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| KONTAKT Reformation und
Zeitgeist Von Hans
Püschel Ja, wie war es denn eigentlich
damals? War nun die Reformation eine Anpassung oder
Modernisierung der Kirche an den damaligen Zeitgeist oder
umgekehrt, eine Rückführung des Glaubens wieder an
seine Wurzeln, sprich den Geist des Neuen Testamentes? Zu
solchen Überlegungen kommt man unwillkürlich, wenn
man bald 500 Jahre nach Martin Luthers spektakulären
Proklamationen, seien sie nun an der Kirchentür oder
von Kanzel oder Lehrstuhl herab verkündet worden, Lehre
und Verhaltensweisen unserer evangelischen Kirchen heute
betrachtet. "Von der Freiheit eines Christenmenschen" -
fällt mir da ein, wenn ich an Luther denke. Allweil herrscht offizieller Jubel
und evangelischer Beifall über unsere neue
Staatsdoktrin, daß der Islam zu Deutschland bzw.
Europa gehört oder daß die abendländische
Kultur auf jüdischen Traditionen beruht. Ich bin mir
ziemlich sicher, unser wehrhafter Reformator hätte
nicht nur mit dem Tintenfaß nach den Verfassern
derartigen antichristlichen Teufelszeuges geworfen, sondern
hätte - wie weiland Christus den Tempel - ganz
handgreiflich und derb - wie es so urdeutsche Art war -
seine Kirche mit dem eisernen Besen ausgekehrt. Mitsamt
aller Multikulti-Märkte der Möglichkeiten und
selbsterfahrenden Beliebigkeiten, wie sie nicht nur auf dem
Kirchentag zu Dresden zu erfahren waren. Da bräuchte
niemand Halloween, Abseilen vom Kirchturm oder Schickimicki
machen. Er hätte alle diese Roß- und
Volkstäuscher und -verführer nur in seiner
schwarzen einfachen Kutte ganz ohne Gruselmaske das
Fürchten gelehrt. Davor - das Wort Gottes und seine
Kirche noch zur Hure eines verkommenen und manipulierenden
Staats- und Gesellschaftswesens zu machen, wo alles und alle
nur noch dem Götzen Wallstreet dienen und zu
Füßen liegen. Zehntausendfache jährlich
Tötung ungeborenen Lebens im reichen aber aussterbenden
Deutschland, Hundertausende Tote und Verletzte durch
Bombardements und Kriege in aller Welt durch deutsches
Militär und deutsches Geld, damit verbundene
Vernichtung christlichen Lebens in den betroffenen
Ländern, Überlastung und Auslöschung
Deutschlands durch Überflutung mit Schwules und lesbisches Leben im
Pfarrhaus; Erziehung zu Genderismus - will sagen sexueller
Beliebigkeit und Wechselfähigkeit aller Menschen;
beliebige Scheidung und Patchwork im Leben und in der
Familie - will sagen unbedingte und damit zwangsläufig
rücksichtslose Selbstverwirklichung sind angesagt!
Wo bleiben da die einfachen, natürlichen und
grundlegenden, seit Jahrtausenden gültigen Vorgaben der
Heiligen Schrift, welche auch eben solange ihre
Sinnhaftigkeit für das menschliche Zusammenleben
bewiesen haben? Sind sie nicht mehr passend für
unser modernes Leben? Sind sie gegen den Zeitgeist? Sind sie
eher hinderlich für unseren Egotripp? Muß man
nicht sogar im Gegenteil alle diese Wort- und
Lebensbrüche bis hin zum Saufgelage absolviert haben,
um gar in unserer Kirche zu Ehren, Anerkennung und Karriere
zu kommen? Damit sich dort oben das richtige Wohlfühl-
und Kuschelklima einstellt, um das wegbleibende,
aussterbende und verständnislos zuschauende Kirchenvolk
nicht mehr wahrnehmen zu müssen? Oh, ich ich bin mir ziemlich sicher,
Er hätte erneut versucht, wider den Zeitgeist zu ziehen
und zu wettern, mit dem Finger auf seine Deutsch
geschriebene Bibel gewiesen und jede Menge Thesen gegen all
diese Verirrungen und Verbrechen am Glauben und am Volk ans
Kirchenbrett genagelt, auf seiner Webseite geschrieben und
von der Kanzel gepredigt. Und ich bin mir auch ziemlich
sicher, daß ihn seine Kirche auch wieder ganz schnell
verstoßen und exkommuniziert hätte. Und die
Reichsacht hätte er wohl auch wieder verhängt
bekommen - wie damals vor 500 Jahren, weil die Gesinnungs-,
Meinungs- und Staatsraisonparagraphen noch
ausführlicher festgeschrieben sind, allerdings nicht
mehr monarchisch sondern ganz demokratisch, denn seine
kraftvolle und direkte Art zu reden und zu schreiben
über bestimmte angeblich auserwählte Volksgruppen
und vorgeschriebene Tatsachen hätte garantiert den Zorn
der Zensoren heraufbeschworen. Und das Ganze natürlich
durch ein ordentliches Gericht im Namen des Volkes, der
Kaiserin. Allerdings hätte ihn diesmal wohl kein
Landesfürst in Schutzhaft nehmen können vor den
Häschern. Er hätte seine Strafe wie all die
anderen Meinungsverbrecher in Deutschland bis zum letzten
Tage absitzen müssen. Leider - bin ich mir aber auch fast
sicher, daß er es dieses Mal bedeutend schwerer haben
würde, eine erneute Reformation in Gang zu setzen gegen
diese geschlossene, durchgeplante und allumfassende Phalanx
des Zeitgeistes, dieser verlogenen und intolleranten, gegen
das deutsche Volk gerichteten Moderne. Aber garantiert
hätte er noch zumindestens sein Apfelbäumchen
gepflanzt, als Zeichen seines unerschütterlichen
Gottvertrauens, ehe er zum Einsitzen gegangen
wäre!
möglichst
vielen und von weit hergeholten kulturfremden und
ungebildeten Völkerschaften - dagegen gibt es weder die
harsche Kanzelrede noch viel weniger die bunten Wimpel- und
Lichterketten. "Schaut den Leuten auf's Maul!" -
hätte er gerufen - dann wißt Ihr, wie die
darüber denken. Nein, wenn es die kirchlichen
bunten Ketten und Sitzblockaden gibt, wenn der Pfarrer aus
dem Lautsprecherwagen heraus die militanten Fußtruppen
dirigiert und anpeitscht, dann nur, wenn es gegen diejenigen
gilt, zu Felde zu ziehen, die genau diese Verbrechen
lautstark und immer wieder anprangern!
Quelle: Hans
Püschel