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Ralph Franklin Keeling SCHRECKLICHE ERNTE Der teure Versuch, das deutsche Volk auszurotten (Die Übersetzung von Gruesome Harvest durch die Zündelseite) Imperialistische
Ausweitung und Weltrevolution Um Rußlands Absicht, Deutschland zu
kontrollieren, zu begreifen, ist es zunächst
notwendig, die allgemeinen Ziele und Ideen der
Sowjetunion zu verstehen. Das Fehlen einer solchen
Kenntnis ist hauptsächlich daran schuld, das
unsere Führung unsere Beziehung zu Moskau so
verpfuscht hat. Das in Bewegung befindliche, aggressive
Sowjet-Rußland, stellt eine Mischung des
territorialen Ehrgeizes des alten russischen
Imprialismus' und des kommunistischen Programms
einer Weltrevolution dar. Ersteres fährt, wie
zuvor, mit militärischer Macht und der
Anziehungskraft des Pan-Slavismus' fort, zu dem nun
die Kraft des Weltkommunismus hinzugekommen ist.
Letzterer, wie immer, motiviert durch den
kreuzzugähnlichen Drang ideologischen
Fanatismusses, wird durch den expansionistischen
Imperialismus an seiner Basis,
Sowjet-Rußland, vorangetrieben. Indem sie
sich gegenseitig unterstützen, stehen sie der
Welt als bedrohliche Macht gegenüber. Russische imperialistische Ausweitung, jetzt wie
in vergangenen Jahren, bedroht britische
Handelsrouten, strategische Ölreserven und
wirtschaftliche Möglichkeiten. Russische
Versuche, durch den Iran bis zum Persischen Golf
vorzustoßen und durch die Dardanellen und
Triest zum Mittelmeer, sind nicht tolerierbare
Bedrohungen ihrer Verbindung nach Indien. Ebenso
schädlich wirkt sich die wirkliche und
mögliche Erweiterung der Sowjetunion selbst
aus, weil, wo auch immer sie sich ausdehnt, sich
die Tür zu internationalem Handel und
finanziellen Operationen schließt, durch die
Britannien gedeiht und ohne die es verhungert.
Durch die Kraft des Weltkommunismus', bedroht die
U.S.S.R. - die bereits die östliche
Hälfte von Europa und wichtige Teile Asiens in
ihre Einflußsphäre gebracht hat - andere
Sektoren auf dem ganzen Erdball - in Asien, Afrika
und Westeuropa, und sogar Amerika. Und weil wir an unsere eigenen lebenswichtigen
Interessen ebenso glauben wie die Briten an ihre,
ist unsere Reaktion ähnlich der der Briten,
und wir arbeiten eng zusammen. Der Weltkommunismus, der auf den Lehren von
Marx, Lenin, und nun Stalin basiert, malt den
Kapitalismus als ein diabolisches
Ausbeutungssystem, in welchem die besitzenden
Klassen die Arbeiter durch das Lohnsystem
ausbeuten. In Übereinstimmung mit dem
Marxschen dialektischen Materialismus und den
Wirtschaftslehren, glauben viele Kommunisten und
Sozialisten, daß Kapitalismus an
vorgezeichneten, konvulsiven Schüben von
Wirtschaftskrisen, Kriegen und Katastrophen stirbt,
daß das Ende der kapitalistischen Welt kurz
bevorsteht und von einer Neuen Weltordnung des
Sozialismus abgelöst wird.[1] Die Kommunisten sehen es als ihre Mission an,
den Prozeß des kapitalistischen Zerfalls und
den Beginn des sozialistischen Jahrtausends mit
allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu
beschleunigen. Indem sie der Philosophie folgt,
daß, wo die Macht ist, auch das Recht ist und
daß das Ende die Mittel rechtfertigt, ist
alles was sie tun, sogar in der Verkleidung von
"Reform," dazu kalkuliert, den revolutionären
Untergang des Privatbesitzes und des Lohnsystems zu
beschleunigen! Kommunisten haben das Ziel, die
Revolution anzuführen, die neue sozialistische
Weltordnung zu kommandieren und die Führung
der "Diktatur des Proletariats" zu übernehmen,
durch das sie regiert werden soll.[2] Das Hauptinstrument zur Durchführung dieser
Mission ist die kommunistische Partei mit
Zweigstellen in allen Ländern, und ihr
Hauptquartier ist jetzt in Moskau. Es ist jedoch
keine politische Partei im üblichen Sinn. Sie
ist nicht gedacht, Stimmen zu sammeln, um durch
legale Mittel an die Macht zu kommen, sondern sie
ist ein durchtrainierter hochdisziplinierter
Militärstab und die Führungsspitze der
revolutionären Massen, Macht durch Gewalt an
sich zu reißen und sie durch eine
Schreckensherrschaft zu halten, "unbegrenzte Macht,
die auf Gewalt beruht und nicht auf dem Gesetz."
Mit den Worten Lenins, wie von Stalin zitiert: Die bekehrende Kraft der Partei besteht
hauptsächlich durch die Unzufriedenheit der
Massen mit der existierenden Ordnung, der der
Kommunismus den ganzen Verdruß und die
Mühe des Lebens zuschreibt. Die Partei zieht
jeden Vorteil aus den vielen zugegebenen Fehlern
des gegenwärtigen Systems, die zum
großen Teil in der menschlichen Natur selbst
begründet sind und in jeder Einrichtung
enthalten sein würden. Sie gedeiht aus dem
Versagen klassischer Wirtschaftspolitik, um
Geschäftskrisen zu erklären oder zu
verteidigen; der Unzulänglichkeit und
Verzerrung orthodoxer Geschichte; dem Versagen der
Kirche und ihrer Führung, die großen
Themen unserer Zeit zu erkennen und ihnen
gegenüberzutreten; der allgemeinen Tendenz,
jene, denen es besser geht, zu beneiden und
für persönliches Versagen und schlechte
Anpassungsfähigkeit "dem System" die Schuld
zuzuschieben; dem heimlichen Wunsch, den Sturz
derjenigen zu sehen, die höhere Positionen
erreicht haben - angeblich auf
unrechtmäßige Weise oder durch
persönliche Verbindungen anstatt aufgrund von
Leistung - oder vielleicht sogar dabei zu helfen.
Schließlich ist da die idealistische
Anziehungskraft des Schlagwortes "Von jedem nach
seinen Möglichkeiten zu jedem nach seinen
Bedürfnissen." Die angebotene Aussicht scheint
perfekte Bruderschaft und altruistisches Interesse
an der Wohlfahrt seiner Mitmenschen zu sein, in
scharfem Gegensatz zu dem kalten,
eigennützigen Charakter von Privatunternehmen.
Jedoch diejenigen, die sich von diesem Köder
verlocken lassen, erkennen nicht, was Rußland
gelernt hat, wenn es auch nicht gepredigt wird,
nämlich, daß, wenn die Initiative
für hervorragende Tätigkeit mit
persönlicher Belohnung für entsprechende
Leistung abgeschafft wird, in der Praxis Interesse
und Leistung nachlassen und unter Druck,
Versklavung oder schlimmeres nach sich zieht. Das erste Land, das vom Kommunismus erobert
wurde, war Rußland, das seit der
bolschewistischen Oktober-Revolution im Jahre 1917,
eine mächtige nationale Basis für
internationale kommunistische Operationen bildete.
Es werden nun starke Bemühungen gemacht den
Eindruck zu erwecken, als sei der Internationale
Kommunismus aufgelöst, daß nicht mehr
länger eine Verbindung zwischen Rußland
und kommunistischen Parteien in anderen
Ländern besteht. Als Stalin kürzlich
gefragt wurde, "Was ist Ihre Ansicht über die
Behauptungen, daß die Taktiken der
kommunistischen Parteien in Westeuropa von 'Moskau
diktiert werden'? antwortete er, "Ich betrachte die
Behauptungen als absurd und dem bankrotten Arsenal
von Hitler und Goebbels entliehen zu
sein."[4] Doch in seinem eigenen Buch, Probleme des
Leninismus, kürzlich von ihm
überarbeitet, mit seiner Genehmigung in alle
zivilisierten Sprachen übersetzt und durch
kommunistische Parteien überall verteilt und
von diesen als unbezweifelbares Evangelium
akzeptiert, ruft Stalin: "Was anders ist unser
Land, das Land, das den Sozialismus aufbaut, wenn
nicht die Basis für die
Weltrevolution?"[5] Indem er Lenin zitiert,
sagt er: Stalin sagt, daß alle, außer
Verräter des Kommunismus, diese Ansichten
übernehmen müssen, es ihnen zu verwehren,
"hieße, den Internationalismus, den
Leninismus im Stich zu lassen."[8] In
seinen ebenfalls weithin übersetzten und
verbreiteten Grundlagen des Leninismus sagt
Stalin: In demselben Buch hebt Stalin die Notwendigkeit
des Einhaltens absoluter Einheitlichkeit der
Taktiken in allen Branchen des Weltkommunismus
durch eiserne Disziplin hervor.[10] Er
sagt: Dies ist der Grund für die bestens bekannte
enge Konformität der amerikanischen
kommunistischen Partei mit der Moskauer Taktik. Und
weder die Realitäten noch die vorher gegebenen
Zitate können Mr. Stalins gegenwärtige
zweckdienliche Bemerkung "dem bankrotten Arsenal
von Hitler und Goebbels entliehen" als
Absurdität abschwächen. Lüge und
Täuschung sind vom Kommunismus die am meisten
benutzten Waffen. Stalin erklärt die
Notwendigkeit der Täuschung der bourgeoisen
Feinde, sogar wenn sie als Alliierte nützlich
sind, als die nicht nachlassende Kriegführung
gegen alle bourgeoisen Staaten, d.h Staaten, die
unter dem System des Privatbesitzes geführt
werden, was die Vereinigten Staaten von Amerika
einschließt. Indem er Lenin zitiert, sagt
er: Rußlands Heuchelei während des
Krieges, es hätte die Revolution sowohl zu
Hause als auch außerhalb aufgegeben, geschah
nur, um die unschlüssigen Alliierten zu der
Zeit zu täuschen, war nur ein notwendiges
Zick-Zack oder ein strategischer Rückzug bei
der weiterhin bestehenden Absicht, das
endgültige Ziel der Zerstörung von
Privatbesitz in der ganzen Welt zu erreichen. In
einer Rede an das russische Volk am 9. Februar 1946
machte Stalin klar, daß der Kreml die
Sowjetunion als seine eigenen Vereinten Nationen
betrachte, die sie in der ganzen Welt verbreiten
wolle, angeblich um Kriege und andere
Schwierigkeiten unter den Nationen zu beenden. Er
sagte: Indem er den Russen versichert, daß sie
sich unter normalen Bedingungen besser stehen als
andere Völker, malt der Kreml die
Außenwelt in grellen, häßlichen
Farben. Er erzählt den Menschen, daß die
teuflischen Kapitalisten sich verschworen haben,
sie sowohl von innen als auch von außen
anzugreifen, um das Arbeiterparadies zu
zerstören, das droht, das kapitalistische
Ausbeutungssystem zu stürzen. Im Jahre 1939
zum Beispiel, wies er die kommunistische Partei
darauf hin: Ein Volk, das auf diese Weise dazu gebracht wird
zu glauben, daß es für die Erhaltung
seines Nationallebens kämpft, ist leichter zu
beherrschen, eher bereit, ohne Fragen zu stellen
Befehlen zu gehorchen, eher bereit,
Säuberungen in den Rängen als notwendige
Säuberung von tödlichen kapitalistischen
Einflüssen zu dulden. Jeder Russe, der in
einer Unterhaltung mit einem Ausländer
erwischt wird, wird natürlich
verdächtigt, Agent des freien Unternehmertums
zu sein und wird dementsprechend behandelt. Zwischen denen, die die Lehren der
kommunistischen Ideologie und die Anordnungen ihrer
Führer akzeptieren und denjenigen, die sie
ablehnen, gibt es und kann es keinen
Kompromiß, kein geben und nehmen, keinen
Spielraum für Toleranz geben. Wenn sie die
Oberhand gewinnen, reißen die Kommunisten
durch eine Regierung des Terrors alle
kapitalistischen Elemente und Einflüsse mit
der Wurzel aus und zerstören sie. Sie glauben,
daß die Arbeiter, wenn sie die Wahrheit
über ihre früheren Herren erfahren, die
neue Ordnung als eine ungeheure Verbesserung
gegenüber der alten willkommen heißen.
Stalin sagte, wie von Lenin zitiert: "Die Diktatur des Proletariats . . . ist nicht
nur die Anwendung von Gewalt gegenüber den
Ausbeutern, und ist nicht einmal in der Hauptsache
die Anwendung von Gewalt. Die wirtschaftliche Basis
dieser revolutionären Gewalt, die Garantie
für ihre Energie und ihren Erfolg, ist,
daß das Proletariat einen höheren Typ
sozialer Organisation der Arbeit gegenüber dem
Kapitalismus bringt. Das ist der wesentliche Punkt.
Das ist die Quelle der Stärke des Kommunismus'
und die Garantie für seinen unausweichlichen
vollständigen Sieg.[14] Kommunisten glauben, daß der Faschismus
das Endstadium des Kapitalismus ist, daß,
wenn dieser fällt, was er muß, er nur
vom Kommunismus gefolgt sein kann.[15] Sie
glauben, daß unser Versuch, das faschistische
Deutschland im westlichen Sinne zu demokratisieren,
so unfruchtbar ist wie zu versuchen, ein Huhn in
ein Ei oder einen Schmetterling in eine Larve zu
verwandeln. Sie glauben, daß Deutschland eine
natürliche Metamorphose vom Nazismus zum
Kommunismus durchlaufen muß und daß,
wenn sie bei diesem Prozeß helfen, sie im
Einklang mit dem unausweichlichen Verlauf der
Geschichte handeln. Walter Ulbricht, Leiter der kommunistischen
Partei in Deutschland, dessen Frau Sekretärin
Marshall Zhukows war und sich zwischen 1933 und dem
V-E Day in Rußland befand, sagte vor einem
Geheimtreffen eines 45 Mann starken Vorstanden der
"Freien deutschen Handelsgewerkschaften" für
die Sowjetzone: Kommunismus ist im Grunde ein Angriff auf
Privatbesitz und die besitzende Klasse. In der
russischen Zone wurde der Prozeß, die
Deutschen ihres Besitzes zu berauben, durch
Zerstörung bei Kriegsereignissen,
Plünderung, Reparationen, Inflation,
Konfiszierung und erzwungene Verkäufe
erreicht. Inzwischen wurde die Liquidation der
besitzenden Klassen durch Entnazifizierung,
Zwangsarbeit, Hinrichtungen und Terror
vervollständigt, was Tausende zum Selbstmord
brachte und weitere Tausende zu Flüchtlingen
machte, wodurch sie ihrer Besitztümer
verlustig gingen. Wir haben bereits die Gründlichkeit
erwähnt, mit der die Zone eingesackt und
geplündert wurde, was Rußland Milliarden
an Mammon einbrachte. Alles andere, was getan
wurde, war ebenso verheerend. Eine Inflation, die
gesamte Guthaben vernichtet und das Mark aus den
Knochen jeder Wirtschaft saugt, wurde
künstlich geschaffen. Rußlands Anteil an
der Besatzungs-Mark, die bereits vorher vom
Finanzministerium der Vereinigten Staaten gedruckt
wurde, genügte nicht. Es forderte die Platten,
und nachdem wir ihm diese übergeben hatten,
druckte es unzählige Milliarden mehr und
brachte diese in Umlauf. Schließlich
öffnete es die Tresore der Reichsbank, ihrer
Zweigstellen und anderer Banken und nahm den Inhalt
an sich.[17] Die daraus resultierende
Inflation erbrachte märchenhaften Gewinn mit
wenig oder gar keinen Kosten und half gleichzeitig
dabei, die besitzende Klasse zu ruinieren oder zu
enteignen. Die besitzlosen deutschen Massen wurden in
niedergeworfene, hilflose, unterwürfige
Proletarier verwandelt. Durch den Verlust ihrer
gesamten individuellen Sicherheit, hängen sie
vollkommen von ihren neuen Herren für Arbeit,
Nahrungsmittel und allen anderen Erfordernissen ab.
Wenn es keine Kritiker und Gegner gibt, sind
Überlebende unterwürfig. Wie bereits
zuvor erwähnt, wurden den Bauern bei der
frühen Plünderung die Geräte,
Handwerkszeug, Samen und Vieh abgenommen. Um Ersatz
für die notwendigen Arbeiten zu erhalten,
mußten sie sich an die "Co-Operativen"
wenden, die unter kommunistischer Kontrolle stehen
und ihr Monopol ausnutzen, um zu verhindern,
daß "politisch unzuverlässige" Bauern
die notwendige Versorgung erhalten. Wenn sie sich
nicht unterordnen, müssen sie die
Landbearbeitung aufgeben und ihr Land abgeben. Auf
diese Weise wird der Weg, mit einem Minimum an
Störungen, weitgehend für eine zonale
Sowjetisierung geebnet.[18] Sowjetische Beamte glauben, daß die
deutschen Massen enthusiastisch die Liquidation der
besitzenden Klasse als eine Befreiung von der
kapitalistischen Ausbeutung begrüßen
werden. Sorgfältig zensierte Presse und Radio
versichern, daß die gegenwärtigen
unangenehmen Schwierigkeiten nur Geburtswehen einer
wunderbaren neuen Ordnung sind, die durch die
frühere Oberklasse blockiert wurde. In
Übereinstimmung mit diesem Gedanken,
unterrichten alle Schulen und Universitäten
die Vorteile des Kommunismus' und stellen die
westlichen Demokratien als Hochburgen des
Faschismus' und kapitalistischer Ausbeutung,
erbärmlichen Imperialismusses und Schürer
imperialistischer Kriege dar. Solche Ideen werden
den Mitgliedern der von Rußland in der ganzen
Nation geförderten Bewegung der "Freien
Jugend" beigebracht,[19] und Tausenden von
Kindern, die ihren Familien abgenommen und zur
systematischen Indoktrinierung in besondere
"Kinderheime" gebracht wurden.[20] Hier ist
ein Beispiel für das, was ihnen beigebracht
wird: Die Sowjets, ihren Erleuchteten zufolge,
bemühen sich, die Deutschen dazu zu bringen,
den Kommunismus anzunehmen und die Abwehr auf ein
Minimum zu beschränken. Wie bereits bemerkt,
haben sie die Entnazifizierung vergleichsweise
aufgeklärt durchgeführt. Sie suchten
eifrig nach Wissenschaftlern, Technologen,
Militärexperten und anderen mit besonderen
Talenten und boten attraktive Anreize, sich dem
neuen Regime zur Verfügung zu stellen. Reuige
Nazis werden eingeladen, der kommunistischen Partei
den Treueid zu leisten und dadurch für das
deutsche Heil zu arbeiten. Indem sie Vorteil aus
dem tiefen Groll gegen die französischen und
Morgenthau-Vorschläge zogen, die den
westlichen Teil des Reiches abtrennen wollten,
übernahmen die Kommunisten die Führung in
einer starken Pro-Vaterland Bewegung. Das
vermittelt den Deutschen den Eindruck, daß
die westlichen Demokratien, die sich "dem neuen und
größeren deutschen Reich" in den Weg
stellen, die wirklichen Feinde sind und nicht der
Nazismus oder Kommunismus.[22] Russische
Besatzungstruppen belästigen scheinbar keine
Fräuleins mehr, "zumindest nicht in der
unbekümmerten, unverantwortlichen Manier wie
die Amerikaner," berichtet ein amerikanischer
Korrespondent.[23] Es ist interessant in
dieser Beziehung festzustellen, daß es in der
Zone in der Altersstufe zwischen 20 bis 30 Jahre
jeweils einen Mann im Verhältnis zu 15 Frauen
gibt.[24] Hitler hatte die Bauern von der Plage der
Hypotheken-Wucherer befreit; Rußland geht in
dem Versuch, sich allgemein beliebt zu machen,
einen Schritt weiter, indem es die Junker und
andere große Güter auflöst und das
Land in kleinere Stücke von 11 und 17 Morgen
aufteilt und geprüften Deutschen zu leichten
Bedingungen zur Verfügung stellt.[25]
Diese Regelung erhöht die totale Produktion
nicht, scheint jedoch Eigentum zu verbreiten. Das
Manöver ist offensichtlich das Vorspiel zu
einer Kollektivierung, ähnlich dem Verfahren,
das der Liquidation der ukrainischen Kulaken
folgte. Den neuen "Besitzern" werden Häuser
und Maschinen versprochen. Da diese jedoch nicht
erhältlich sind, haben die Besitzer keine
andere Möglichkeit, als sich in den
existierenden Gebäuden der Güter
zusammenzutun, wo sich die gemeinsamen
Hauptquartiere befinden. Die Kollektivierung kann
auf diese Weise ein wenig später mit minimaler
Störung vonstatten gehen, und die neue
Regierung kann leicht in Position gehen,
diejenigen, die den Acker bearbeiten, anstelle der
früheren Besitzer auszubeuten. Allen Bauern werden Produktionsquoten gegeben,
die sie zu festgesetzten Preisen erfüllen
müssen. Teil jeder Überproduktion, und es
gibt eine solche kaum, da die Quoten so hoch
angesetzt sind, können auf Märkten an
diejenigen verkauft werden, die das Geld dafür
haben. Üblicherweise sind es Mitglieder der
neuen herrschenden Bürokratie, die sich
Nahrungsmittel kaufen können, um die Rationen
zu ergänzen, die normalerweise auf der
gleichen Ebene mit denen in der amerikanischen Zone
liegen. Die notwendige Versorgung ist jedoch an
vielen Stellen nicht immer erhältlich, und es
ist zu weitverbreitetem Verhungern
gekommen.[26] Anhaltende Berichte
erzählen jedoch von beträchtlichen
Nahrungsmittelexporten nach
Rußland.[27] Den Menschen wird aber
erlaubt, die Wohnungen mit rationierter Braunkohle
zu heizen,[28] während, wie bereits
vorher erwähnt, die Berliner und diejenigen in
den westlichen Zonen, keine Kohle hatten, um ihre
Wohnungen zu heizen. Die Industrien, die in der Zone
übriggeblieben sind, sind alle in Betrieb und
werden entweder von Russen oder von
"Arbeiterräten" geleitet, die von Kommunisten
dominiert werden. Obwohl das meiste der Produktion
als Reparation genommen und in die Sowjetunion
geschickt wird, steht ein kleiner Teil zum Verkauf
an die deutschen Arbeiter zur Verfügung.
Korrespondenten, denen im März 1946 erlaubt
war, eine Tour durch die Zone zu machen,
berichteten, daß eine Menge hergestellter
Güter ausgestellt waren, eingeschlossen
Schreinerwerkzeuge, Schreibmaschinen,
Nähmaschinen, sogar Autos.[29] Sie
berichteten, daß die Deutschen, die sie
sahen, weniger eine Haltung von Hoffnungslosigkeit
zur Schau trugen, als in anderen
Zonen.[30] Es ist nur eine politische Partei erlaubt,
die Partei der Sozialen Einheit, die einen
erzwungenen Zusammenschluß von Kommunisten
und Sozialdemokraten darstellt, mit ersteren
vollkommen dominierend. Da die Stellungen, die
Macht, Prestige und höhere als
durchschnittliche Einkommen mit sich bringen, von
Kommunisten und deren Bevorzugten gehalten werden,
sind Tausende von Deutschen in die Partei
eingetreten, nur um die Vergünstigungen zu
bekommen.[31] Die Deutschen lernen von
ihren roten Oberherren Beutepolitik in einem
Ausmaß, das einen Tammany Warzenheiler
erröten ließe.[32] Selbst wenn
Rußland gezwungen sein würde, die
Besatzungstruppen zurückzuziehen und den
Deutschen die Kontrolle zurückzugeben,
würden die tiefverwurzelten deutschen
Kommunisten ohne Zweifel weiterhin selbst die Macht
behalten und höchstwahrscheinlich in ganz
Deutschland die politische Führung
übernehmen.[33] Der Weg für die endliche Kommunisierung der
westlichen Gebiete wird gewissenhaft von
Kommunisten in den westlichen Besatzungszonen
vorbereitet,[34] von denen viele ihren Weg
in wichtige Posten sowohl in den
Besatzungsbürokratien als auch in den
örtlichen Regierungs-Establishments gemacht
haben, die eingerichtet wurden, um unter den
wachsamen Augen der Militärkräfte von
Deutschen geführt zu werden. Eine solche
kommunistische Unterwanderung wurde in den
Potsdamer Erklärungen durch
Ent-Industrialisierung, Entnazifizierung,
Versklavung, Unterdrückung, durch die ganze
schreckliche Katastrophe automatisch
gefördert. Die umherziehenden Banden von
Vagabunden mögen für die Behörden
der Westzonen ein Fluch sein, für die
Kommunisten stellen sie jedoch ausgezeichnetes
revolutionäres Material dar. Da die
Einrichtungen von Privatbesitz und der besitzenden
Klasse nun zum größten Teil
ausgelöscht sind, wurde der Weg zur Umwandlung
des ganzen Reiches in eine sowjetisierte "
Demokratie" geöffnet. Wir haben bereits viel dazu getan, die
Verwirklichung von Rußland Plänen zu
ermöglichen, und der Kreml erwartet, daß
wir noch mehr tun. Er will, daß wir
Rußlands Anspruch auf 10 Milliarden an
deutschen Reparationen akzeptieren, nicht nur als
stattliche Beute, sondern um der gelähmten
deutschen Wirtschaft eine solche Last aufzuerlegen,
daß sie nur unter Kommunisierung
überleben kann.[35] Es ist zu
Rußlands Vorteil, die Unterzeichnung eines
Friedensvertrages mit Deutschland so lange wie
möglich hinauszuschieben, weil die
Verzögerung seinen Plänen eine viel
längere Reifezeit geben würde. Und wenn
in der Zwischenzeit eine deutsche Regierung
eingesetzt werden sollte, verlangt Rußland,
daß es eine provisorische, zentralisierte
Regierung sein solle, eine, die den durch und durch
verwurzelten Kommunisten die
größtmögliche Gelegenheit gibt, die
Kontrolle über ganz Deutschland in ihre
Hände zu bringen. Der Westen brauchte lange, um festzustellen,
daß der russische Alliierte überhaupt
kein Alliierter ist, sondern ein entschlossener
Gegner, daß hinter jeder Bewegung des Kremls
ein finsteres, gefährliches Motiv steckt.
Unsere eigenen Führer standen schon
längst unter dem Einfluß von Mr.
Roosevelts "Großem Entwurf," der Strategie,
die sowjetischen Führer von ihrem Argwohn, der
Feindseligkeit und dem Haß gegenüber dem
Westen zu heilen, indem er sie mit
Gefälligkeiten und Freundlichkeiten
überschüttete. Während wir unter
diesem Bann standen, betrachteten wir die
aufsässigen Söhne Rußlands als
verlorene Söhne, die gerade erst in die
Familie der Nationen zurückkehrten und sahen
es als unsere Pflicht an, jeder ihrer Launen und
Exzentrizitäten nachzukommen und ihre
Beleidigungen und Verletzungen zu
übersehen. Wir unterzeichneten die Potsdamer
Erklärung, ohne diese zu verdächtigen,
eine versteckte russische Bombe zu sein, daß
ihre ungenauen, widersprüchlichen, nicht
definierten Bestimmungen und Formulierungen sich
nur auf die durch menschliches Elend gedeihende
Sowjetunion beziehen und nur ihr Vorteile bringen
könnte. Wir schlossen die Augen vor dem
schwerwiegenden Unterschied zwischen unserer Art zu
leben und dem russischen Kommunismus. Weil
Kommunisten ihre Art zu leben "Demokratie" nannten,
nahmen wir an, daß sie irgendwie unserer
"Demokratie" ähnlich sein müsse, und wir
akzeptierten in gutem Glauben, daß
Rußland angeblich mit der Revolution sowohl
zu Hause als auch außerhalb fertig war,
daß seine Aggression nichts weiter war, als
Maßnahmen, seine "notwendige Sicherheit" zu
verstärken. Wir hatten unsere Zusammenstöße mit
Rußland sowohl innerhalb als auch
außerhalb Deutschlands, erhielten Ohrfeigen
und Demütigungen, wie Amerikaner sie sich nie
zuvor haben gefallen lassen. Wir ließen es
geschehen, daß unsere Telefonleitungen, die
durch die russische Zone in unsere Zone in Berlin
laufen, angezapft wurden. Wir haben uns sogar damit
abgefunden, daß die Russen es ablehnten,
unsere Zone in Berlin mit frischen Nahrungsmitteln
zu versorgen. Wir haben uns gefügt, als die
Russen es ablehnten, daß wir unsere
einspurige Eisenbahn nach Berlin in eine Doppelspur
ausbauten. Wir hatten ernstliche Konflikte
bezüglich Zeitungszensur, Kontrolle über
Radioanschlüsse und Programme, Schulen und
Lehrpläne und einer Vielzahl von sowohl
wichtigen als auch trivialen Dingen und ertrugen
alles mit einem freundlichen Lächeln, als wir
uns den sowjetischen Forderungen fügen
mußten. Schließlich stellten wir jedoch fest,
daß ein solches Verhalten den Russen nur als
Schwäche erschien und wurden dem bedrohlichen
Charakter der sowjetischen Absichten gegenüber
wach. Wir fingen sanft an, aber mit zunehmender
Entschlossenheit nahmen wir eine festere Haltung
ein und verlangten, daß unseren eigenen
Interessen mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden
müsse. Unsere Desillusion war vollkommen, als
Mr. Molotow in Paris schließlich sein wahres
Gesicht zeigte. Seitdem versuchen wir immer noch,
wieder zu Verstand zu kommen. Wir können nur
hoffen, daß wir noch gerade zur rechten Zeit
aufgewacht sind, um den Kreml davon abzuhalten, das
Deutsche Reich zu schlucken. In dem Kampf müssen wir uns bewußt
sein, daß Rußland gewisse Vorteile hat,
abgesehen von denen, die es durch unseren Versuch
gewann, die sadistischen Potsdamer Erklärungen
anzuwenden, eingeschlossen den tiefen deutschen
Groll. Die russische Bürokratie mit ihrer
langen Erfahrung in der Behandlung wirtschaftlicher
Einrichtungen und Verfahren, fand es ziemlich
einfach, in ihrer Zone Kontrolle über die
deutsche Wirtschaft zu übernehmen und ist gut
vorbereitet, die Kontrolle auf das restliche Reich
auszudehnen, wenn sich die Gelegenheit dazu ergeben
sollte. Andererseits sind unsere eigene Regierung,
und besonders unsere Militärstreitkräfte
dafür bekannt, daß sie bei der
Behandlung von Wirtschaftsangelegenheiten
inkompetent sind. Die Zustände in der
russischen Zone erreichten früh ihren
Tiefstpunkt, so daß jede Änderung, die
kam, nur zum besseren sein konnte, wogegen zu
erwarten ist, daß die Dinge in unserer Zone,
schlecht wie sie sein mögen, zunehmend
schlechter werden. Der Gegensatz wird den Deutschen
nicht verborgen bleiben, und sie werden zu
gefährlichen Folgerungen kommen. Wie zuvor
gesagt, die frühere Bewegung der Deutschen von
Ost nach West hat sich bereits umgekehrt. Tausende
von desillusionierten, entmutigten Deutschen gehen
über die Grenze in die russische Zone, wo sie
sich enthusiastisch darauf vorbereiten, die
verhaßten Demokratien aus Deutschland zu
vertreiben. Wir haben jedoch zahlreiche Vorteile, die, wenn
richtig angewandt, sich als entscheidend
herausstellen müßten. Deutsche
Antipathie gegenüber den Russen und dem
Bolschewismus sitzt tief; demgegenüber haben
die Deutschen immer uns Amerikaner bewundert und
haben uns auf vielerlei Weise nachzuahmen versucht,
besonders in der Wirtschaftstechnik. Rußland
hat aber auch in vieler Hinsicht sich selbst
geschadet. Es war die Ursache der schrecklichen
Vertreibung der Deutschen aus den verlorenen
Gebieten und anderen Plätzen. Es war der
Anstifter und Hauptnutznießer desselben
Systems, indem es drei- bis viermal so viele
Gefangene machte als alle westlichen Mächte
zusammen. Deutsche aus allen Schichten lehnen die
unbarmherzige und gewaltsame Liquidation der
früheren Ober- und Mittelklasse ab,
insbesondere, weil sie von Ausländern und
Kommunisten durchgeführt wurde, deren
Patriotismus verdächtig ist. Unsere Aufgabe ist es, ein neues und gerechtes
deutsches Friedensprogramm auszuarbeiten - eines,
das unsere grundsätzlichen Ideale und
Überzeugungen zum Ausdruck bringt und
Deutschland uns und unserer Art zu leben näher
bringt und nicht davon wegführt. Bevor wir
diesen Schritt jedoch auf intelligente Weise
unternehmen, müssen wir bestimmten
grundsätzlichen Tatsachen ins Auge sehen,
müssen unser Denken von gewissen krassen
Irrtümern befreien, die unsere
Wertschätzung seitens der Deutschen verringert
und uns in die gegenwärtige Gefahr gebracht
haben. Anmerkungen: [1] Josef Stalin,
Foundations of Leninism [Grundsätze des
Leninismus], (New York: International
Publishers) Kapitel 6, sec. 6 |