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22. März
2004
Die Lüge von der
deutschen Schuld in Katyn
Der Gegner muß nicht nur
militärisch, sondern vor allem psychologisch besiegt
werden - dienlich dazu ist die Propagandalüge. Für
die Lüge der Massenmorde an polnischen Offizieren aber
mußten zahlreiche Deutsche ihr Leben lassen - die
Aufrechterhaltung einer Lüge war Russen, Amerikanern,
Engländern und Franzosen schon immer mehr wert als
Gerechtigkeit.
Am 13. April 1990 gestand die
amtliche sowjetische Nachrichtenagentur Tass offiziell ein,
daß die Ermordung von rund 15 000 polnischen
Offizieren im Jahre 1940 bei Katyn und andernorts eines der
"furchtbarsten Verbrechen des Stalinregimes" und damit die
Schuld der Sowjets sei.
Die Moskau News (Nr. 5, 1990),
Gorbatschows Sprachrohr für den Westen, schrieb:
"Die Wahrheit über
das Massaker von Katyn. Dokumente bestätigen das,
was die Sowjetregierung jetzt eingestanden hat: Am Tode
von 15 000 polnischen Offizieren ist das NKWD
schuld".
Die Historikerin und Mitarbeiterin
des Instituts für allgemeine Geschichte der Akademie
der Wissenschaften der UdSSR, Natalja Lebedjewa, habe im
Sonderarchiv der Sowjetarmee die entsprechenden Dokumente
entdeckt.
Obwohl die Tatsache der sowjetischen
Schuld schon 1943 klar erwiesen [1] und auch den
Westmächten, insbesondere Churchill und Roosevelt,
bekannt war[2], hieß es wahrheitswidrig 1945
in der Anklageschrift des Nürnberger Rachetribunals
gegen Hermann Göring und andere Deutsche unter Punkt D
"Mord und Mißhandlung von Kriegsgefangenen und anderen
Angehörigen" der Alliierten:
" Im September 1941 wurden 11 000
kriegsgefangene polnische Offiziere im Katyn-Wald in der
Nähe von Smolensk getötet. Das deutsche Kommando
und die Besatzungsbehörden, vornehmlich leitende Beamte
der Polizei, der SS-Truppen und des Verbindungsstabes
befahlen in der Zeit von 1941 bis 1943 die Erschießung
der Kriegsgefangenen."
Und am 14. Februar 1946 trug der
sowjetische Oberst Pokrowsky in Nürnberg als Vertreter
der Anklage das entsprechende (gefälschte) "Dokument
USSR-54" vor, worüber dann u.a. am 11. Mai und 3. Juni
1946 in Nürnberg verhandelt wurde.
Im Winter 1945/46 wurde in Leningrad
mehreren deutschen Offizieren als angeblich für die
Katyn-Morde Verantwortlichen der Prozeß gemacht,
worüber die sowjetische Agentur Tass am 30. Dezember
1945 berichtete.
Zum Tode durch den Strang wurden
verurteilt Karl Hermann Strüffling, Heinrich
Remmlinger, Ernst Böhm, Eduard Sonnenfeld, Herbard
Janike, Erwin Skotki und Ernst Geherer. 20 beziehungsweise
15 Jahre Zwangsarbeit erhielten Erich Paul Vogel, Franz
Wiese und Arno Diere. [3]
Wie sehr die Westalliierten trotz
besseren Wissens die sowjetische Lüge im Rahmen der
Umerziehung unterstützten und den Mord an den
unschuldigen deutschen Offizieren billigten, beweist ein
Artikel in den Nordwest-Nachrichten.
Herausgegeben von den britischen
Militärbehörden vom Freitag, den 4. Januar 1946
(2. Jahrgang Nr.1) auf der Titelseite. Dort heißt es
unter der Überschrift "So war Katyn. Massenmord als
Naziverbrechen in Polen aufgedeckt":
"Die Nazischuld an den Massenmord
von Katyn wurde von einem deutschen Offizier vor dem
Leningrader Gerichtshof zugegeben. Aus einer Gruppe von
deutschen Offizieren, die in Leningrad unter der Anklage des
Kriegsverbrechens vor Gericht stehen, beschrieb der
Angeklagte Düre, wie russische Frauen, Kinder und
Greise von den flüchtenden deutschen Truppen ermordet
wurden, und erklärte, daß dabei im Walde von
Katyn 15 000 bis 20 000 Menschen, darunter polnische
Offiziere und Juden, von den deutschen Truppen erschossen
und begraben wurden."
Unter der Zwischenüberschrift
"Ein durchsichtiges Märchen" heißt es dann
weiter: "Deutsche Stellen hatten am 12. April 1943
behauptet, daß deutsche Truppen die Massengräber
von Katyn entdeckt hätten, und beschuldigten die
russische Geheime Staatspolizei, diese Abscheulichkeit nach
dem sowjetischen Einmarsch in Ost-Polen 1939 begangen zu
haben."
So wurde damals die Wahrheit, die
man auch in London schon genau kannte, auf den Kopf
gestellt, um die Deutschen zu belasten.
Selbst vor Morden scheuten die
Alliierten nicht zurück, um die Lüge von Katyn
möglichst lange aufrechtzuerhalten [4]: Der
polnische Exil-Ministerpräsident Sikorski, der sich bei
Stalin nachhaltig nach dem Verbleib der Tausende polnischer
Offiziere erkundigt hatte und die Briten zur Anerkennung der
Wahrheit drängte, kam bei einem bis heute
ungeklärten Flugzeugabsturz am 4. Juli 1943 bei
Gibraltar ums Leben, der wahrscheinlich von einem
Geheimdienst ausgelöst wurde. Der tschechische Pilot
konnte sich retten. [5]
Der vom Warschauer Justizministerium
mit der Aufklärung von Katyn beauftragte und
fündig gewordene polnische Rechtsanwalt Roman Martini
wurde 1947 in seiner Krakauer Wohnung ermordet.
Seine Mörder wurden zwar
gefasst, konnten aber aus dem Krakauer Gefängnis
entkommen. Der Russe Krivozhertzov, der die Deutschen 1943
auf das Massaker von Katyn hingewiesen hatte und nach
Kriegsende nach England geflohen war, wurde Ende Oktober
1947 bei Bristol erhängt aufgefunden, angeblich
"Selbstmord".
Der rumänische
Gerichtsmediziner Prof. Dr. Vasiliu, der 1943 der
internationalen Kommission angehört hatte, die auf
Einladung deutscher Stellen die Massengräber von Katyn
untersucht hatte und zu dem Ergebnis gekommen war, daß
die Erschießungen spätestens im Jahre 1940 und
damit - weil die Deutschen erst 1941 nach Russland
einmarschierten - von den Sowjets vorgenommen waren, wurde
1948 verhaftet und kam in einem rumänischen Lager um.
Andere Zeugen retteten ihr Leben nur durch einen
Widerruf.
Bezeichnend ist, daß eine
Dokumentation des polnischen Roten Kreuzes von 1943, wonach
das Katyn-Massaker eindeutig ein Sowjet-Verbrechen sei, in
einem britischen Archiv als "Top secret" (höchst
geheim) gekennzeichnet und verborgen war, bis es der
polnische Historiker Wladimierz Kowalski 1989 dort fand und
noch im selben Jahr in der polnischen Wochenzeitung
Odrodzenie veröffentlichte. [6]
Literaturhinweise:
[1] Dr. Heinrich Wendig, Richtigstellungen zur
Zeitgeschichte, Heft 1, Grabert-Verlag, Tübingen
1990, S. 32-25
[2] Hendrik van Bergh, Die Wahrheit über
Katyn, Vowinckel-Verlag, Berg 1986; Franz Kardell,
Die Katyn-Lüge. Geschichte einer
Manipulation, Herbig-Verlag, München 1991; Czeslaw
Madajcyk, Das Drama von Katyn, Dietz-Verlag, Berlin
1991.
[3] Leserbrief von Friedebert Volk, Usingen, in der
FAZ vom 2.4.1990; Nationalzeitung vom 15.6.1990.
[4] Franz Kardell in Die Welt vom 19.5.1990;
derselbe, Die Katyn-Lüge, aaO.
[5]
So äußerte sich der US-Unterstaatssekretär
Sumner Welles: "Das war bestimmt Sabotage!", zitiert bei
Franz Kardell, Die Katyn-Lüge, aaO., S. 137
[6] FAZ vom 17.2.1989, Die Welt vom 17.2.1989
und 19.5.1990, Der Schlesier vom 17.9.1990, FAZ vom
31.8.1990.
Quelle: Jugend-Wacht
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