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Der deutsche Liederschatz

 

Hohe Tannen

1. Hohe Tannen weisen die Sterne
An der Iser in springender Flut.
|: Liegt das Lager in weiter Ferne,
Und du, Rübezahl, hüte es gut. :|

2. Viele Jahre sind schon vergangen
Und ich sehn' mich nach Hause zurück
|: Wo die frohen Lieder oft erklangen
Da erlebt' ich der Jugendzeit Glück. :|

3. Wo die Tannen steh'n auf den Bergen
Wild vom Sturmwind umbraust in der Nacht
|: Hält der Rübezahl mit seinen Zwergen
Alle Zeiten für uns treue Wacht. :|

4. Hast dich uns zu eigen gegeben,
Der die Sagen und Märchen ersinnt,
|: Und im tiefsten Waldesleben,
Als ein Riese Gestalt annimmt. :|

5. Komm zu uns an das lodernde Feuer,
In die Berge bei stürmischer Nacht.
|: Schütz' die Zelte, die Heimat, die teure,
Komm und halte mit uns treue Wacht. :|

6. Höre, Rübezahl, laß dir sagen,
Volk und Heimat sind nimmermehr frei.
|: Schwing die Keule wie in alten Tagen,
Schlage Hader und Zwietracht entzwei. :|

7. Drum erhebet die Gläser und trinket
Auf das Wohl dieser Riesengestalt,
|: Daß sie bald ihre Keule wieder schwinge
Und das Volk und die Heimat befreit. :|

 

Melodie
Auf
YouTube gesungen von Heino