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 9. März 2004

Sie schämen sich nicht

Zum 59. Jahrestag des alliierten Terrorangriffs auf Dresden, der mindestens 250 000 Menschen das Leben kostete, versammelten sich am 13. Februar 2004 vor dem Rathaus in München linke Demonstranten unter der Parole: "Bomber Harris, do it again" ("Bomber Harris, mach' es noch einmal"). Kein Polizist griff ein, kein Politiker distanzierte sich. Verhöhnung deutscher Opfer und Aufrufe zum Massenmord an Deutschen gelten hierzulande als guter Ton. Die Strafgesetze gegen Volksverhetzung und Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener greifen nicht bei Deutschenhaß. Keine Zeitung empört sich, kein "Aufstand der Anständigen" kommt den Unanständigen in die Quere.

Zur gleichen Zeit, da in München das alliierte Verbrechen gefeiert wurde, versammelten sich in Dresden über 2000 meist junge Patrioten, um der Zerstörung der Stadt mit einem Trauermarsch würdig zu gedenken. Es war das andere Deutschland - jene Menschen, die weder ihr eigenes Volk noch andere Völker hassen, Menschen, die sich vor den Opfern aller Seiten verneigen. Man nennt sie "Rechtsradikale".

Was sich in München abspielte, war kein Einzelfall. Auch auf linken Internet-Seiten wurde die Zerstörung Dresdens gefeiert: "Happy birthday luftangriff". Und: "Deutsche Täter sind keine Opfer." Was wohl würde passieren, wenn Demonstranten in Deutschland oder gar Israel den Auschwitz-Gedenktag unter der Parole begingen: "Himmler, do it again"?


Quelle: Nation & Europa

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