern auch die Offenlegung einer heuchlerischen Wertevorstellung und verkommenen Doppelmoral in Brüssel, Berlin, Prag und Warschau. Denn alle wissen, daß die völker- und menschenrechtswidrigen Dekrete des undemokratisch zur Macht gekommenen Präsidenten Benesch die 'Geburtsurkunde' der Nachkriegs-Tschechei darstellen. Deren politische Grundlage beruht also auf einem Großverbrechen und auf dem Raub eines riesigen sudetendeutschen Vermögens. Des weiteren unternimmt Prag bis heute nichts gegen den damals ausgesäten und noch höchst lebendigen Haß auf Deutsche. Im Besitz fast aller Medien und durch deren Beeinflussung haben es alle tschechischen Regierungen verstanden, das Volk über die Nachkriegsverbrechen im unklaren zu lassen oder zu täuschen. 2009 wurden Masaryk und Benesch einen ganzen Tag lang frenetisch als Staatsgründer wie Heilige gefeiert. Infolge der lügnerischen Propaganda sind bis heute die meisten Tschechen davon überzeugt, daß man die Deutschen auf humane Weise zu Recht 'abgeschoben' und ihr Eigentum konfisziert, daß es nur wenige Opfer gegeben habe, daß diese 'Nazis' und somit selbst schuld an ihrem Schicksal gewesen seien. Dennoch ist die EU bis heute nicht bereit, die Tschechei zu zwingen, die Benesch-Dekrete zu annullieren und Entschädigungen zu leisten. Skandalös und geradezu landesverräterisch verhielten und verhalten sich deutsche Politiker. Herbert Wehner (SPD) verhandelte 1968 in Prag über die Zulassung der Sozialdemokratischen Partei in der CSSR und bot dafür an, gegen die deutschen Vertriebenenverbände einen harten Kurs zu steuern. Gedacht war an Subventionsentzug und Verdrängung aus der Politik, was bis heute nach und nach geschehen ist. Fast 50 Jahre nach Kriegsende zeigte sich der tschechische Außenminister Zieleniece in einem Interview mit der Frankfurter Rundschau vom 28. September 1994 verwundert, daß die deutsche Regierung die Vertreibung von mehr als drei Millionen Sudetendeutschen oder die Aufhebung der Benesch-Dekrete noch nie "aufgetischt" habe, auch seien darüber niemals Verhandlungen mit dem deutschen Außenminister Kinkel geführt worden. Das bedeutet, daß der Raub des gesamten Eigentums der Sudetendeutschen im Werte von 318 Milliarden Euro (ohne den kulturellen und ökonomischen Zeitwert des Sudetenlandes!) sowie die verletzten Völker- und Menschenrechte noch keine einzige Bundesregierung veranlaßt haben, Prag und die Schuldigen zur Rechenschaft zu ziehen. Mehr als 65 Jahre nach der Vertreibung der Deutschen wurde in Deutschland noch kein zentrales Mahnmal zum Gedenken an diese Ungeheuerlichkeiten errichtet, da charakterlose Politiker vor massivem Widerstand der Polen, der Tschechen und linker deutscher Kräfte zurückweichen. Nach wie vor werden die deutschen Vertriebenen als ewiggestrige, rechtsextreme Störenfriede diffamiert und bekämpft.
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