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2. Das
Kind, das lief zur Mutt'r:
Herzallerliebste Mutt'r,
ach, könnte das nicht möglich sein,
daß wir noch ein Jahr beieinander sein?
3. Mein
Kind, das kann nicht gehn:
Heiraten muß gescheh 'n;
du kannst nicht länger bei mir sein,
du mußt marschieren wohl über den Rhein!
4. Der
Bräut'garn kam gefahr'n
mit siebenundsiebzig Wag'n.
Der erste war mit Gold beschlag'n,
darinnen sollt Christinchen fahr'n,
der zweite war mit Silber beschlag'n,
darinnen sollten ihre Eltern fahr'n.
5. Das
war ein groß Gedräng,
die Straßen waren zu eng!
Der Bräutigarn führte die traurige
Braut
wohl über die Kirche ins Hochzeitshaus.
6. Sie
setzten sich zu Tisch,
trugen auf den Braten und Fisch,
trugen auf, trugen auf den besten Wein:
die traurige Braut konnt' jetzt fröhlich sein!
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7. Sie
legten sich zu Bett
mit Trommel und Klarnett,
mit Trommel und mit Harfenspiel:
die traurige Braut hatt' Wein zu viel!
8. Er
nahm sie bei der Hand,
die lag dort bei der Wand,
er nahm sie bei der rechten Hand
und die war kalt und die war warm!
9. Er
klopfte an die Wand
und wieder an die Wand:
Ach Mutter, bring' ein brennend's Licht,
ich glaub' mein Weibchen verschieden ist!
10. Die
Mutter blieb so lang,
die Mutter blieb so lang!
Er nahm sein Schwert und stach sich tot:
Da liegen die beiden im süßen Blut!
11. Die
beiden wurden begrab 'n.
Man pflanzte auf ihr Grab
zwei Lilien und ein Rosenstock;
zwei Lerchen, die sangen ihr Liedchen dort!
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