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Ralph Franklin Keeling SCHRECKLICHE ERNTE Der teure Versuch, das deutsche Volk auszurotten (Die Übersetzung von Gruesome Harvest durch die Zündelseite) Territoriale
Amputation Sogar 1937 war Deutschlands Lebensraum für
die starke Bevölkerung zu klein und hatte
natürliche Resourcen nur in Form von Ackerland
und Vorkommen von Kohle und Pottasche. Das
landwirtschaftlich genutzte Land war durch
intensiven Anbau während 1.000 bis 2.000
Jahren überbeansprucht, und der Boden hatte
während und nach dem kürzlichen Krieg
keinerlei Dünger erhalten. Sogar als es
reichlich Dünger gab und die Gebiete noch in
Ordnung waren, hatte Deutschland nie mehr als 80
Prozent der erforderlichen Nahrungsmittel und
andere bäuerliche Produkte herstellen
können.[1] Der Rest mußte im
Austausch für Kohle und andere Erzeugnisse
eingeführt werden. Als das landwirtschaftlich genutzte Land
überbevölkert wurde, mußte
Deutschland sich auf die Herstellung von
Gütern umstellen. Durch Einfuhr von Eisenerz
und Ausnutzung der Kohle- und Kali-Resourcen bis
zum äußersten, hatte Deutschland die
zweitgrößte Stahl- und
Chemische-Industrie aufgebaut, die sodann die
"Werkstatt Europas" bildete, den durchschnittlichen
Lebensstandard Europas anhob und direkt oder
indirekt volle Zweidrittel der eigenen
Bevölkerung versorgte. Als Folge der Zerstörung durch totale
Kriegführung und absichtliche alliierte
Politik, waren diese industriellen Resourcen jetzt
zum größten Teil verschwunden. Ohne
diese, waren über die Hälfte der
deutschen Arbeiter nun auf den Boden als einzige
Lebensmöglichkeit angewiesen. Unter diesen
Umständen ist es äußerst
zweifelhaft, daß das Land, sogar wenn alles,
was 1937 vorhanden war, intakt geblieben wäre,
die gewaltige, jetzt arbeitslose industrielle
Bevölkerung auch nur auf der Ebene des nackten
Überlebens hätte versorgen
können. Ohne abzuwarten, raubten die Eroberer
rücksichtslos Land, das 28 Prozent des
Lebensraumes darstellte und einen noch
größeren Prozentsatz der Nahrung
erbrachte und zwei der drei hauptsächlichen
Kohleregionen einschloß. Um die Sache noch
schlimmer zu machen, vertreiben sie Millionen von
Deutschen aus den verlorenen Provinzen sowie aus
Polen, Ungarn und der Tschechoslowakei und anderswo
in das verbleibende Reich, bringen eine große
Anzahl von "Displaced Persons" in das geschlagene
Deutschland hinein und, im Fall von Rußland
und Frankreich, unterhalten große
Besatzungsarmeen, die ebenfalls vom Land leben.
Sowohl die "Displaced Persons" als auch die
Besatzungsmächte erfreuen sich der Bevorzugung
gegenüber den Deutschen dadurch, daß
sie, was immer sie an Nahrung und anderen
Gegenständen benötigen, einfach
requirieren können, um in vergleichsweiser
Bequemlichkeit und Luxus zu leben. Man kann sich
die beklagenswerte Situation, die durch diese
Aktionen geschaffen wird, gut vorstellen. Die Atlantik Charta hatte versprochen: Bei ihrem Beschluß in Jalta
bestätigten die Großen Drei ihr
Bekenntnis "zu den Prinzipien der Atlantik Charta"
und sagten, daß sie "das Recht aller
Menschen, die Regierungsform zu wählen, unter
der sie zu leben wünschen, aufrecht erhalten
würden." Doch in derselben Erklärung
gestehen sie Rußland die östliche
Hälfte Polens zu, und versprechen den Polen
als Ersatz "Übernahme beträchtlicher
Gebiete" in Ostdeutschland - alles ohne
Rücksicht auf "die Wünsche der
betroffenen Menschen," "frei geäußert"
oder sonstwie. Wenn Jalta auch vorschreibt, daß die
genaue Größe der Gebiete, die Polen
erhalten soll, einer endgültigen Entscheidung
bei der Friedenskonferenz vorbehalten werden
muß, konfrontierte Rußland in Potsdam
die beiden westlichen Alliierten mit einem
gebietsmäßigen fait accompli. Es hatte
ein Drittel Ostpreußens als eigene dauernde
Aneignung in Besitz genommen und der polnischen
Marionette die ganzen deutschen Gebiete
östlich der Oder und Neiße gegeben.
Sogar der drastische Morgenthau-Plan hatte nur
verlangt, daß Polen der Teil
Ostpreußens zugestanden werden solle, der
nicht von Rußland in Besitz genommen wurde
sowie das oberschlesische Kohle- und
Industriegebiet. Jedoch zusätzlich zu diesen
Gebieten hatte Polen sich nun das deutsche Posen,
ganz Pommern und Niederschlesien angeeignet sowie
den östlichen Teil Brandenburgs - den besten
Teil des Brotkorbes des Reiches. Beim Drängen
der beiden Alliierten, diese Aneignungen als
dauernd zu akzeptieren, argumentierte
Rußland, daß bei der Invasion der Roten
Armee so viele deutsche Bewohner geflohen seien, es
nun, um die Gebiete wieder produktiv zu machen,
erforderlich sei, diese in die russische und
polnische Wirtschaft entlang den bereits gezogenen
Linien einzugliedern [2] Rußlands Aneignung von Königsberg und
des anschließenden ostpreußischen
Gebietes wurde in Potsdam akzeptiert, und es wurde
dem seither auch nicht widersprochen. Die
Hauptstadt Ostpreußens wurde in Kaliningrad
umbenannt und in einen für die Sowjetunion
höchst wertvollen Warmwasserhafen ausgebaut,
die meisten deutschen Bewohner wurden vertrieben,
und die ganze Region wurde durch und durch
russifiziert.[3] Was das deutsche Land betrifft, das die Polen
besetzen, entscheidet Potsdam, daß "die
endgültige Festlegung der westlichen Grenze
Polens einer Friedensregelung vorbehalten bleiben
solle"; es erlaubt jedoch, daß die Gebiete
zwischenzeitlich "unter der Verwaltung des
polnischen Staates bleiben." Dieses Arrangement
scheinbar als eine de facto Anerkennung
ihres Rechtes auf dieses Gebiet betrachtend, fuhr
Polen fort, Millionen von deutschen Bewohnern zu
enteignen und zu vertreiben und sie durch Polen zu
ersetzen. Wenn auch Moskau Polen glauben ließ,
daß es die fraglichen deutschen Provinzen
behalten konnte, begannen deutsche Kommunisten mit
sowjetischer Rückendeckung im Frühjahr
1946 den Deutschen gegenüber anzudeuten,
daß es möglich sei, daß das ganze
Land oder ein Teil desselben zurückgegeben und
Polen selbst wieder zwischen Rußland und
Deutschland aufgeteilt werden könnte, wenn das
Reich einverstanden sei kommunistisch und Mitglied
der Sowjetunion zu werden. Marschall Schukov hatte
im April deutschen Kommunisten gegenüber einen
solchen Vorschlag geäußert, und im Juli
hatte Molotow in Paris dieser Taktik zugestimmt,
als er sich, zur Bestürzung seiner westlichen
Alliierten, klar für ein
gebietsmäßig vereinigtes,
zentralisiertes, starkes Reich aussprach. Er lehnte
insbesondere jegliche territorialen Amputationen im
Westen ab und, wenn er auch den Gegenstand nicht
berührte, erlaubte die Schlußfolgerung,
daß einige oder alle östlichen Gebiete
zurückgegeben werden könnten. Der Schlag
kam als unangenehme Überraschung besonders
für Frankreich und die Vereinigten Staaten,
deren "harte Friedens"-Programme, die, wie sie
annahmen, Rußlands herzlichen Beifall
gefunden hatten, schwere Amputationen des Reiches
verlangten. Es wurde klar, daß Rußland
die Programme nur solange befürwortete, wie
seine westlichen Freunde sie durchführen und
sich dadurch das deutsche Volk auf Dauer entfremden
würde. Als schließlich klar wurde, daß wir
dem russischen Versuch, deutsche Sympathie und
Unterstützung zu erhalten, gleiches
entgegenzusetzen hätten, machte Mr. Byrnes es
den Deutschen in Stuttgart klar, daß, wenn
auch die Vereinigten Staaten die polnische
Forderung nach deutschem Gebiet weiterhin
unterstützen würden, sie nicht
notwendigerweise auch in Erwägung zögen,
die westliche polnische Grenze auf Dauer an der
Oder festzulegen. Er hatte die klare Absicht, die
Vereinigten Staaten in eine Position zu bringen,
jedem Angebot seitens der Russen, den Deutschen
alle oder Teile der verlorenen östlichen
Gebiete zurückzugeben, entsprechend zu
begegnen. Am Tag darauf versammelte sich eine
Menschenmenge, die geballten Fäuste gereckt,
vor der Residenz des amerikanischen Botschafters in
Warschau und rief: "Nieder mit den Verteidigern
Deutschlands!" Ein Sprecher der polnischen
Marionetten-Regierung warnte öffentlich davor,
daß Polen "kämpfen wird", wenn der
Versuch gemacht werde, die westliche Grenze auf die
Ostseite der Oder zu verschieben. Wenig später
erklärte Stalin, daß er Polens
gegenwärtige Grenzen als dauernd ansehe. Mit
der auf diese Weise matt gesetzten Situation und
auf eine Friedensregelung wartend, bleibt Polen -
was sehr leicht dauernd werden kann - im Besitz der
umstrittenen Gebiete. In der Zwischenzeit führte Frankreich einen
erbitterten Kampf, Deutschland lebenswichtige
Gebiete abzunehmen. Es bestand darauf, daß
das Reich durch wirtschaftliche und politische
Zergliederung auf Dauer geschwächt werden
müsse, verlangte, daß die Ruhr
abgetrennt und internationalisiert, das Rheinland
in einen selbständigen Staat umgewandelt werde
und Frankreich die Erlaubnis bekomme, die reichen
Kohle- und Industrieregionen der Saar zu
annektieren. Indem es die Regelung dieser Fragen
und seine maßlosen Forderungen über alle
bilateralen Abmachungen und Bündnisse stellte,
versuchte es die Regelung zu erzwingen, indem es
alle Versuche der Alliierten, Deutschland als
wirtschaftliche Einheit zu sehen, blockierte. Vor dem Molotow Schlag in Paris, waren
Frankreichs Forderungen gegen Deutschland durch
französische Kommunisten mit Moskaus
Rückendeckung unterstützt worden. Doch
gerade als es den stärksten Versuch unternahm,
die Zustimmung der Alliierten bei seinen
ernstlichen Absichten bezüglich
Westdeutschlands zu erhalten, ließ Molotow es
plötzlich im Stich und machte den
unvorhergesehenen Vorschlag für deutsche
territoriale Einheit und Unterstützung. Indem
er die vorgeschlagene Industrialisierung der Ruhr
glatt ablehnte und einbeziehend, die
französische Annexion der Saar, zitierte er
aus Stalins Rede vom 2. November 1942, in der
dieser gesagt hatte, es ist "genau so
unmöglich, Deutschland zu zerstören, wie
Rußland." Er lehnte jeden "alamode" Plan, das
Reich zu zergliedern oder es in Weideland zu
verwandeln, oder, wie vorgeschlagen, in eine
Föderation oder Konföderation umzuwandeln
ab, er verlangte Viermächtekontrolle und
Verwaltung der Ruhr. Trotz dieser scharfen Ablehnung territorialer
Änderungen in Westdeutschland, versprachen die
Vereinigten Staaten, im Gegenzug für ein
französisches Versprechen, die Behandlung
Deutschlands als wirtschaftliches Ganzes nicht
länger zu blockieren, französische
Forderungen hinsichtlich der Saar zu
unterstützen, woraufhin Frankreich begann,
sich durch die Aneignung anschließender
Gebiete zu vergrößern. Aber in Stuttgart
folgte Mr. Byrnes, nachdem er das Versprechen, die
französische Forderung nach der Saar zu
unterstützen, wiederholt hatte, Mr. Molotows
Beispiel und lehnte die Abtrennung der Ruhr und des
Rheinlandes ab. Sein Widerstand, unterstützt
sowohl von Rußland als auch Britannien, wird
bei zukünftigen französischen Forderungen
unzweifelhaft erhebliche Mäßigung zur
Folge haben. Byrnes erklärte, daß, abgesehen von
der Saar und den östlichen Gebieten, die, wie
bei der Friedenskonferenz beschlossen, an
Rußland und Polen gehen, "die Vereinigten
Staaten keinen Übergriff auf Gebiet
unterstützen werden, das unbestreitbar deutsch
ist oder irgendeine Teilung Deutschlands
unterstützen, die nicht wirklich von den
betroffenen Menschen gewünscht wird. Soweit es
den Vereinigten Staaten bewußt ist,
wünschen die Menschen an der Ruhr und im
Rheinland, im restlichen Deutschland zu verbleiben.
Und die Vereinigten Staaten werden sich diesem
Wunsch nicht widersetzen." Mit den genannten Ausnahmen, wandte Mr. Byrnes,
hier mit aufschlußreicher Wirkung, auf
Deutschland die Prinzipien der Atlantik Charta an.
Es sollte keine Ausnahmen geben. Wenn diese
Prinzipien die Ruhr und das Rheinland betreffen,
was sie auch tun, so betreffen sie in gleicher
Stärke die Saar und die deutschen Gebiete
östlich der Oder-Neiße Linie. Solche
Prinzipien können nicht nur als angenehme
Trumpfkarten in dem schmutzigen Spiel der
Machtpolitik benutzt werden ohne die Welt davon zu
überzeugen, eingeschlossen die Deutschen,
daß unser Standpunkt ohne Prinzip, von Natur
aus widersprüchlich und voreingenommen ist,
daß ihnen demzufolge zu Unrecht Gebiete
vorenthalten werden, die für ihre Existenz
lebenswichtig sind. Die Deutschen haben lange unter
Überbevölkerung gelitten. In
früheren Jahren suchten sie Erleichterung
durch Kolonien und Auswanderung in großem
Umfang zu bekommen, was uns übrigens das
starke deutsche Element in unserer eigenen
Bevölkerung gebracht hat. Später gingen
sie zu intensiver Industrialisierung über.
Nach dem I. Weltkrieg wurden ihnen die Kolonien
abgenommen, Auswanderung wurde durch Hindernisse
wie Einwanderungsquoten erschwert, und ihr
Heimatland wurde von 208.830 auf 181.699
Quadratmeilen reduziert. Nach dem II. Weltkrieg
wurde die Auswanderung überhaupt verboten, und
alle Deutschen in Europa werden in einem Heimatland
zusammengepfercht, das weiterhin auf nur 133.000
Quadratmeilen verkleinert wurde. Wenn auch Deutschlands Bevölkerung nur halb
so groß ist wie unsere, war das Gebiet im
Jahre 1937 nur ein Sechzehntel der Größe
unseres Gebietes oder ungefähr so groß
wie die Gebiete von Michigan, Indiana, Ohio und
Pennsylvania zusammengenommen. Seit den
gegenwärtigen Verlusten an Polen,
Rußland und Frankreich, muß man ein
Gebiet von der Größe Pennsylvanias
abziehen, was bedeutet, daß die 70 Millionen
Deutschen in ein Gebiet gezwängt werden, das
nicht größer ist als Michigan, Indiana
und Ohio. Man muß sich vorstellen, daß die
Hälfte der Bevölkerung der Vereinigten
Staaten gezwungen würde, in diesen drei
Staaten zu leben, in denen die Städte,
Fabriken, Eisenbahnen und anderen
Herstellungsstätten vernichtet wurden! Die sich daraus ergebende Zusammendrängung
der Bevölkerung ist ungeheuer. Denkende
Menschen in Frankreich sind zu recht besorgt,
daß es eine weitere Verletzung ihres Gebietes
nach sich ziehen könnte, hervorgerufen von
Millionen verzweifelter Deutscher, die sich einer
Vernichtung durch Überbevölkerung
gegenübersehen. Einer Diplomatie, die solche Pulverfässer
schafft, fehlt es ganz einfach an Staatskunst und
Menschlichkeit. Es wäre nur zu verstehen, wenn
es nach einem sowjetischen Entwurf
geschähe. Die gewaltsame Vertreibung von Deutschen aus den
verlorenen deutschen Gebieten und sonstwo in
Osteuropa, ist eines der schwärzesten Seiten
der Geschichte. Potsdam gibt die Erlaubnis, indem es sagt, "es
muß ein Transfer der deutscher
Bevölkerung oder Elementen davon, die in
Polen, der Tschechoslowakei und Ungarn verblieben
sind, durchgeführt werden." Es wird jedoch
hinzugefügt, "jeder Transfer, der stattfindet,
sollte geordnet und auf humane Art und Weise
durchgeführt werden." Ca. 15 Millionen Menschen werden durch diese
Anordnung zu Opfern gemacht: Eine halbe Million aus
Ungarn, fast drei Millionen aus der
Tschechoslowakei, und die meisten der in den von
Rußland und Polen in Besitz genommenen
deutschen Gebieten Verbliebenen. Potsdam verlangt die Annullierung aller Nazi
Gesetze, die sich auf Diskriminierung auf Grund von
Rasse beziehen und erklärt: "Keine solche
Diskriminierung, ob legal oder nicht, wird
toleriert." Doch diese erzwungene Auswanderung
deutscher Bevölkerungen gründet sich
genau und ausgesprochen auf rassische
Diskriminierung. Die betroffenen Menschen sind
zumeist Frauen und Kinder einfacher Bauern,
Arbeiter und Handwerker, deren Familien seit
Jahrhunderten in den Häusern gewohnt haben,
aus denen sie jetzt hinausgeworfen werden und deren
einzige Straftat ihr deutsches Blut ist. Wie
"geordnet und human" ihre Verbannung war, ist jetzt
in den Archiven festgehalten. Winston Churchill übertrieb nicht, als er,
sich auf die Vertreibung ca. drei Monate nach dem
D-Day beziehend, das House of Commons
unterrichtete: Das konservative Mitteilungsblatt REVIEW OF
WORLD AFFAIRS zitiert aus einem vertraulichen
Memorandum eines angesehenen europäischen
Wirtschaftsexperten: Dr. Lawrence Meyer, leitender Sekretär der
Lutherischen Kirche der Synode von Missouri, sagte
nach einer Tour durch Deutschland: Korrespondenten der Chicago Daily News
gegenüber beschrieben russische Offiziere die
Vertreibung aus Polen und der Tschechoslowakei wie
folgt: Nachdem er 14 Monate als Direktor des
Koordinierungsbüros von AMGs Regionaler
Regierung gedient hatte, sagte Dr. James K. Pollock
nach seiner Rückkehr auf seinen Posten als
Professor für politische Wissenschaften an der
Universität von Michigan im August 1946,
daß die meisten der 2 1/4 Millionen
Vertriebenen aus Ungarn und dem Sudetenland alte
Frauen und Kinder sind. Er sagte: Ein Offizier kommt zur Tür der Opfer und
befiehlt, daß sie in ein paar Stunden gehen
müssen und nur 30 bis 100 Pfund Gepäck
mitnehmen können. aber nichts von Wert, das
ihnen vielleicht helfen könnte, anderswo einen
neuen Anfang zu machen. Der Besitz, den sie
zurücklassen müssen, wird vom Staat
konfisziert. Jeder arbeitsfähige Mann, der
gefunden wird, wird in die Sklaverei geschickt. Die
anderen beginnen dann ihre gefährliche Flucht
in das übervölkerte Deutschland,
vollkommen ohne gesetzlichen Schutz, Gegenstand
jeder Art von Mißbrauch, den man sich nur
vorstellen kann, eingeschlossen Raub, Prügel,
Vergewaltigung und Mord. Ein Bericht im Dezember 1945 gibt eine
Vorstellung von dem traurigen Zustand der
Verbannten in dem neuen Polen, wo Hunderttausende
aus ihren Häusern und Wohnungen vertrieben
wurden und nun ziellos umherwandern. Frühere
deutsche Städte wie Breslau, werden als fast
von den Deutschen entvölkert beschrieben, mit
Polen, die nun ihren Platz einnehmen. Der Bericht
fährt fort: Ein Augenzeugenbericht über die Ankunft
eines Zuges in Berlin, der Polen mit genau 1.000
Flüchtlingen verlassen hatte: Der Korrespondent der New York Daily News,
Donald Mackenzie, berichtet ebenfalls von
Berlin: Der Präzedenzfall für diese
unmenschlichen Vertreibungen war lange vor Potsdam
in Rumänien gesetzt worden, bei dem, einem
diplomatischen Bericht aus Bukarest zufolge,
520.000 rumänische Bürger deutscher
Abstammung, Männer zwischen 17 und 45 Jahren
und Frauen zwischen 18 und 30 Jahren, wie Sklaven
zusammengetrieben und nach Sowjet-Rußland
transportiert worden waren. Das Dokument sagte, "es
gab herzzerbrechende Szenen und viele zogen
Selbstmord einem unbekannten Schicksal in
Sowjet-Rußland vor."[11] Die Vereinigten Staaten leisteten ihren eigenen
direkten Beitrag dazu, indem sie mehr als 16.000
Menschen deutscher Herkunft aus den
lateinamerikanischen Ländern auswiesen, wozu
sie die Genehmigung erhielten, indem sie von
Washington aus verschiedene Arten von Druck auf
diese Länder ausübten, wiesen sie ohne
Prozeß in diesem Land aus, hielten sie hier
ohne Verbindung zur Außenwelt und immer noch
ohne Prozeß, um sie schließlich aus
dieser Hemisphäre zu deportieren, wo viele von
ihnen von England und Frankreich in die Sklaverei
geschickt wurden.[12] Diese Massenvertreibungen eingeborener
Bevölkerungen sind so verwerflich wie nur
irgend etwas sein könnte, dessen die Nazis
beschuldigt werden, und haben seitens der Deutschen
tiefen Groll durch alle Klassen hervorgerufen. Wenn
Amerika seine Hände sauber gehalten hätte
und besonders wenn es, was es getan haben sollte,
dies gebrandmarkt hätte, würde die
deutsche Achtung uns gegenüber gestiegen sein.
Wie die Dinge stehen, beschuldigen die Deutschen
uns fast ebenso wie die Russen und Polen. Unsere
Hände sind ebenfalls mit dem Blut von
Millionen unschuldiger Opfer dieses brutalen, durch
und durch unamerikanischen Programms befleckt. Abgesehen von den moralischen Gesichtspunkten
der Angelegenheit, das Abladen all dieser Millionen
enteigneter, hilfloser Menschen in das was von dem
zerschlagenen Deutschland übriggeblieben ist,
häuft Chaos auf Chaos und trägt dazu bei,
die gesamte deutsche Nation in ein riesiges Belsen
oder Buchenwald zu verwandeln. Anmerkungen: |