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1. Februar
2008
Der Bombenterror gegen
Deutschland
Durch die sorgsam geplante und
rücksichtslos durchgeführte Inbrandsetzung
deutscher Wohnviertel und Innenstädte durch
Engländer und Amerikaner wurden viele Hunderttausende
Deutscher, vor allem Frauen, Greise und Kinder, verwundete
Soldaten in den Heimatlazaretten, erschlagen, verbrannt,
erstickt oder durch zerrissene Wasserrohre in den
Luftschutzkellern und Häusern ertränkt.
Für die meisten war es ein
langsames, qualvolles Sterben. Über die Zahl der
Deutschen, die diesem alliierten
Massenvernichtungsunternehmen zum Opfer fielen, gibt es
keine historisch einwandfreie Angabe. Zehntausende Familien
wurden buchstäblich mit Urahne, Ahne, Mutter und Kind
ausgerottet, so daß niemand mehr Nachforschungen nach
ihrem Verbleib anstellen konnte. Gar nicht zu reden von
Verwundetenzügen, Truppentransportern, Kindergruppen,
die in Versorgungslager und Heime fuhren, Fremdarbeitern.
Gefangenen, Reisenden, die vom Bombensturm erfaßt und
mit auf den deutschen Scheiterhaufen verbrannt wurden. Dazu
kommt, daß in vielen Städten und Ortschaften die
Meldekarteien mit vernichtet wurden und deshalb über
die Bewohner gar keine Unterlagen mehr vorhanden waren. Ein
Großteil der Leichen konnte oftmals nicht mehr
aufgefunden werden: Sie waren verglüht oder aus der
eingeebneten Tiefe nicht zu bergen.
Die Verluste von Dresden allein
betrugen über 300.000 Menschen. Die Züricher
Zeitung "Die Tat" bezifferte die Toten der alliierten
Flächenbombardierungen in Deutschland am 19. Januar
1955 mit 2,050.000. Man pflegt, wenn dieses traurige Kapitel
der Menschheitsgeschichte zur Sprache kommt, ebenso
heuchlerisch wie auch historisch falsch zu erklären:
Dies sei das Strafgericht für die Angriffe der
deutschen Luftwaffe auf England. Coventry habe all das
ausgelöst!
Das ist unrichtig. Die Wahrheit ist
anders: England begann seinen Angriff auf deutsche
Wohnviertel in der Nacht vom 10. zum 11. Mai 1940 auf
Mönchengladbach. Am 4. September erklärte
Reichskanzler Adolf Hitler: "Während die deutschen
Flieger Tag für Tag über englischem Boden sind,
kommt ein Engländer bei Tageslicht überhaupt kaum
über die Nordsee herüber. Darum kommen sie in der
Nacht und werfen ihre Bomben wahllos und planlos auf zivile
Wohnviertel, auf Bauernhöfe und Dörfer... Ich habe
das drei Monate lang nicht beantworten lassen, in der
Meinung, sie würden diesen Unfug einstellen. Herr
Churchill sah darin ein Zeichen unserer Schwäche. Sie
werden es verstehen, wenn wir jetzt Nacht für Nacht die
Antwort geben, und zwar in steigendem
Maße."
Erst am 7. September 1940, nachdem
Churchill wiederholt Berlin hatte angreifen lassen, begann
Deutschland zurückzuschlagen und griff Coventry an -
eine Stadt, in der die Flugzeug- und Flugzeugmotorenfabriken
das ausdrückliche Angriffsziel waren. Die erste
Angriffswelle aber warf neuartige Brandbomben ab - im
dichten Rauch bombardierten die nachfolgenden Flieger die
Stadt in Brand und 568 Menschen starben.
Selbst wenn man von der
"Strafgerichtsthese" ausgeht, wäre das zweifelhafte
Recht der Gegenwehr mit gleichen Mitteln weit überzogen
worden. In Deutschland starben bis zum Kriegsende jeden Tag
mehr als doppelt soviele Menschen wie in Coventry
getötet worden waren - vier lange Jahre
lang.
Alle Kriegführenden hatten sich
bis zum 10. Mai 1940 streng an die Regel gehalten, keine
freien Städte und keine Zivilbevölkerung
anzugreifen. An diesem Tage aber übernahm in London Sir
Winston Churchill die britische Regierung. Noch in derselben
Nacht begann - erstmalig in der Geschichte - der Luftangriff
gegen die Zivilbevölkerung.
Bereits 1928 schrieb der britische
Stabschef der "Royal Air Force", Sie Hugh Trenchard in einem
Memorandum: "Ziel der Luftwaffe ist es, den feindlichen
Widerstand mit jenen Mitteln zu brechen, die am ehesten dazu
geeignet sind, ein schnelles Ende herbei zu führen."
Dabei müsse die "feindliche Fliegerabwehr durchbrochen"
werden, "um die Bevölkerungszentren direkt angreifen zu
können".
Die Perfektion dieses Massenmordes
aus der Luft ist einem Herrn Lindemann, Berater Churchills
in allen Fragen der Luftkriegführung, zu verdanken. Er
stellte die These auf, daß der Bombenkrieg gegen die
deutsche Zivilbevölkerung den Sieg der Alliierten
herbeiführen würde.
Anfang 1942 forderte der feine Herr
Lindemann, der unterdessen in England "Lord Cherwell"
geworden war, vom britischen Kabinett in einem Memorandum
die Verschärfung des Bombenkrieges gegen Deutschland
nach folgenden Grundsätzen: "Die Bombenangriffe
müssen gegen die Häuser der deutschen
Arbeiterklasse gerichtet werden. Wenn sich die
Bombenoffensive gegen die Wohnhäuser der deutschen
Zivilbevölkerung richtet, dann sollte es möglich
sein, in sämtlichen Städten mit mehr als 50.000
Einwohnern die Hälfte aller Häuser zu
zerstören." Am 14. Februar 1942 billigte die britische
Regierung unter dem Vorsitz Churchills ausdrücklich
dieses Vorhaben. Als erste Maßnahme löste Winston
Churchill den bisherigen Oberbefehlshaber der britischen
Bombengeschwader ab und betraute damit Marschall Arthur
Harris.
Dieser erhielt den Geheimbefehl des
Luftwaffenstabes: "Es ist beschlossen worden, daß Ihr
Hauptangriffsziel von nun an die Moral der feindlichen
Zivilbevölkerung, vor allem der Arbeiterschaft sein
soll!" Marschall Harris ging unverzüglich ans Werk. Das
erste Opfer, das er auswählte, war Lübeck, das in
der Nacht des 28. März 1942 mit 243 Bombern angegriffen
wurde. Rostock kam am 24. April dran. 1765 Häuser
wurden vernichtet, mehr als die Hälfte der Altstadt
zerstört. In der Nacht vom 30. zum 31. Mai 1942 flogen
900 Bomber gegen Köln.
Bevor die Maschinen mit ihrer
todbringenden Last abflogen, sandte der Oberbefehlshaber der
Royal Airforce, Marschall Sir Charles Portal, eine
Aktennotiz an Marschall Harris: "Ich hoffe, es ist klar,
daß die Angriffspunkte die Wohngebiete sein sollen . .
." Bei diesem Angriff wurden 19.370 Wohnungen zerstört,
469 Menschen getötet, 5027 verletzt. Bomber-Marschall
Harris versicherte kaltlächelnd: "Was Deutschland in
der Vergangenheit zu spüren bekommen hat, war nur
Hühnerfutter im Vergleich zu dem, was es nun bekommen
wird!" So wurde eine Stadt nach der anderen angeschlagen
oder ausradiert.
Bis zum 31.12.1941 fielen 25 bis
1.000 Tonnen Bomben auf:
Emden, Bremerhaven, Vegesack, Wilhelmshaven, Cuxhaven,
Flensburg, Lübeck, Wismar, Warnemünde, Rostock,
Stettin, Osnabrück, Münster, Wesel, Sterkrade,
Bottrop, Homberg, Emmerich, Krefeld, M.-Gladbach,
Essen,Wanne-Eickel, Gelsenkirchen, Schwerte, Dortmund,
Lünen, Kamen, Aachen, Bonn, Mülheim, Koblenz,
Frankfurt, Karlsruhe, Stuttgart, München,
Nürnberg, Kassel, Paderborn, Soest, Braunschweig,
Magdeburg, Merseburg;
1.000 bis 3.000 Tonnen auf:
Duisburg, Mannheim, Hannover, Bremen, Kiel, Hamburg,
Berlin und über 3.000 Tonnen auf Köln!
In der Zeit vom 1.1.1942 bis
31.12.1943 50 bis 5.000 Tonnen auf:
M.-Gladbach, Krefeld, Oberhausen, Bochum, Dortmund,
Hagen, Wuppertal, Remscheid, Leverkusen, Mülheim, Bonn,
Münster, Osnabrück, Emden, Wilhelmshaven,
Cuxhaven, Vegesack, Kiel, Lübeck, Rostock,
Warnemünde, Stettin, Braunschweig, Münster,
Kassel, Leipzig, Mainz, Darmstadt, Saarbrücken,
Karlsruhe, Friedrichshafen, Ulm, München,
Pilsen.
5.000 bis 10.000 Tonnen auf:
Düsseldorf, Duisburg, Hannover, Bremen, Frankfurt,
Nürnberg,Mannheim.
10.000 bis 22000 Tonnen auf:
Köln, Essen, Hamburg, Berlin.
In der Zeit vom 1.1.1944 bis
5.5.1945 2.000 bis 5.000 Tonnen auf:
Cleve, Wesel, Bottrop, Oberhausen, Homberg, M.-Gladbach,
Neuss, Düren, Bonn, Castrop-Rauxel, Hagen,
Münster, Osnabrück, Wangerooge, Helgoland,
Wilhelmshaven, Harburg, Nordhausen, Leuna, Leipzig, Dresden,
Bohlen, Chemnitz, Stettin, Magdeburg, Saarbrücken,
München.
5.000 bis 10.000 Tonnen auf:
Düsseldorf, Neuss, Homberg, Wanne-Eickel,
Frankfurt, Mannheim, Nürnberg, Bremen, Hannover,
Braunschweig, Hamburg, Merseburg.
10.000 bis 23.000 Tonnen auf:
Köln, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Dortmund,
Kiel, Berlin, Stuttgart, Pforzheim.
Vom 13. zum 14. Februar 1945, wurde
der Scheiterhaufen in Dresden aufgerichtet. Was hier
geschah, ist unbeschreiblich. In dieser Stadt, in der sich
Hunderttausende von Flüchtlingen mit Pferd und Wagen
drängten, in der Zehntausende verwundeter Frontsoldaten
in den Lazaretten untergebracht waren und tausende Rote
Kreuze auf weißen Laken zum Himmel ragten, hat sich
die alliierte Grausamkeit selbst übertroffen. Sieben
Tage und sieben Nächte brannte die Stadt.
Quelle: Lausitz
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