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24. Juli
2006
Wenn
"Kontingentflüchtlinge" gar keine
sind:
Jude werden
für 20 000 Euro
Rund 280 000 Juden leben heute in
Deutschland. Vor der Wiedervereinigung waren es 70 000. Doch
weil der damalige Bundeskanzler Kohl und der Zentralrat der
Juden in Deutschland ein Abkommen schlossen, das Juden aus
dem Osten das mühsame Einwanderungs-Procedere erspart,
strömen seitdem Zigtausende als sogenannte
"Kontingentflüchtlinge" nach Deutschland. Dabei kommt
es in großem Stil zu Betrügereien, wie jetzt der
"Spiegel" berichtete.
In Moldawien zum Beispiel, das heute
eigenständig ist und ehedem Sowjetrepublik war, helfen
Polizeibeamte - gegen harte Devisen - tatkräftig mit,
aus ausreisewilligen Landeskindern moldawische Juden zu
machen, die dann mühelos nach Deutschland einreisen
dürfen.
Das funktioniert aber nur, weil die
Polizeibehörden mit den erforderlichen Akten behilflich
sein können - etwa solchen über inzwischen
verstorbene Juden oder solche im hohen Alter, die mit
großer Wahrscheinlichkeit selbst nicht mehr ausreisen
werden und deren Identität deshalb ohne Risiko
"benutzt" werden kann. Der bürokratische Umweg
muß sein, weil die deutschen Behörden aus der
Sowjetzeit stammende Geburtsurkunden verlangen, in denen die
jüdische Religionszugehörigkeit dokumentiert ist.
Die Lücke in diesem Reglement
sind die moldawischen Sterberegister. Auf diese haben die
deutschen Behörden nämlich keinen Zugriff, weshalb
es ein leichtes ist, die Personalien längst
verstorbener moldawischer Juden weiterzuverwenden.
Ausreisewillige Interessenten brauchen dazu nur ein paar
Paßbilder, und schon erhalten sie gegen Bezahlung von
bis zu 20 000 Euro einen gefälschten, auf den Namen des
früheren Besitzers lautenden Paß - mit korrektem
Geburtsdatum und amtlicher Personenstandskennziffer.
Experten schätzen, daß mindestens 40 Prozent der
allein aus Moldawien ausreisenden "Juden" in Wahrheit gar
nicht jüdischstämmig sind, sondern Moldawier,
Russen oder Ukrainer. Allerdings freuen auch sie sich, in
den Genuß deutscher Sozialleistungen zu
kommen.
Quelle: Nation &
Europa
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