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China als Retter Europas? Von Dr. Claus Nordbruch "China reicht Griechenland helfende Hand", schlagzeilte unlängst das Handelsblatt, das globalistische Humanitätsideal suggerierend. "Reiches China will klammen Griechen helfen", legte Die Welt etwas unbeholfen nach und der Wiener Presse zufolge "soll" China Griechenland gar "retten". Ungleich treffender war die Einschätzung im manager magazin. In seiner Oktober-Ausgabe hieß es weniger verzückt, dafür aber nüchterner, daß die Chinesen "in Griechenland einen neuen Brückenkopf für ihre Interessen in Europa" errichten. Und nicht nur das! Auch die arabische Halbinsel und Nordafrika sollen über Athen für China erschlossen werden. Vorrangig sei es für die Chinesen, zunächst den gesamten Mittelmeerraum zu sichern. In der Tat! Zu diesem weit weniger humanitär als vielmehr strategisch und geopolitisch motivierten Zweck beabsichtigen die Chinesen, Athen zu ihrem Einfallstor nach Europa machen. Nur deshalb "reichen" sie Griechenland, dem abgrundtief bankrotten, einst führenden Kulturträger Europas, ihre "helfende Hand". Bei ihrem gewaltigen Engagement im Hafen von Piräus belassen es die helfenden Chinesen freilich nicht. Sie wollen nicht weniger als den gesamten hellenischen Südostaußenposten Europas unter ihren Einfluß stellen. Längst wird insgeheim davon gesprochen, daß chinesische Unternehmen die marode griechische Eisenbahn OSE übernehmen und zahlreiche Umschlagbahnhöfe bauen wollen. Auf diese Weise könnte es den Chinesen gelingen, weite Teile Südost- und Mitteleuropas über Athen zu beliefern. Bislang laufen Schiffe aus Fernost nach ihrer Fahrt durch den Suez-Kanal noch vielfach Häfen in Ägypten oder auf Malta an, um von dort das südöstliche Mittelmeergebiet mit kleineren Schiffen zu versorgen. Diese Praxis könnte in Kürze fallen. Mit Athen als größtem Containerhafen der Region unter ihrer Kontrolle hätten die Chinesen einen Brückenkopf auf dem europäischen Kontinent, über den sie ihre gigantischen Exportströme noch effizienter als bisher abwickeln könnten. Damit ist der Expansionsdrang der Chinesen freilich nicht annähernd umschrieben worden. Eiskalt kalkulierend - und dabei freundlich lächelnd - nutzen sie die wirtschaftliche und politische Schwäche der Hellenen allumfassend aus. Als nächstes dürften massive Übernahmen im Tourismussektor bevorstehen. Derweil sind die in jeder Hinsicht bankrotten Griechen verzückt: "Anders als Engländer, Deutsche und Schweden haben die Chinesen Respekt vor uns und unserer Kultur", heißt es allen Ernstes im Forum der Zeitung Ta Nea unter der Überschrift "Lang lebe China". Mit ihrer klugen und ausgeklügelten Taktik haben die Chinesen bereits einen Fuß in der EU, wie der Analyst Per-Ola Hellgren von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) einräumt. Mittelfristig würden die Chinesen versuchen, auf die Politik der EU Einfluß zu nehmen - was angesichts der katastrophalen Politik in Brüssel nicht unbedingt negativ aufgefaßt werden muß. Eine Abschwächung der nunmehr erst in Angriff genommenen Vergrößerung der chinesischen Einflußsphäre ist nicht in Sicht. Im Gegenteil, China soll dem japanischen Wirtschaftsblatt Nikkei zufolge bereits in Kürze im Internationalen Währungsfonds (IWF) genauso viel Einfluß wie Japan erhalten. Die Aufstockung der chinesischen Quote auf dann sechs Prozent sei bereits bei der Reform des Fonds im Herbst geplant. Diese Aufstockung ist von enormer Bedeutung, da damit das Stimmrecht Chinas und der chinesische Einfluß auf die Politik des Fonds erhöht werden. Somit könnten hier künftig andere Akzente als bisher gesetzt werden - nicht unbedingt solche, die kongruent zu den Idealen des Globalismus stehen. Der Kampf um die Neue Weltordnung wird an allen Fronten ausgetragen. Somit verwundert es kaum, daß die westlichen, China lediglich als Samariter der Hellenen darstellenden Medien eine dramatische Entwicklung gänzlich außer acht lassen: Seit 2001 führt die Türkei jedes Jahr mit den Luftwaffen verbündeter NATO-Staaten gemeinsame Luftmanöver unter dem beflügelten Namen Anatolian Eagle durch. Vergangenen September hat sich die USA mit der bezeichnenden Begründung, die israelische Luftwaffe sei nicht zu den Manövern eingeladen worden, geweigert, an diesen teilzunehmen. Daraufhin hat die Türkei, die seit dem brutalem Überfall israelischer Soldaten auf den türkischen Hilfskonvoi Mavi Marmara - bei dem mindestens neun türkische Staatsbürger erschossen worden sind, ein Verbrechen, für das der Zionistenstaat einmal mehr keine Konsequenzen zu tragen hatte -, nicht mehr gut auf Israel zu sprechen ist, kurzerhand die Chinesen eingeladen, an den Luftkampfübungen über Anatolien teilzunehmen. Diese Einladung führte zu dem - bis jetzt! - einmaligen Vorgang, daß sich chinesische Kampfflugzeuge an der Grenze zu Europa bei NATO-Militärübungen beteiligt haben. Pikant sind darüber hinaus auch die Umstände, die diese Teilnahme praktisch erst ermöglicht haben, denn damit die chinesischen Maschinen (Su-27 Kampfjets) überhaupt in die Türkei fliegen konnten, hatte der Iran seinen Luftraum für die chinesische Luftwaffe geöffnet. In dieser hier nur grob umrissenen Entwicklung liegt ungeheures Potential! Ein Umstand, dem die Zionisten und Verfechter des Globalismus nicht freudig gegenüberstehen. Denn dies ist überdeutlich: Die wirtschaftlichen Machtverhältnisse verschieben sich aus dem Westen unaufhaltsam mehr und mehr nach Asien, vorrangig nach China. Die Hochgradfreimaurerei ist aber vorrangig nur in der westlichen Wertegesellschaft fest verwurzelt und dort maßgeblich tonangebend. In China haben die Macher der Einen Welt keinen Einfluß. Somit liegt im chinesischen Engagement - bei aller Kritik! - nicht zuletzt auch ein Funken Hoffnung. Und wenn dieser Funken nur auf der - keineswegs chinesischen - Weisheit beruht, daß der Feind meines Feindes mein Freund ist.
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