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9. Juni
2004
Gen-Forschung widerlegt
linken Gleichheitswahn:
Rückkehr
der Rassenkunde
Von Karl
Richter
Die größten Wahrheiten,
schrieb Nietzsche einmal, kommen auf Taubenfüßen
daher. Offenbar ist es wieder einmal so weit. In den
Forschungslabors der Gentechniker und Biologen kündigt
sich eine Revolution unseres Menschenbildes an. Aber das
künftige Menschenbild ist eigentlich ein uraltes. Es
wurde nur von Ideologen, Ignoranten und falschen
Menschheitsbeglückern jahrzehntelang weggedrückt.
Jetzt meldet sich die Wahrheit zurück, sickert als
banale Einsicht in die Feuilletons und ins öffentliche
Bewußtsein. Die simple Botschaft lautet: Die Menschen
sind nicht gleich. Sie unterscheiden sich in ihrem
Äußeren wie in ihren Anlagen, und das von der
ersten Zellteilung im Mutterleib an.
Generationenlang bemühten sich
die Propheten eines vermeintlichen Fortschritts, die
genetische Vielfalt zu leugnen, kleinzureden und in absurden
Sozialexperimenten wegzudiskutieren. Eines davon war der
Kommunismus. Er lehrte die große Gleichheit und die
beliebige Erziehbarkeit des Menschen. Eine irrige,
lebensferne Annahme, deren Verwirklichung Hekatomben an
Opfern forderte, Millionen Verhungerter, Erschossener,
Verelendeter. Wer sich widersetzte, auf den warteten als
äußerste Konsequenz der egalitären Lüge
Gulag und Genickschuß.
Wiederentdeckung der
Unterschiede
Aber auch im Westen wütete der
Wahn, machte sich verdächtig, wer auf genetischer
Mitgift und angeborenen Unterschieden beharrte.
Wissenschaftler wie der in Berlin geborene
deutsch-jüdische Psychologe Hans-Jürgen Eysenck,
der sich mit seinen Recherchen auf dem Gebiet der
IQ-Forschung international einen Namen machte, wurden im
linksliberalen Klima der sechziger und siebziger Jahre
mitunter wie Unberührbare behandelt. Gleichzeitig wurde
die Gesamtschule als
Inbegriff "fortschrittlicher" Bildungspolitik gefeiert. Erst
heute spricht sich - viel zu spät - herum, daß
"reformierte", nach unten nivellierte Lehrpläne keine
Gewähr für Erfolg und gerechtere Berufschancen
sind, sondern allenfalls für Leistungsverlust und
Analphabetismus.
Manches spricht dafür,
daß sich der Irrsinn von selbst wieder "ausmendelt".
Ausgerechnet die SPD macht sich heute für
Elite-Universitäten stark - die es nicht brauchte, wenn
nur die bestehenden Hochschulen ordentlich geführt
würden. Doch der entscheidende Schlag gegen altlinke
Irrtümer kommt aus einer anderen Ecke. Seitdem
Gentechnik und Biotechnologie als lukrative
Zukunftsmärkte ausgemacht sind, überraschen
Biologen die Öffentlichkeit immer häufiger mit
sensationellen Entdeckungen. Die Entschlüsselung des
menschlichen Genoms, zweifellos eine Jahrhundertleistung der
Wissenschaft, ist noch kaum verdaut, da sorgen schon erste
Klon-Experimente am Menschen für Schlagzeilen.
Eine selbstverständliche
"Arbeitsgrundlage" der Disziplin, vielleicht die
entscheidendste, wird bei alledem eher verschämt zur
Kenntnis genommen: daß menschliches Leben zum
allergrößten Teil genetisch determiniert ist,
oder einfacher: zu dem, was er ist, wird der Mensch durch
seine Erbanlagen. Und die sind ziemlich
unterschiedlich.
Eine Einsicht, die für die
Propagandisten der großen Gleichheit einen Tabubruch
darstellt. Aber schon kommen aus den Forschungslaboren der
Genetiker die nächsten Hiobsbotschaften: Nicht nur die
Individuen unterscheiden sich durch ihren genetischen Code,
sondern auch ethnische Gruppen - etwas, das es nach Ansicht
politisch korrekter Gutmenschen überhaupt nicht gibt.
Doch, sagen Mediziner: Schwarze erkranken zum Beispiel viel
häufiger an Brust- und Prostatakrebs als Weiße.
Afrikaner und Asiaten leiden ungleich häufiger als
Europäer an Sichelzellenanämie, einer schweren
Form von Blutarmut. 30 bis 40 Prozent aller Asiaten haben
ein mutiertes Leberenzym und können deshalb
Arzneimittel nicht so gut abbauen. Asiaten fehlt häufig
auch das Enzym Lactase, weshalb ihr Körper Milch nicht
verträgt. Und aschkenasische Juden leiden
überproportional häufig an der
Stoffwechselkrankheit Nebennierenrindenhyperplasie sowie am
Gaucher-Syndrom, einer Fettstoffwechselkrankheit.
Der jüngste Fortschritt:
Ethno-Medizin
Unter Medizinern waren solche
ethnisch bedingten Unterschiede noch nie ein Geheimnis. Nur
offiziell gab es sie sozusagen nicht. Damit ist jetzt, der
Genmedizin sei Dank, wohl Schluß. Schon macht unter
Pharma-Herstellern das Wort von der "Ethno-Arznei" die
Runde. Dabei geht es um die Entwicklung medizinischer
Präparate, die speziell auf eine bestimmte ethnische
Konstitution abgestimmt sind. Auch dieser Ansatz ist alles
andere als neu. Bereits für die uralte indische
Ayurveda-Medizin galt es als ausgemacht, daß bestimmte
Stoffe wie Nahrungs- oder Heilmittel auf verschiedene
Konstitutionstypen ganz unterschiedlich wirken. Ayurveda
spielt heute im Wellness-Angebot der Industriegesellschaften
eine große Rolle. Und weil Fernöstliches immer
zieht, käme auch niemand auf die Idee, in
Ayurveda-Kuren für ausgepowerte Großstädter
einen Akt von "Rassismus" zu sehen.
Auch bei der "Ethno-Arznei" ist der
Markt vorhanden - und mit der modernen Gentechnologie
erstmals auch eine wissenschaftliche Disziplin, die in der
Lage ist, die offenkundigen Rassenunterschiede unter den
Menschen in operable Anwendungsmöglichkeiten - in
diesem Fall in neuartige Heilmittel - umzusetzen. Hätte
es tatsächlich noch eines Beweises für die
Existenz der menschlichen Rassen bedurft, die Ethno-Medizin
hätte ihn nun erbracht.
In den USA, wo man mit vielen Tabus
unbefangener umgeht als hierzulande, ist man schon einen
guten Schritt weiter. Dort vergab die
Arzneimittelbehörde FDA erstmals eine Genehmigung, ein
medizinisches Präparat ausschließlich an
Schwarzen zu erproben. Es handelt sich um ein Erzeugnis der
Firma NitroMed, das sich die Tatsache zunutze macht,
daß Afroamerikanern im Gegensatz zu ihren weißen
Mitbürgern die körpereigene Substanz
Stickstoffmonoxid fehlt. Schwarze Amerikaner sterben deshalb
viel häufiger am Herztod als weiße. Die
Betroffenen, die sich in der Vergangenheit häufig als
Opfer "rassistischer" Sonderbehandlung sahen, ziehen diesmal
begeistert mit und unterstützen die Studie: "im Namen
der Wissenschaft", wie Waine Kong betont, Sprecher der
"Vereinigung der schwarzen Kardiologen" in den
USA.
"Wieder das Rasse-Konzept
einführen"
Noch ein anderes Projekt stellt
ausschließlich auf Angehörige der schwarzen
Bevölkerung in den Vereinigten Staaten ab: ein Programm
unter dem Arbeitstitel "Genomforschung in der afrikanischen
Diaspora", veranstaltet von der Howard University in
Washington. Dabei werden in den nächsten vier Jahren
DNA-Proben von 25 000 Afroamerikanern zusammengetragen und
auf ihre Besonderheiten untersucht. Auch bei diesem Projekt
steht die Frage im Hintergrund: Was macht Schwarze zu
Schwarzen? Erstmals wird die Antwort nicht in sozialer
Benachteiligung oder schwammigen "Milieu"-Faktoren gesucht,
sondern im Erbgut.
Wo auch sonst? Der in Toronto
lehrende Chirurgie-Professor Abdallah Daar, der an der
dortigen Universität auch die Abteilung für
Angewandte Ethik leitet, formuliert es provokanter: "Wir
sollten das Konzept der Rasse wieder in Wissenschaft und
Medizin einführen", forderte er unlängst
unverblümt auf einem Fachkongreß in Berlin. Wie
Daars Forscherkollegen darauf reagierten, ist nicht bekannt.
Zumindest einigen deutschen dürften die
Gesichtszüge eingefroren sein, schließlich ist
"Rasse" eines der schlimmsten deutschen Unwörter
überhaupt. Allerdings läßt sich der
Reflexbogen Rasse = Selektion = Auschwitz nur an deutschen
Nervenbahnen beobachten.
Hoffnungsfroh stimmt, daß
nichtdeutschen Wissenschaftlern solche Denksperren relativ
egal sind, und das um so mehr, je eindeutiger die Befunde
der Biologie sind. Man muß sie nur zur Kenntnis
nehmen. "Es ist sehr töricht, farbenblind zu sein",
sagt beispielsweise Jerome Rotter vom Cedars-Sinai Medical
Center in Los Angeles, "zumal sich ethnische Gruppen nun
einmal in ihren Genen unterscheiden". Rotter ist Genetiker
und hat damit begonnen, das Erbmaterial von 2700
US-Bürgern systematisch zu untersuchen und dabei die
ethnisch, sprich: rassisch signifikanten Unterschiede
festzuhalten. Auch ihn fasziniert die Idee der
"Ethno-Arznei", weshalb er Ärzten wärmstens
empfiehlt, bei der Behandlung das genetische Profil eines
Patienten zu berücksichtigen: "So etwas nennt man gute
Medizin."
Noch zieren sich alle, das böse
Wort "Rasse" in den Mund zu nehmen, doch die Sache selbst
ist längst und ohne viel Aufhebens wieder präsent.
Der "Spiegel" zeigte in einer seiner letzten Ausgaben (Nr.
17/2004) eine Europakarte, die "anhand der Analyse von
Y-Chromosomen" die genetischen "Verwandtschaftsgruppen in
Europa" zeigt. Das mag richtig sein. Tatsache ist aber auch,
daß sich eine ganz ähnliche Karte in einem
frühen Standardwerk zum Thema findet und eine
"Darstellung der Gebiete stärksten Vorwiegens einzelner
Rassen" gibt. Bei dem Werk handelt es sich um die
"Rassenkunde Europas" aus der Feder von Hans F.K.
Günther, erschienen 1926 bei J.F. Lehmann in
München.
Historiker und "seriöse"
Biologen sind sich heute einig: Günther und seine
Zunftkollegen hätten mit ihren seinerzeit
weitverbreiteten Vorstellungen dazu beigetragen, der
Rassenpolitik des Dritten Reiches den Weg zu ebnen. Doch
auch in diesem Fall wird das Kind mit dem Bade
ausgeschüttet und vor lauter
Vergangenheitsbewältigung übersehen, daß man
Rassenkunde als wissenschaftliche Disziplin sehr wohl mit
empirischen und statistischen Methoden betreiben kann. Das
wurde sie im übrigen nicht nur in Deutschland, sondern
beispielsweise auch in den Vereinigten Staaten, wo
praktizierende Rassenkundler lange vor dem Dritten Reich
rabiate Sozialhygiene betrieben und wo es Jahrzehnte vor
Hitlers Machtergreifung die ersten Eugenik-Gesetze
gab.
Polizei arbeitet mit
"Gen-Atlas"
Auch hierzulande ist die Rassenkunde
auf dem besten Wege, wieder salonfähig und praktikabel
zu werden. Lutz Roewer vom Institut für Rechtsmedizin
an der Berliner Charité hat zusammen mit Kollegen von
86 weiteren Instituten in den letzten Jahren die
Genom-Informationen von knapp 23 000 Männern aus 200
europäischen Bevölkerungen erfaßt und aus
ihnen eine einzigartige Karte erstellt. Schon vor Jahren
machte Roewer die Beobachtung, daß sich anhand eines
bestimmten Musters auf dem Y-Chromosom Männer gleicher
Hautfarbe identifizieren lassen.
Aber Roewers Europakarte kann noch
mehr: Sie läßt anhand der genetischen
Verwandtschaftsgrade Wanderungsbewegungen, Besonderheiten
der Besiedlung und erbbiologische Großlandschaften
erkennen - eine moderne "Rassenkunde Europas". Sogar die
Polizei arbeitet bereits mit der hochbrisanten Datenbank.
Die Beamten müssen nur den fraglichen
Chromosomen-Abschnitt aus dem Erbmaterial eines Gesuchten
identifizieren und das Ergebnis in die öffentlich
zugängliche Datenbank eintippen, die unter www.ystr.org
im Internet zur Verfügung steht. Sofort erscheint eine
Weltkarte, auf der rote Punkte Vorkommen und Häufigkeit
des gesuchten Genmusters anzeigen. So wissen die Fahnder in
Sekundenschnelle, ob ihr Verdächtiger aus Niederbayern,
Nigeria oder der Ukraine stammt. Heinrich Himmler, der
bekanntlich nicht nur Reichsführer SS, sondern ab 1936
auch Chef der deutschen Polizei war, hätte an der
Ethno-Fahndungskarte des Lutz Roewer seine helle Freude
gehabt.
Der Fall zeigt, daß richtige
Erkenntnisse auf Dauer nicht totzuschweigen sind. Man kann
getrost auf die nächsten Einsichten der Genforscher
warten: daß nicht nur Körpergröße,
Hautfarbe und Krankheitsdispositionen erbbedingt sind,
sondern auch Intelligenz, Begabungsprofile und seelische
Eigenschaften. Eigentlich eine Binsenweisheit. Es ist
schließlich nicht einzusehen, warum sich nur
äußere Merkmale, nicht aber innere im genetischen
Code niederschlagen sollten. Die IQ-Forschung hat dazu in
den zurückliegenden Jahrzehnten viele wichtige
Erkenntnisse beigesteuert. Auch sie waren lange tabuisiert
und finden im Licht der modernen Genetik nicht nur eine
unerwartete Bestätigung, sondern auch die verdiente
Verbreitung. Der renommierte Berkeley-Anthropologe Vincent
Sarichs etwa veröffentlichte jüngst ein Buch
über die "Realität der menschlichen Unterschiede".
Schwarzafrikaner, ist dort zu lesen, verfügten
über einen durchschnittlichen Intelligenzquotienten von
70.
Lebensrichtiges
Weltbild
Die Diskussion über eine
zeitgemäße Rassenkunde, pardon: eine
wissenschaftlich fundierte Bio-Ethnologie, hat gerade erst
begonnen. Auch in dieser Forschungsdisziplin wird der
Erkenntnisfortschritt früher oder später Tabus zum
Einsturz bringen und einem lebensrichtigen Welt- und
Menschenbild zum Durchbruch verhelfen. Der Wahn von der
großen Gleichheit, Versuchung der abendländischen
Menschheit spätestens seit 1789, kommt an sein Ende.
Die Chance bietet sich, einen der verhängnisvollsten
Irrtümer der Geschichte endgültig abzutun. Niemals
seit Anbeginn unserer Stammesgeschichte war "gleich", was
Menschenantlitz trug. Das Geheimnis der Schöpfung
einschließlich unseres eigenen Daseins ist ihre
unerschöpfliche Vielgestaltigkeit, die Myriaden
Unterschiede, Abstufungen und Ungleichheiten. Gesunder
Menschenverstand wußte zu allen Zeiten darum, war
stets um Hegung des Reichtums, um Bewahrung des
Einzigartigen bemüht. Artenschutz ist nur ein
neuzeitliches Wort.
Völker, heißt es, sind
Gedanken Gottes. Die moderne Naturwissenschaft drückt
es nüchterner aus und spricht vom "Gen-Pool", der
Gesamtheit der Erbinformationen einer Population. Jeder
Gen-Pool ist das Ergebnis generationenlanger,
Jahrhunderttausende währender Anpassungs- und
Ausleseprozesse, und jeder Gen-Pool ist einzigartig. Man mag
von "Rasse" sprechen oder auch nicht. Die Natur macht um den
Begriff kein Aufhebens, um die Sache sehr wohl.
Quelle: Nation &
Europa
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