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Ralph Franklin Keeling SCHRECKLICHE ERNTE Der teure Versuch, das deutsche Volk auszurotten (Die Übersetzung von Gruesome Harvest durch die Zündelseite) Die Zerstörung des Reiches durch totale
Kriegführung war allein schon genug,
ernstliche Zweifel an Deutschlands Fähigkeit
aufkommen zu lassen, nach dem Kriege zu
überleben. Niemals zuvor in der Geschichte sind die
lebenserhaltenden Resourcen einer Nation so durch
und durch zerstört worden. Als er vom Sieg in
Europa zurückkehrte, erklärte General
Bradley, "Ich kann Ihnen sagen, daß
Deutschland bis zum äußersten und
vollkommen zerstört worden
ist."[1] Die Forderung nach bedingungsloser Kapitulation
hatte die Deutschen gezwungen, bis zum bitteren
Ende zu kämpfen, bis ihre Städte in mit
Toten angefüllte Trümmer pulverisiert und
die Fabriken, Eisenbahnen, Kanäle, Dämme,
Starkstromanlagen, Kommunikationsanlagen,
Gebäude, Häuser - alle freistehenden
Einrichtungen - in Haufen von verbogenen,
schwelenden Ruinen verwandelt worden waren. Der glühende Eifer der Alliierten, alles
was deutsch war zu zerstören, war von General
Eisenhower mit der Ruhr-Offensive zum Ausdruck
gebracht worden. "Unsere Hauptabsicht," erklärte er, "ist
die Eliminierung von so vielen Deutschen wie
möglich. Ich erwarte, daß jeder Deutsche
westlich des Rheins und in dem Gebiet, das wir
angreifen, eliminiert wird."[2] Die Fähigkeit der Alliierten zu vernichten
wurde überwältigend, nachdem der
amerikanische Industriekoloß von Friedens- in
Kriegsproduktion umgewandelt worden war. Die
amerikanische Produktion übertraf bald die
aller anderen kriegführenden Teilnehmer
zusammengenommen und wurde zweimal so groß
wie die Kapazität der dem Untergang geweihten
Achsenmächte.[3] Erstaunt über
die amerikanische Stärke, bekannte Hermann
Göring seinen Gefängniswärtern
gegenüber: "Die industrielle Kraft Amerikas
ist etwas, das sich niemand im Traum hätte
vorstellen können." Einen Blick auf Amerikas zerstörende Kraft,
als es sich dem grausamen Geschäft der
Massenherstellung von Tod und Zerstörung
verschrieb, gewährt folgende Beschreibung
eines Kriegskorrespondenten von der Frontlinie: Groß wie sie war, die Zerstörung bei
den Grundkämpfen verblaßte im Vergleich
zu der, die durch unsere gigantischen Luftangriffe
angerichtet wurde. Die beiden Atombomben, die auf
Japan geworfen wurden, mögen dramatischer
gewesen sein, sie konnten aber kaum
zerstörender gewesen sein, als die Millionen
von Phosphor-, Feuer- und die "großen
Bomben", die auf Deutschland fielen. Zum
Schluß benutzten wir 11-Tonner, von denen die
Besatzungen sagten, daß ihre Flugzeuge
über 100 Fuß in die Höhe sprangen,
wenn die riesigen 25 Fuß großen
Geschosse freigegeben wurden und "eine ungeheure
Wolke schwarzen Rauchs und einen Springbrunnen von
Schutt" hochschoß, der "die unheimlichen
Explosionen der Sechs-Tonnen 'Erdbebenbomben' in
den Schatten stellte." Während des Krieges wurde mehr Gewicht an
Bomben auf Berlin geworfen, als auf ganz England.
Der Ruin war so groß, daß General
Eisenhower sich gezwungen sah zu sagen: Ein amerikanischer Berichterstatter, der bei der
ersten Gruppe von Korrespondenten war, die die
Erlaubnis hatte, mehr als 24 Stunden in der
zerstörten Metropole zu verbringen,
schrieb: Alle deutschen Städte mit einer
Bevölkerung von über 50.000 und viele
kleinere, waren von 50 bis zu 80 Prozent
zerstört. Dresden, so groß wie
Pittsburgh, war vollkommen ausgelöscht und
fast alle der 620.000 Einwohner unter den Ruinen
begraben.[7] Köln, mit einer
Bevölkerung von 750.000 war in eine
gigantische Wüste verwandelt worden. Hamburg
mit seinen 1.150.000 Menschen wurde durch ungeheure
Angriffe vernichtet, wo bei einem die Flammen eine
Meile in den Himmel schossen und Hunderttausende
von Zivilisten bei Straßentemperaturen von
Tausend Grad lebend brieten. Frankfurt am Main,
eine Stadt von 500.000, wurde in einen Schutthaufen
verwandelt. Alle Städte und Industriegebiete,
wie das Ruhrgebiet und das Saarland, wurden
verwüstet.[8] Die Geschichte von Kassel ist typisch für
die Tragödie, die andere befiel: Diese umfassende Zerstörung von
Städten und Produktionsstätten der am
höchsten industrialisierten Nation Europas,
war vom rein militärischen Standpunkt aus
gesehen erfolgreich; es war jedoch auch ein Angriff
auf die Lebensmöglichkeiten von Millionen von
Arbeitern, weil die Zerstörung von Fabriken
und Maschinen gleichzeitig eine Zerstörung von
Arbeitsstellen ist, die elementare
Lebensmöglichkeit. Einige der deutschen arbeitslosen Millionen
haben eine vorübergehende Anstellung mit der
Räumung des Schutts und ähnliche
Arbeiten. Aber echter Wiederaufbau ist
unmöglich ohne die Herstellung ungeheurer
Mengen von Baumaterial und neuen Maschinen, von
denen z.Zt. nichts in Deutschland hergestellt
werden kann, weil die erforderlichen Einrichtungen
nicht mehr existieren. Es werden Fabriken und
Maschinen gebraucht, die Deutschland nicht mehr
hat, um Fabriken und Maschinen zu bauen. Um die deutsche Wirtschaft aus diesem toten
Punkt herauszubringen, ist Hilfe von außen
nötig. Und inzwischen müssen die
Menschen, die nicht in der Lage sind, das
Nötige für sich selbst herzustellen,
entweder in Massen sterben oder es muß ihnen
von außen geholfen werden, bis sie wieder
soweit sind, sich selbst helfen zu können. Anmerkungen: |