LEITSEITE | ARCHIV-DEUTSCH | ARCHIV-ENGLISCH | DEUTSCHE VERLUSTE | DEUTSCHE GESCHICHTE | SPENDEN | BRIEFKASTEN | KONTAKT
|
"Kämpfen und
siegen" statt "Schnauze voll" Von Andreas Molau Was geschieht eigentlich, wenn jemand die Schnauze voll hat? Entweder er wehrt sich oder er resigniert. Nicht erst die Wahlen der vergangenen Wochen zeigen, daß die Deutschen längst resigniert haben, daß der Wille zur Veränderung fehlt, geschweige denn der Impuls, durch die Tat die Dinge zum Besseren zu wenden. "Schnauze voll" - gut gemeint, sicher - scheint nur noch als Bestätigung aufgenommen zu werden, daß sich die Anstrengung nicht lohnt, wieder auf die eigenen Füße zu kommen. Das sollte man jetzt begreifen. Während in Frankreich die Jugend auf die Straße geht, um für ihre Zukunft zu demonstrieren und zu streiten, machen sich deutsche Jugendliche noch nicht einmal auf den Weg in die Wahlkabine. "Schnauze voll", es lohnt sich nicht mehr. Und es ist auch nicht nötig. Die Generation der Erben verfügt ganz offensichtlich noch über die außreichenden Mittel, um den gewünschten Lebensstandard zu sichern. Und wenn man mit 21 noch bei Mama wohnt. Hauptsache, die Wäsche wird gebügelt und das Essen steht auf dem Tisch. Den Rest zahlt ein Sozialstaat, der inzwischen aus dem letzten Loch pfeift, weil man nicht nur nicht genug Beitragszahler mehr hat, sondern weil die Gelder eben nur einmal ausgegeben werden können. Entweder EU-Bürokratie und Kongo-Maskerade oder Sozialhilfe. Und wo die Zahlungen für den Unterhalt zu Almosen werden, da erlahmt rasch der freie Geist. Das war bereits im alten Rom so, wo sich die Menschen dann in den Arenen tummelten statt wie heute vor dem Fernseher und wo antike "Verrichtungsboxen" in den Nischen der Weltstadt Rom den animalischen Triebstau regulieren halfen. Ans Konsumieren kann man sich gewöhnen. Schon in der zweiten Generation hat man sich als Sozialhilfeempfänger sozialisiert. Man ist gewöhnt und kann sich gar nicht mehr vorstellen, daß es des Schweißes bedarf, um zu überleben. Statt eines Buches liest man lieber Comics - ist kürzer -, statt Zeitung lieber Bild. Ein deutscher Schüler stöhnt nach zwanzig Zeilen wie ein waidwundes Tier. Auch geistig zählt nur noch "Fast-Food", schnell zubereitet und ohne Nährwert. Das System nimmt den Leuten die Arbeit, dann die Ehre und wundert sich schließlich, daß sie faul und ehrlos werden. Sonst würden auch die obligaten Fernsehreportagen nicht erstaunen, die zeigen, daß "die Polen letztlich eben doch viel besser arbeiten", und daß sich die Rechten man nicht so haben müssen mit ihren Ressentiments gegen Ausländer. Was wäre man ohne die ausländischen Erntehelfer? Denn Gärtner Müller verkündet eben vor der Kamera ungerührt, daß er keine Deutschen mehr fände, die für ihn die Arbeit machten. Im Gewächshaus werde es ihnen zu warm und beim Spargelstechen plagen sie nach kurzer Zeit Rückenschmerzen. Da wünscht man sich mit geballter Faust wenigstens eine zeitweise Einteilung nach der guten alten Schaufelgröße. Muß immer erst eine Flutkatastrophe kommen, bevor die Deutschen nicht mehr nur Schwielen am Hintern haben? Ja, da hat man dann auch die "Schnauze von diesen Deutschen voll" und vergißt doch nur allzu schnell, daß man diese Deutschen dazu erzogen hat. Nach dem Wirtschaftswunder kamen die ersten Ausländer, weil es "einem Deutschen ja nicht zuzumuten war, den Müll zu kehren". Das war nicht die Idee derjenigen, die den Müll bis dahin gekehrt hatten und damit ganz zufrieden waren, sondern auf diese Idee kamen jene Menschheitsbeglücker, die jetzt den fehlenden Biß der Deutschen im freien Wettbewerb beklagen - ein freier Wettbewerb, der nach "oben" die nachwachsende Elite an die kurze Leine der Großindustrie nimmt und nach unten die Menschen im Lohnsog miteinander "frei" konkurrieren läßt. Die in einigen westlichen Ländern bereits übliche Fernsehunterhaltung, bei der die "Mitspieler" vor laufender Kamera gegenseitig um einen "Job" buhlen, ist dabei ebenso widerwärtig wie die Selbstentäußerungen abgehalfterter "Stars" im Dschungelcamp. Für die Manager heißt das Unterhaltungsmotto: Wollen wir doch mal sehen, ob ein deutscher Arbeiter gegen die Kinderarbeitskonkurrenz aus Fernost zu konkurrieren imstande ist. Auch der deutsche Hafenarbeiter kann ja, wie sein Kollege von den Fidschiinseln, gefälligst im Container wohnen. "Schnauze voll" vom Selbstmitleid "Schnauze voll"? Ja, "Schnauze voll" von den Ausbeutern und "Schnauze voll" von den Deutschen, die das mit sich machen lassen, die ihr Recht nicht selbstbewußt verteidigen, sondern nur noch die Rechts-"show" im Fernsehen beglotzen. Aber auch "Schnauze voll" von dem Selbstmitleid: Alles wird schlechter, und früher war alles besser. Wer sich das Deutschland der 50er Jahre zurückwünscht, vergißt, daß Heimat und Volksgemeinschaft in dieser Zeit nur noch in den Filmschmonzetten vorkamen. Es gilt einen verbreiteten Irrtum auch auf der Rechten auszuräumen: Die 68er waren nicht Kulturzerstörer, sondern höchstens Aasfliegen auf einem bereits entkernten Deutschtum. Sie haben gestoßen, was bereits fiel - nicht mehr und nicht weniger. "Kämpfen und siegen" tönt es von den Fankurven deutscher Stadien, wenn die eigene Mannschaft mit dem Rücken zur Wand steht. Eine nationale politische Bewegung ist sozusagen der erste Fan seines Volkes, auch wenn es mit dem Rücken zur Wand steht, wenn es die Rückrunde verloren hat. "Wahre Liebe hält eine Ewigkeit" - auch zum eigenen Volk. Keine Fankurve spornt die eigene Mannschaft mit einem "Schnauze voll" an. "Kämpfen und siegen" ist die Parole, die wir skandieren müssen, oder in Abwandlung anderer Spielerermutigungen: "Steht auf, wenn Ihr Deutsche seit." Geburtenrückgang? Ein aussterbendes Volk? Das passiert nur denen, die nicht an sich glauben. Als ob man sich vor der Zeugung eines Kindes Gedanken über die Kindergartensituation machen würde. Mitteldeutschland verödet, die Städte werden leerer und leerer. "Wir haben hier wirklich keine Zukunft", meint die 18-jährige kesse Abiturientin, die sich beim schicken Werbebüro in Berlin bewerben will, statt in Weißenfels zu bleiben. Und ihr Klassenkamerad fügt angestrengt hinzu, daß das Freizeitangebot hier auch nicht so sei, wie man sich das als spaßgewohnter Bundesrepublikaner vorstellt. Das ist der Abstieg aus der ersten Liga. Vor einigen Generationen noch haben die Deutschen fremdes Land kolonisiert, sind zu den Gipfeln der Wissenschaft und Kunst gestürmt. Heute ist manch Deutscher längst zum Asylant im eigenen Land geworden. Als Nomade zieht er dahin, wo der Futtertrog steht, statt für den Nachschub vor Ort zu sorgen. Generationen vor ihm haben das Moor unter größten Opfern urbar gemacht, und seine Nachkommen zieht es nun in die blanke Glitzerwelt der urbanen Zentren, weil die Einkaufsmöglichkeiten in den ländlichen Gebieten fehlen. Die "Heimatschachtel" blutleerer Politakademiker aus Magdeburg im Koffer, kann er sich demnächst zum Erfahrungsaustausch mit dem Flüchtling aus Ghana treffen. Der hat auch seine Heimat im Stich gelassen, statt sie fruchtbar zu machen. "Kämpfen und siegen" ist den Abwanderern in Mitteldeutschland zuzurufen. Wenn ihr geht, kommen eben die Polen. So geschehen als ironischer Treppenwitz der Geschichte in Mecklenburg-Vorpommern, wo findige Beamte in den Rathäusern polnischen Familien grenznahe Wohnungen zu Schleuderpreisen vermieten. Man muß den Deutschen knallhart sagen, daß sie nicht einmal mehr dritte Liga spielen. Die Rekordüberschüsse im Außenhandel, die in die Taschen weniger Großverdiener fließen, erwirtschaften inzwischen die Automaten. Selbst die Programmierer holt man sich ja schon seit geraumer Zeit vom Subkontinent. Die Überfremdung hat die Deutschen seelisch entkernt. Deutsche Familien veröden wie die mitteldeutschen Städte, deutsche Jogginganzugträger hängen an der Flasche wie die Indianer im Reservat. Deutsche Politiker fordern Einwanderung bis hin zur CDU, um die "demographische Katastrophe" abzuwenden. Die demographische Katastrophe sind aber deutsche Männer und Frauen, die zu feige zum Kinderkriegen sind. Die kulturelle Katastrophe sind Deutsche, die verlernt haben, zu sich selbst zu stehen. In zwanzig, dreißig Jahren, wenn wir zur Minderheit im eigenen Land geworden sind, werden die Deutschen von den neuen Landnehmern gejagt werden. "Als Deutscher würde ich mich nicht mehr allein durch dieses Viertel trauen", sagt ein junger Türke bei Frontal21. Das muß man den Deutschen wieder und wieder vorspielen. Selbstüberwindung ist das Ziel Die nationale Opposition scheint noch keine Wahlen gewinnen zu können, weil die Deutschen im übrigen auch nichts von ihr in den verhausschweinenden Medien mitbekommen, aber sie kann eine Gegenkultur aufbauen. Nationale Menschen können jene Familien gründen, die die bundesrepublikanischen Konsumschweinchen nicht mehr gründen wollen. Und man kann anders leben. Man muß sich nicht zum Sklaven des alle Werte zerstörenden Medienterrors machen. Deutsche Kinder ohne "Gameboy" sind Vorbilder, spätestens wenn sie eine neue ausgewachsene Elite darstellen, die Werte kennengelernt hat. An Fleiß und Disziplin ist nichts Altmodisches. Wer dem "Wärmetod des Gefühls" (Konrad Lorenz) entronnen ist, der fühlt sich so stark, daß er aus Weißenfels nicht auswandern muß, wenn die Jugenddisko ausfällt. Überhaupt möge man sich die "Acht Todsünden der zivilisierten Menschheit" des Verhaltensforschers zur Hand nehmen, um es zu einem "innereren Aktionsprogramm" (112 S., Broschur, 7,90 Euro; zu beziehen beim DS-Versand, Postfach 100068, 01571 Riesa) zu machen. Das äußere, für die Gestaltung der politischen Zukunft dieses Landes, hat die NPD bereits herausgegeben. Jetzt geht es darum, daß jeder einzelne sich bewegen muß, bevor das Ganze bewegt werden kann. Das von Lorenz diagnostizierte "Überangebot von sozialen Kontakten" in eng zusammengepferchten Wohnräumen kann jeder für sich lösen. Warum nicht in Zukunft ökologische und kulturelle Siedlungsgemeinschaften in den entvölkerten Gebieten schaffen? Entsprechender Wohnraum wird in manchen Gegenden inzwischen fast verschenkt. Stadtflucht ist auch eine Möglichkeit, um Kindern eine Kindheit zu ermöglichen. Den blinden Wettlauf mit der Technologie kann jeder für sich selbst beenden. Freie Menschen nutzen Technik und werden nicht von ihr benutzt. Den "Schwund aller starken Gefühle und Affekte und Verweichlichung" kann wie gesagt nur jeder für sich beenden, ebenso wie den "genetischen Verfall" - das wäre ein eigenes Thema. Das Abreißen der Tradition - in nationalen Gemeinschaften kann man anders leben. Hier kann auch eine alte Generation wieder mit in die Familien geholt werden, die sonst wie eine "fremde ethnische Gruppe behandelt" (Lorenz) und in Altersheime abgeschoben wird - ebenso wie die Kinder übrigens in staatliche Verwahranstalten. "Die Zunahme der Indoktrinierbarkeit der Menschheit"? - einfach einmal abschalten. Man muß sich durch übermäßigen Fernsehgenuß nicht entindivualisieren lassen, und auch Kindern kann man auf derartige Wünsche einmal mit einem selbstbewußten Nein entgegnen. Das ist gar nicht so schwer. Und schließlich ist die Dehumanisierung, wie Konrad Loranz sie nennt, bei jedem einzelnen und in jeder Familie und in allen gesellschaftlichen Bereichen zu beenden. Egal ob in Familien Kinder Opfer von Gewalt werden oder Jugendbanden sich gegenseitig tyrannisieren - das Fehdewesen ist abgeschafft. Und wenn der Staat, so wie es seine Aufgabe wäre, nicht diese Gewalt beenden kann, dann müssen eben Bürgerwehren gegründet werden, so wie dies in Deutschland alte Tradition ist. In Berlin waren dazu Ansätze zu sehen. Auch hier gilt: die nationale Bewegung muß selbst jene Bewegung entfalten, die sie sich gesamtgesellschaftlich wünscht. Dazu muß man nicht auf bessere Wahlergebnisse warten. Wer in den Felsen des Elbsandsteingebirge beim Klettern gehangen hat, so wie dies vorbildlich die JN in Sachsen organisiert, der ist immun gegen die Scheinwelt des Weltnetzes mit seinen Heldenspielen, die ganz ohne innere Bewegung stattfinden. Wer Gemeinschaft erlebt, widersteht den Versuchungen einer Konsumwelt, die den Menschen nur vereinzelt, weil er dann besser beherrschbar ist. Also müssen Gemeinschaftserlebnisse alle die stark machen, die sich für eine andere Wirklichkeit stark machen. Wer gemeinsam gesungen hat, wer gemeinsam feiern kann, nur der kann jene Volksgemeinschaft erleben, die sonst Worthülse bleibt. Warum nicht in der Zukunft eine gemeinschaftsbildende Sonnenwendfeier auf dem Hohen Meißner oder dem Brocken? Tausend, zweitausend, dreitausend entflammte Herzen von Menschen, die im Innersten bewegt sind. Zu denen muß man gehören, weil sie von Erlebnissen berichten, die man nur noch aus einem Hollywoodfilm kennt - das muß das Fanal einer solchen Großveranstaltung sein. Viele Wege führen zur Macht Die Macht bekommt man auch über Wahlen. Aber erst muß man die Herzen gewinnen. Dem Kampf um die Straße, dem Kampf um die Köpfe und dem Kampf um die Parlamente muß ein Kampf um die Herzen folgen. Vielleicht kann man dieses Volk ja noch bei der Ehre packen. Man stoße es darauf, wie fruchtbar, wie schön diese Heimat ist, die man jetzt einfach aufgibt. Andere Völker nehmen für diese Bedingungen eine Wanderung von Tausenden von Kilometern auf sich. Und nach einem alten Naturgesetz dringen sie dann in Räume ein, die die "alten Deutschen" aufgegeben haben. Wenn dieser Raum auch geistig wieder gefüllt wird, werden auch diese Zuströme versiegen. Ja, wir haben die "Schnauze voll", von vielem. Aber wir müssen eben in erster Linie auch wieder Visionen vermitteln können. Daß wir ein einig Volk von Brüdern wieder werden, in keiner Not uns trennen und Gefahr. Daß wir den Brüdern das Recht und die Pflicht vermitteln können, für die Gemeinschaft einzustehen. Zu zeigen, daß es nicht nur eine Fußballweltmeisterschaft gibt, in der man Rangfolgen ermittelt. Auch Völker kämpfen in der Weltgeschichte um Einfluß und Macht. Ehre, Fleiß und Treue, die Selbstüberwindung jedes einzelnen, Achtung und Demut vor dem Großen, statt Bewunderung des Kranken, wieder wir selbst sein können ohne falsche Scham, Stolz vor dem, was zu bezwingen ist (die Parteiendiktatur zum Beispiel) - wir müssen unserem Volk die Möglichkeit zu einer anderen Zukunft an den Horizont malen, dann wird es uns auch folgen.
|