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Was soll aus
Deutschland werden? Von Dr. Gerhard Frey Von 1963 bis 1966 war der "Vater des Wirtschaftswunders" Prof. Erhard Bundeskanzler. Nationalmasochistische Exzesse, wie wir sie im Zusammenhang mit dem 8. und 9. Mai 2005 als den 60. Jahrestagen der Kapitulation der deutschen Wehrmacht erlitten, waren unter Erhard undenkbar. Nicht einmal unter Kiesinger, der von 1966 bis 1969 eine große Koalition in Bonn anführte. Sogar unter Brandt, der von 1969 bis 1974 einer sozialliberalen Koalition vorstand, blieb ein beachtliches Minimum an Patriotismus in der herrschenden Klasse erhalten. Das gilt auch für seinen Nachfolger Helmut Schmidt, der 1982 durch Kohl gestürzt wurde. Hymnen und Kollektivanklagen In der Ära Kohl und speziell unter Richard von Weizsäcker als Bundespräsident (1984 bis 1994) brachen nach und nach die Dämme. Weizsäcker machte die Vergangenheit seines Vaters als Hitlers Staatssekretär u.a. durch seine Rede zum 40. Jahrestag der Kapitulation, den er als "Tag der Befreiung" feierte, vergessen. Zur Ursache für die Teilung Deutschlands erklärte Richard von Weizsäcker die Machtergreifung Hitlers im Januar 1933. Kohl und Weizsäcker fanden großen Gefallen an byzantinischen Hymnen auf die Sieger und gleichzeitigen immer weiter gehenden Kollektivanklagen gegen Deutschland, mit denen - möglichst alle - kommenden Generationen unseres Volkes in "Verantwortung" gezwungen werden sollen. Billiger Vorwand: Der Nationalsozialismus und seine Untaten dürften sich auf deutschem Boden nicht wiederholen. Nun weiß jeder, dass der Nazismus in keiner Variante heute irgendwo auf der Welt existiert. Auch die einstigen Völkermorde etwa an den Ureinwohnern der "neuen Welt" sind Geschichte und sie wiederholen sich nach Ausraubung und Ausrottung der Indianer sicher nicht. Weiter geht allerdings die Völkermord-Serie der USA beispielsweise über Hamburg, Dresden, Tokio, Hiroshima, Nagasaki, Vietnam bis hin zum Irak. Doch niemand kommt hier erfreulicherweise auf die Idee, an jeweiligen Untaten Unbeteiligte anzuprangern. Stalins "Triumph über die Tyrannei" Die Geschichte lässt sich ohnedies nicht mehr ändern. Der Völkermord an den Armeniern und andere Schandtaten der türkischen Geschichte sind leider nicht zu korrigieren. Doch die anhaltende Auslöschung großer Teile des kurdischen Volkes in der Türkei könnte gestoppt werden. Das sehr merkwürdige Geschichtsverständnis von Kanzler Schröder lässt ihn die angloamerikanische Invasion des Juni 1944 als "Sieg für Deutschland" feiern und die Siegesparade des 9. Mai 2005 in Moskau als "Triumph über die Tyrannei". Millionen Vergewaltigungen Wahr hingegen ist, was Dr. Knabe, der Wissenschaftliche Direktor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, am 10. Mai 2005 in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" schreibt: "Am 'Tag der Befreiung', wie ihn
Bundeskanzler Schröder am Montag an der Seite des
russischen Präsidenten Putin beging, waren schon
400.000 Deutsche in sowjetischer Haft." Sowjet-Massenmorde als "deutsche Verbrechen" Stalins Terror richtete sich aber nicht nur gegen Deutsche. Im Gefolge des Sieges der Roten Armee wurden auch Millionen Balten, Polen, Russen, Weißrussen, Ukrainer, Ungarn, Rumänen und Bulgaren unterjocht. Schon zu Beginn des Zweiten Weltkrieges - die Sowjetunion war im östlichen Polen, im südlichen Finnland, im Baltikum sowie in Bessarabien und in der Bukowina eingefallen - hatten dort überall großangelegte Säuberungen stattgefunden. Hunderttausende wurden gefangengenommen und in Zwangsarbeitslager deportiert, fast 15.000 polnische Offiziere 1940 bei Katyn hingerichtet. Bis zu 30.000 Zivilisten, die sich beim Angriff Hitlers auf die Sowjetunion an deren Westgrenze in Gefängnissen des NKWD befanden, wurden auf Befehl Berijas regelrecht abgeschlachtet. Die Hamburger "Wehrmachtsausstellung" gab diese Massenmorde später als deutsche Verbrechen aus. Nach dem Einmarsch der deutschen Truppen in die Sowjetunion richtete sich Stalins Terror vor allem gegen eigene Völkerschaften, die er für potenzielle Kollaborateure hielt. Neben 900.000 Deutschstämmigen wurden fast eine Million Kaukasier, Krimtataren, Kalmücken, Balkaren, Finnen und Angehörige weiterer Nationalitäten deportiert; viele gingen dabei elend zugrunde. Nach der Rückeroberung der von den Deutschen besetzten Gebiete ging eine zweite Säuberungswelle über den Osten Europas hinweg. Die großen Verlierer als "Sieger" Die ganze Feier der vergangenen Woche in Moskau war grotesk. Denn Deutschland hatte im Krieg und bei den damit verbundenen und anschließenden Massenmorden der Sieger rund 10 Millionen Menschen und ein Drittel seines Landes verloren. Der zweite große Verlierer des Zweiten Weltkriegs war Großbritannien. Rund 300.000 seiner Soldaten starben für einen "Sieg", der den Zusammenbruch des gigantischen britischen Weltreichs brachte und England auf den Status einer kleinen Mittelmacht zurückwarf. Der dritte große Verlierer war Russland, dessen Grenzen auf den Stand von vor mehr als 300 Jahren zurückfielen. Sowjet-Außenminister Molotow hat am 31. Oktober 1939 ausgeführt: "Die Regierungen Englands und Frankreichs suchen fieberhaft nach neuen Gründen, um ihren Krieg gegen Deutschland fortzusetzen. Die englischen und französischen Kriegsbefürworter haben gemeinsam Deutschland eine Art ideologischen Krieg zur 'Vernichtung des Hitlerismus' erklärt, was an alte Religionskriege erinnert... Bei ihrem Krieg gegen Deutschland haben die Imperialisten ganz reale Motive, da sie mächtige Kolonialherren sind. Die Angst um den Verlust der Weltherrschaft diktierte England und Frankreich ihre Kriegspolitik gegen Deutschland. Somit ist der imperialistische Charakter des Krieges gegen Deutschland für jeden offenkundig, der seine Augen nicht vor der Realität verschließt." Mutiger Kampf gegen den toten NS Die heute für die Berliner Politik Verantwortlichen suchen und sehen alle Schuld ausschließlich auf deutscher Seite. So Horst Köhler (der seinen Vornamen nach Horst Wessel erhielt, so wie Köhlers Bruder Adolf nach Adolf Hitler) in seiner Rede zum 8. Mai 2005: "Im Grunde wirkt das Unglück, das Deutschland über die Welt gebracht hat, bis heute fort Wir Deutsche blicken mit Schrecken und Scham zurück auf den von Deutschland entfesselten Zweiten Weltkrieg und auf den von Deutschland begangenen Zivilisationsbruch Holocaust Wir fühlen Abscheu und Verachtung gegenüber denen, die durch diese Verbrechen an der Menschheit schuldig geworden sind und unser Land entehrten." Und zum Abschluss empfahl Köhler nachrückenden Generationen in Deutschland: "Sie sind es, die künftig mit ihren Altersgenossen in der ganzen Welt dafür sorgen werden, dass sich solches Unrecht und Leid nicht wiederholt." Den Kampf gegen den vor langem im Orkus verschwundenen Nationalsozialismus todesmutig auszufechten, ist für Köhler, Kohl und Schröder Lebenselixier. Doch die Entsetzlichkeiten unserer Zeit zu bekämpfen, wäre zu gefährlich und zu besiegen unmöglich. Die Arbeitslosigkeit wächst bei uns unaufhaltsam weiter und die Öffnung der EU nach Osten ist längst nicht mehr finanzierbar. Die Verarmung des deutschen Volkes lässt jene kalt, die laut Grundgesetz den Nutzen des deutschen Volkes mehren und Schaden von ihm wenden müssen. Die militärischen Hilfsdienste für Washington umschreibt Köhler so: "Die Bundeswehr hilft weltweit, den Frieden zu sichern und die Menschenrechte durchzusetzen." Moral der Pharisäer Dass dem deutschen Volk die direkte Demokratie vorenthalten wird und auch der EU-Beitritt der Türkei, Rumäniens und Bulgariens gegen den in vielen Umfragen erklärten Willen einer großen Mehrheit durchgesetzt werden soll, ist bei uns schon Normalität. Dass der rasch voranschreitende Zusammenbruch der deutschen Wirtschaft und das unerträgliche Übermaß an Alleinschuldbekenntnissen durch Geburtenarmut das Aussterben unseres Volkes vorantreiben, wird die Moral der Pharisäer kaum berühren. Das atemberaubende Übermaß an charakterloser Niedertracht in der antideutschen Politik Herrschender ist freilich fast eine Garantie für die rasch eintretende Normalisierung in unserem Vaterland. Denn das deutsche Volk ist ungeachtet aller Umerziehung ganz und gar normal geblieben.
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