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Was braucht
Deutschland: Von Dr. Gerhard Frey In dem Massenblatt "Bild" des ganz und gar an Israels Interessen orientierten Springer-Konzerns findet sich folgende Empfehlung von Arno Hamburger: "Es gibt Situationen, in denen man das Herz in beide Hände nehmen muss, um zur Not auch durch eine kriegerische Handlung eine Lösung zu erzwingen, die den Tod vieler unschuldiger Menschen verhindern kann. Eine solche Situation war das jahrzehntelange Terror-Regime im Irak. Leider ist es bis jetzt nicht gelungen, die Wurzeln des Übels auszurotten. Nicht nur im Irak, auch in anderen Ländern des Nahen und Mittleren Ostens sind die Terroristen nach wie vor eifrig am Werk. Es gibt hier nur die Möglichkeit, dem Übel mit allen Mitteln zu begegnen, um weiteres Unheil von der Menschheit abzuwenden." Über den Autor lesen wir direkt unter seinem Aufsatz auf Seite 2 von "Bild": "Arno Hamburger ist Jude, floh im August 1939 vor den Nazis. 1945 kehrte er als englischer Soldat zurück, lebt seitdem in Nürnberg. Er ist seit 1972 für die SPD im Stadtrat und seit 32 Jahren Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde." Lügen-Rekord Was Hamburger und "Bild" außer Acht lassen, ist u.a. dies: Der Angriffskrieg auf den Irak und die Aggression in Afghanistan haben nicht "den Tod vieler unschuldiger Menschen" verhindert, sondern Zehntausenden das Leben gekostet. Dabei schreckten und schrecken die Regierung Bush, ihre Hintermänner und auch Helfer in den Medien vor keiner Lüge und Fälschung zurück: Sie haben wider besseres Wissen "Massenvernichtungswaffen", über die in extremem Übermaß die USA und Israel verfügen, hartnäckig dem Irak unterstellt, obgleich sie längst wussten, dass daran kein wahres Wort ist. Bush war mindestens fünf Wochen vor dem 11. September 2001 von den bevorstehenden El Kaida-Terroranschlägen unterrichtet, ohne Effektives zur Verhinderung zu unternehmen. Er wartete, bis der Tod Tausender eingetreten war, den er dann ausgerechnet dem El Kaida-Feind Saddam Hussein anlastete, um eine "Rechtfertigung" für den Überfall auf den Irak zu konstruieren. Der einstige "Garten Eden" war schon durch den Angriffskrieg des Bush sen. und das anschließende System rechtswidriger Sanktionen ausgehungert und verelendet. Bush sen. und jun. aber logen den ohnmächtigen Kleinstaat zur "militärischen Supermacht" hoch. Hamburger beklagt "das jahrzehntelange Terror-Regime im Irak" und dass es bis jetzt immer noch nicht gelungen sei, "die Wurzeln des Übels auszurotten". Die Pforten der Hölle geöffnet Möglicherweise hat Hamburger noch nie gehört von den bekannten US-Ausrottungsmethoden wie etwa der Auslöschung der rechtmäßigen Einwohner Amerikas, dem qualvollen Tod von Millionen Negersklaven, der Anhäufung von Kolonialverbrechen, von Massenmorden und Völkermorden in rascher Folge, Hamburg, Dortmund, Köln, Berlin, Dresden, Tokio, Hiroshima, Nagasaki, der Vergiftung Vietnams - um nur ganz wenige Untaten aus vielen Hunderten herauszugreifen. Und was die Auslöschung des "Terror-Regimes im Irak" anbelangt, so hat Bush wirklich die Pforten der Hölle geöffnet. Wie aber will Hamburger "die Wurzeln des Übels... nicht nur im Irak, auch in andern Ländern des Nahen und Mittleren Ostens ausrotten"? Er folgt hier offenbar den Thesen von Wolfowitz, Perle und anderen Drahtziehern im Weißen Haus, die rund 70 Länder zu "Schurkenstaaten" erklären, während führende jüdische Wissenschaftler wie etwa Prof. Noam Chomsky und Prof. Israel Shahak die USA als mit Abstand schlimmsten Schurkenstaat der Erde demaskieren. Zerstörung der arabischen Welt Merkwürdigerweise kommt in dem "Bild"-Aufsatz von Hamburger Israel überhaupt nicht vor, obgleich dessen Kriegspartei doch der weltweit einzige Nutznießer aus der Zerstörung der arabischen Welt und der Zerschlagung der Strukturen im Nahen und Mittleren Osten ist - jedenfalls, bis eine Revolution alles wegfegt. Unerwähnt lässt Hamburger auch, dass der sich steigernde Hass in der Dritten Welt gegen Israel und dessen Protektor (oder Protektorat?) USA in den schrecklichen Untaten an Palästinensern, Irakern, Afghanen und vielen weiteren Teilen der muslimischen Welt wurzelt. Was mit den wehrlosen Palästinensern gemacht wird, findet seitens Bush und seiner Camarilla nicht nur nicht einmal die Andeutung einer Ablehnung, sondern volle Unterstützung und alljährliche Finanzierung mit vielen Milliarden Dollar. Es liegt nicht in unserer Hand, die Welt zu bessern und zum Guten zu führen. Selbst das mächtige deutsche Kaiserreich und das im Verhältnis zur Bundesrepublik starke Großdeutsche Reich waren mit über Mitteleuropa hinausgehenden Aktionen überfordert. Heute die Bundeswehr unter Verzicht auf die Heimatverteidigung gegen die eindeutigen Bestimmungen des Grundgesetzes umzurüsten in Hilfstruppen für weltweite Einsätze zugunsten von US-Interessen, kann das Ende Deutschlands, möglicherweise sogar in einem Dritten Weltkrieg, herbeiführen. Wahnsinn weltweiter Einsätze In Afghanistan wurde vor eineinhalb Jahrhunderten die britische Kolonialarmee mit Ausnahme eines einzigen Überlebenden vernichtet. Selbst die Sowjetunion musste nach furchtbaren Opfern am Ende daraus lernen und geschlagen abziehen. Die heutigen Errungenschaften eines nach der Taliban-Herrschaft auf das Fünfzigfache gestiegenen Schlafmohn-Anbaus und einer ausufernden Korruption sind es wirklich nicht wert, dass die Bundeswehr am Khyber-Pass die Wacht für die "westliche Wertegemeinschaft" hält. Am Horn von Afrika haben wir ebenfalls absolut nichts zu suchen, wobei der Abzug sich durchaus in maßvollen Formen gestalten sollte und nicht so unwürdig wie bei der Flucht des Bundespräsidenten Rau aus Afrika. Aus dem Beraterkreis von Außenminister Fischer wird uns als weiteres Einsatzgebiet der Sudan empfohlen, dessen antiarabischer Süden mit Förderung Israels und der USA im Bürgerkrieg mit der sudanesischen Obrigkeit sich befindet, der Hunderttausende ungezählte Tote bisher mit sich brachte. Welche Interessen aber hat Deutschland ausgerechnet im Sudan? Bush bald am Ende? Washington will die Bundeswehr gütigerweise am Einsatz in dem zerfallenen Karibik-Staat Haiti beteiligen, evtl. nach dem Muster des Kosovo. Aber auch im Kosovo haben die heute 3.800 bundesdeutschen Soldaten im mörderischen Kampf zwischen Albanern und Serben nichts zum Guten bewegen können. Jene, die den Überfall auf Serbien zu verantworten haben, sind gefragt und nicht ausgerechnet Berlin. Bush, der vor gut einem Jahr die selbst gestellte Aufgabe einer "Befreiung" des Irak als erfüllt erklärte, muss heute zugeben, dass die Zahl der ums Leben gekommenen US-Soldaten seitdem sich vervielfacht hat und allein in den ersten beiden April-Wochen mehr als 70 beträgt. Bush kündigt an, er werde den Kampf gegen die "Verbrecherbanden" fortsetzen, bis die "Feinde der Demokratie" besiegt seien. Selbst wenn die amerikanischen Wähler kaum klüger sein dürften als die deutschen und zusätzliche "Wahrheitsdrogen" durch die Meinungsindustrie genießen, so sinken doch nach all dem, was er in Afghanistan und im Nahen Osten angerichtet hat, die Aussichten Bushs auf seine Wiederwahl. Bayern macht es möglich Das aber ist noch kein ausreichender Trost für die deutsche Politik. Die Bundeswehr hat außerhalb Mitteleuropas absolut nichts zu suchen und fremde Truppen wie andere gefährliche Ziele in Deutschland stellen eine tödliche Bedrohung für unser Volk dar. Auch in der mohammedanischen Welt ist wohl bekannt, dass Ramstein und Grafenwöhr zwei gigantische Drehscheiben für weltweite Aggressionen des Neokolonialismus darstellen. Den "Nürnberger Nachrichten" ist zu entnehmen: "Der Freistaat Bayern hat rund 50 Millionen Euro zusätzliche Haushaltsmittel bereitgestellt, um Planungs- und Baukosten für die 700 Millionen Euro-Investitionen der US-Armee in die militärischen Einrichtungen des Truppenübungsplatzes Grafenwöhr zwischenzufinanzieren. Auf dem Truppenübungsplatz in der nördlichen Oberpfalz sollen nicht nur neue militärische Anlagen für rund 700 Millionen Euro, sondern auch Wohnungen, Schulen und ein Einkaufszentrum für rund 300 Millionen Euro entstehen. Weil die US-Armee das Milliardenprojekt unter erheblichem Zeitdruck bis 2007/08 verwirklichen will, springt der Freistaat mit zusätzlichen Geldern ein: In den Nachtragsetats für 2003 und 2004 sind dafür zusätzliche 50 Millionen Euro reserviert. Dabei sind in den Ordentlichen Haushalten der beiden Jahre bereits über 90 Millionen Euro für die Vorhaben der US-Armee in Grafenwöhr, aber auch in Würzburg, Garmisch-Partenkirchen und Bamberg eingeplant." Dass Bayern bei der Aufrüstung Deutschlands gegen die muslimische Welt auch noch mitwirkt und dafür enorme Summen des deutschen Steuerzahlers aufwendet, ist der reine Wahnsinn und wird kommenden Generationen unseres Volkes unbegreiflich sein. Jüdische Zentren als Sicherheitsrisiko Eine ähnliche Situation - wie auch der verhinderte Anschlag auf das neue jüdische Zentrum in Budapest beweist - entwickelt sich im Hinblick auf die unter enormen Kosten entstehenden jüdischen Zentren von Berlin bis München in der Bundesrepublik. Dazu ist in "Die Welt" vom 13. April 2004 des Springer-Konzerns unter der Überschrift "Ist ein jüdisches Zentrum ein Sicherheitsrisiko?" über das in Leipzig geplante Zentrum zu lesen: "Einige Nachbarn stellen sich quer. Sie wollen den Um- und Ausbau des leer stehenden Hauses auf dem Klageweg verhindern. Ihr Einwand: Es wachse die Gefahr von Anschlägen, das jüdische Zentrum sei ein Risiko für die Sicherheitslage." Dagegen wendet sich Pastor Christian Wolff, der den Klägern vorwirft, sie würden sich "in einer trüben Tradition des Antisemitismus" bewegen. Die Argumentation, ein neu entstehendes jüdisches Zentrum werde die Sicherheitslage verschärfen, sei "skandalös". Gegen wen kämpft El Kaida? Demgegenüber schreibt der katholische Pfarrer von Pullenreuth, Dr. Zbginiew Waleszczuk, ein Pole, in "Der Neue Tag", Weiden vom 6. April 2004, man wolle den Eindruck erwecken, als ob christliche Ziele von den Muslimen gewählt würden. "Einige Taktiker dieses Krieges wollen es für propagandistische Zwecke gerne so darstellen. Tatsache ist jedoch, El Kaida kämpft gegen das Judentum und jene Länder, die die Politik Israels vorbehaltlos billigen, vor allem Amerika. Jeder, der sich mit den Tatsachen der Gegenwart beschäftigt, weiß, dass der Vatikan als Zentrum des Christentums ein viel höheres Ansehen in der islamischen Welt genießt als Europa oder Amerika. Nicht zuletzt deshalb, weil der Papst die richtigen Worte findet, um zum Beispiel Jassins Tötung durch Israel zu missbilligen." Der Vatikan habe, so Dr. Waleszczuk, in deutlicher Form die Tötung des Scheichs Jassin als "Akt der Gewalt, der in einem Rechtsstaat nicht zu rechtfertigen ist" missbilligt. Deutliche Worte habe der Papst auch gegen den Irak-Krieg und für die Unterstützung der begründeten Ansprüche des palästinensischen Volkes auf einen souveränen Staat gefunden. Fakten statt Hetzkampagne Dr. Zbginiew Waleszczuk weiter: "Es ist überhaupt unbegründet, von einem Kampf gegen das Christentum zu sprechen. Wenn wir über einen Kampf sprechen, so ist es, aus Sicht der anderen Seite, ein Kampf gegen Konsumismus, Materialismus, Ausbeutung und Ungerechtigkeiten, die den arabischen Völkern vom Westen angetan werden. Wenn ein Mensch, unabhängig davon, ob er eine Regierungsfunktion innehat oder als Privatperson handelt, unbestraft nach einem vor kurzem ausgeübten Attentat über sein nächstes 'Ziel', immerhin einen Nobelpreisträger, spricht und unsere Medien ohne Empörung und ohne jegliche Kritik lediglich davon berichten, so kann das nicht zu einem guten Ende führen... Vielleicht wäre es angebracht, anstatt die Hetzkampagne gegen die 'teuflischen, wahnsinnigen Terroristen' von El Kaida weiterzutreiben und die Fakten so zu manipulieren, dass man den Eindruck bekommt, es handle sich um keine Menschen, sondern um unberechenbare Monster, in unseren Medien mehr über die wahren Ursachen des Unfriedens, das heißt die großen Ungerechtigkeiten und Verletzungen der Menschenrechte in der Welt, zu sprechen und dagegen einzutreten." Abschließend stellt sich die Kardinalfrage, warum sich ausgerechnet Deutschland durch durchsichtige Manöver von Kriegstreibern in eine Gegnerschaft oder gar Feindschaft zu seinen vielen Freunden auf der ganzen Welt zwingen lassen sollte, um dann einen ähnlichen Hass auf sich zu ziehen, wie er heute weltweit den USA und Israel entgegenschlägt? Wir können zu unserem allergrößten Bedauern, zumal in unserer derzeitigen Schwäche, niemanden hindern, andere zu überfallen, zu massakrieren und auszulöschen. Aber wir können, wenn wir anständig und geschickt und klug sind, wenigstens eine deutsche Beteiligung an der Entrechtung anderer Völker vermeiden.
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