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Die Lüge von der deutschen Schuld in Katyn Der Gegner muß nicht nur militärisch, sondern vor allem psychologisch besiegt werden - dienlich dazu ist die Propagandalüge. Für die Lüge der Massenmorde an polnischen Offizieren aber mußten zahlreiche Deutsche ihr Leben lassen - die Aufrechterhaltung einer Lüge war Russen, Amerikanern, Engländern und Franzosen schon immer mehr wert als Gerechtigkeit. Am 13. April 1990 gestand die amtliche sowjetische Nachrichtenagentur Tass offiziell ein, daß die Ermordung von rund 15 000 polnischen Offizieren im Jahre 1940 bei Katyn und andernorts eines der "furchtbarsten Verbrechen des Stalinregimes" und damit die Schuld der Sowjets sei. Die Moskau News (Nr. 5, 1990), Gorbatschows Sprachrohr für den Westen, schrieb: "Die Wahrheit über das Massaker von Katyn. Dokumente bestätigen das, was die Sowjetregierung jetzt eingestanden hat: Am Tode von 15 000 polnischen Offizieren ist das NKWD schuld". Die Historikerin und Mitarbeiterin des Instituts für allgemeine Geschichte der Akademie der Wissenschaften der UdSSR, Natalja Lebedjewa, habe im Sonderarchiv der Sowjetarmee die entsprechenden Dokumente entdeckt. Obwohl die Tatsache der sowjetischen Schuld schon 1943 klar erwiesen [1] und auch den Westmächten, insbesondere Churchill und Roosevelt, bekannt war[2], hieß es wahrheitswidrig 1945 in der Anklageschrift des Nürnberger Rachetribunals gegen Hermann Göring und andere Deutsche unter Punkt D "Mord und Mißhandlung von Kriegsgefangenen und anderen Angehörigen" der Alliierten: " Im September 1941 wurden 11 000 kriegsgefangene polnische Offiziere im Katyn-Wald in der Nähe von Smolensk getötet. Das deutsche Kommando und die Besatzungsbehörden, vornehmlich leitende Beamte der Polizei, der SS-Truppen und des Verbindungsstabes befahlen in der Zeit von 1941 bis 1943 die Erschießung der Kriegsgefangenen." Und am 14. Februar 1946 trug der sowjetische Oberst Pokrowsky in Nürnberg als Vertreter der Anklage das entsprechende (gefälschte) "Dokument USSR-54" vor, worüber dann u.a. am 11. Mai und 3. Juni 1946 in Nürnberg verhandelt wurde. Im Winter 1945/46 wurde in Leningrad mehreren deutschen Offizieren als angeblich für die Katyn-Morde Verantwortlichen der Prozeß gemacht, worüber die sowjetische Agentur Tass am 30. Dezember 1945 berichtete. Zum Tode durch den Strang wurden verurteilt Karl Hermann Strüffling, Heinrich Remmlinger, Ernst Böhm, Eduard Sonnenfeld, Herbard Janike, Erwin Skotki und Ernst Geherer. 20 beziehungsweise 15 Jahre Zwangsarbeit erhielten Erich Paul Vogel, Franz Wiese und Arno Diere. [3] Wie sehr die Westalliierten trotz besseren Wissens die sowjetische Lüge im Rahmen der Umerziehung unterstützten und den Mord an den unschuldigen deutschen Offizieren billigten, beweist ein Artikel in den Nordwest-Nachrichten. Herausgegeben von den britischen Militärbehörden vom Freitag, den 4. Januar 1946 (2. Jahrgang Nr.1) auf der Titelseite. Dort heißt es unter der Überschrift "So war Katyn. Massenmord als Naziverbrechen in Polen aufgedeckt": "Die Nazischuld an den Massenmord von Katyn wurde von einem deutschen Offizier vor dem Leningrader Gerichtshof zugegeben. Aus einer Gruppe von deutschen Offizieren, die in Leningrad unter der Anklage des Kriegsverbrechens vor Gericht stehen, beschrieb der Angeklagte Düre, wie russische Frauen, Kinder und Greise von den flüchtenden deutschen Truppen ermordet wurden, und erklärte, daß dabei im Walde von Katyn 15 000 bis 20 000 Menschen, darunter polnische Offiziere und Juden, von den deutschen Truppen erschossen und begraben wurden." Unter der Zwischenüberschrift "Ein durchsichtiges Märchen" heißt es dann weiter: "Deutsche Stellen hatten am 12. April 1943 behauptet, daß deutsche Truppen die Massengräber von Katyn entdeckt hätten, und beschuldigten die russische Geheime Staatspolizei, diese Abscheulichkeit nach dem sowjetischen Einmarsch in Ost-Polen 1939 begangen zu haben." So wurde damals die Wahrheit, die man auch in London schon genau kannte, auf den Kopf gestellt, um die Deutschen zu belasten. Selbst vor Morden scheuten die Alliierten nicht zurück, um die Lüge von Katyn möglichst lange aufrechtzuerhalten [4]: Der polnische Exil-Ministerpräsident Sikorski, der sich bei Stalin nachhaltig nach dem Verbleib der Tausende polnischer Offiziere erkundigt hatte und die Briten zur Anerkennung der Wahrheit drängte, kam bei einem bis heute ungeklärten Flugzeugabsturz am 4. Juli 1943 bei Gibraltar ums Leben, der wahrscheinlich von einem Geheimdienst ausgelöst wurde. Der tschechische Pilot konnte sich retten. [5] Der vom Warschauer Justizministerium mit der Aufklärung von Katyn beauftragte und fündig gewordene polnische Rechtsanwalt Roman Martini wurde 1947 in seiner Krakauer Wohnung ermordet. Seine Mörder wurden zwar gefasst, konnten aber aus dem Krakauer Gefängnis entkommen. Der Russe Krivozhertzov, der die Deutschen 1943 auf das Massaker von Katyn hingewiesen hatte und nach Kriegsende nach England geflohen war, wurde Ende Oktober 1947 bei Bristol erhängt aufgefunden, angeblich "Selbstmord". Der rumänische Gerichtsmediziner Prof. Dr. Vasiliu, der 1943 der internationalen Kommission angehört hatte, die auf Einladung deutscher Stellen die Massengräber von Katyn untersucht hatte und zu dem Ergebnis gekommen war, daß die Erschießungen spätestens im Jahre 1940 und damit - weil die Deutschen erst 1941 nach Russland einmarschierten - von den Sowjets vorgenommen waren, wurde 1948 verhaftet und kam in einem rumänischen Lager um. Andere Zeugen retteten ihr Leben nur durch einen Widerruf. Bezeichnend ist, daß eine Dokumentation des polnischen Roten Kreuzes von 1943, wonach das Katyn-Massaker eindeutig ein Sowjet-Verbrechen sei, in einem britischen Archiv als "Top secret" (höchst geheim) gekennzeichnet und verborgen war, bis es der polnische Historiker Wladimierz Kowalski 1989 dort fand und noch im selben Jahr in der polnischen Wochenzeitung Odrodzenie veröffentlichte. [6]
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