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Wie der Siegeszug eines deutschen Weihnachtssymbols begann Klaus-Dieter Dobat Es hat den Anschein, als ob die Forstleute seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zunehmend um ihren Waldbestand fürchteten, vor allem um die Nadelhölzer. Von einem "unwiederbringlichen Nachtheil" sah 1788 ein Reskript des württembergischen Herzogs Karl Eugen die Waldungen bedroht. Und eine schleichende Gefahr beschwor der badische Oberforstrat Professor Gatterer, der 1807 in einem Gutachten unheilschwanger resümierte, daß der "den Forsten zugehende Schaden bey weitem größer ist, als man noch in vielen Gegenden anzunehmen scheint". Derartige Alarmrufe über ein "Wald-verderbliches Übel", wie sie damals in vielen deutschen Regionen aufklangen, wurden freilich nicht durch Umweltverschmutzung, durch Autoabgase und Ozonloch ausgelöst. Eine handgreiflichere Ursache war parat, nämlich eine "modische Neuheit" und "Barbarei": am Heiligen Abend im Familienkreis einen geschmückten Weihnachtsbaum aufzustellen. So sparte die Obrigkeit auch nicht mit Verordnungen gegen diesen "ganz zwecklosen Mißbrauch", den sie in einzelnen Fällen sogar strafrechtlich verfolgte, selbst wenn der Baum ganz legal erworben worden war. Das mag im Rückblick nur wie
ein belangloses Kuriosum wirken. Aber diese
Reglementierungen sind auch ein Indiz für einen
kulturgeschichtlichen Wandel. Unmißverständlich
demonstrieren sie, wie sehr der Weihnachtsbaum damals als
neue "Mode" empfunden wurde. Binnen eines halben
Jahrhunderts jedoch gehörte er - geschmückt im
Lichterglanz erstrahlend und als leuchtende Kulisse der
Kinderbescherung Welcher Schreck hätte wohl den ehrbaren Oberforstmeister befallen, hätte er die heutigen Größenordnungen erahnen können. Nach einer Meldung der Deutschen Presse-Agentur vom 6. Dezember 1988 wurde für das bevorstehende Weihnachtsfest mit mindestens 14 Millionen verkauften Nadelbäumen gerechnet. Und insgesamt sollen in der Bundesrepublik - so die allgemeine Schätzung - jährlich rund 16 Millionen Weihnachtsbäume aufgestellt werden. Ein Aufschwung, der mit Verordnungen wohl kaum zu stoppen war. Wann tauchte aber der Weihnachtsbaum in der uns vertrauten Form zum erstenmal auf? Gerade die Kombination des grünenden Nadelbaums mit dem Lichterschmuck verführte in älteren volkskundlichen Untersuchungen dazu, eine direkte Verbindung zum germanischen Baum- und Lichtkult herzustellen. Eine Hypothese, die vor allem unter völkischem Vorzeichen ausgesponnen und von der nationalsozialistischen Ideologie ausgeschlachtet wurde. Nun sollte das Festsymbol des Heiligen Abends zur germanischen Jultanne umfunktioniert werden. Was steckt jedoch wirklich hinter der vielzitierten These vom heidnischen Ursprung? Die germanische Feier der Wintersonnenwende - das Julfest - hatte ebenfalls einen Baumkult gekannt, bei dem immergrüne Nadelzweige als Symbol der Fruchtbarkeit dienten. Und um die bösen Geister vom neuen Jahr fernzuhalten, wurden seit germanischer Zeit Lichter angezündet, Holzstöße oder Sonnenräder abgebrannt. Das ganze Mittelalter hindurch zürnten geistliche Würdenträger über heidnisches Treiben des Volks und den Grünschmuck in den Behausungen. Die Theologen setzten damit einen Kampf fort, der schon in der Frühzeit des Christentums begonnen hatte. Allerdings hatte die Kirche dabei selbst und unfreiwillig eine Grauzone geschaffen, als sie den Tag der Geburt Christi apodiktisch festsetzte. Ein verbindliches Datum ist nämlich nicht überliefert. Die frühen Christen vermuteten in ihren Legenden und Kalendarien, daß der Geburtstermin in dem Halbjahr zwischen Frühjahr und Herbst liegen müsse. Es war eine kalkulierte religionspolitische Aktion, als im 4. Jahrhundert die römische Kirche im Wettbewerb um die geistliche Führungsrolle den 25. Dezember offiziell zum Geburtstag Christi bestimmte. Damit trat das hohe Kirchenfest in offene Konkurrenz zu den römischen Saturnalien (17.-24. Dezember), zur gleichzeitigen römischen Reichsfeier für den Sonnengott und zum weitverbreiteten Kult des Lichtgottes Mithras, als dessen Geburtstag ebenfalls der 25. Dezember galt. Diese Taktik wiederholte sich bei der Missionierung Mittel- und Nordeuropas, als die heidnischen Mittwinterkulte durch die christliche Religion verdrängt werden sollten. So erfolgreich alte Bräuche auf diese Weise "besetzt" und umgewandelt wurden, konnte gerade diese Methode es nicht verhindern, daß Relikte im Volksglauben fortlebten. Sehr zum Ärger der Geistlichen, die Mistel-, Tannen- oder Fichtenzweige aus christlichen Haushalten verbannt wissen wollten. Noch 1494 reimte Sebastian Brant in seinem "Narrenschiff": Wer "gryen tann risz steckt jn syn husz, / der meynt, er leb das jar nit usz!" Mit dem neuzeitlichen Weihnachtsbaum hat dieser hartnäckige Grünkult freilich wenig gemeinsam. Was im Aufstecken der Zweige vereinzelt bis heute fortlebt, sind letzte Überreste ländlicher Fruchtbarkeitsbräuche. Dagegen ist der geschmückte Baum als Festsymbol in der städtischen Bürgerwelt entstanden. Seine Anfänge sind nicht in "deutscher Urzeit" zu suchen. Der früheste Sprung vom Weihnachtsgrün zum geschmückten Baum muß sich im Elsaß des 16. Jahrhunderts vollzogen haben. Darauf deutet jedenfalls die Überlieferung. Die ehemalige Reichsstadt Schlettstadt (Séléstat) sieht sich gar als "Wiege des Christbaums" - ein Anspruch, den sie 1988 mit einer Ausstellung zur Geschichte dieses weihnachtlichen Brauchs untermauerte. Man stützt sich dabei auf eine Eintragung des Stadtkämmerers von 1521, daß den Förstern, die im Wald vor Weihnachten die Tannen hüten, zwei Schillinge zu zahlen seien. Spätere Eintragungen verzeichnen das Entgelt für die Förster, die im Auftrag der Stadt die Weihnachtsbäume schlugen. Die Nachfrage muß rasch gestiegen sein, denn 1555 verbot der Rat von Schlettstadt "by daruff gesetzter straff", den weihnachtlichen Tannenbestand auf eigene Faust zu lichten. Das alte Reichsstädtchen war jedoch kein einsamer Vorreiter des Weihnachtsbaums. Vergleichbare Belege sind aus dem 16. und 17. Jahrhundert für zahlreiche Städte des Elsaß, ebenso für die angrenzenden oberrheinischen Gebiete nachgewiesen worden. Das war keine Renaissance des ländlichen Brauchtums. Bürger und Handwerker hatten sich ihre eigene Festsitte geschaffen. In den reichen oberrheinischen Städten mit ihrem blühenden Handel und Handwerk herrschte reges geselliges Leben. Kirchliche Feiertage und Feste wurden im Rahmen der ständischen Ordnung gemeinschaftlich in Zünften, Gilden und Herrengesellschaften begangen - so auch das Weihnachtsfest. Seit dem ausgehenden 16. Jahrhundert ist überliefert, daß in den Zunftstuben (z. B. in Freiburg oder Bern) und Gesellschaftsräumen (z. B. in Schlettstadt oder Türkheim) geschmückte Bäume aufgestellt waren. So beschreibt etwa die Chronik der Schlettstadter "Stubengesellschaft" (einer Honoratiorenrunde), wie am "Christtag abend" des Jahres 1600 die Förster Tannenbäume brachten, die anschließend u. a. mit Oblaten und Äpfeln behängt wurden. Bis zum Dreikönigstag prangten sie in der Herrenstube; dann durften die "buoben" die Bäume "schüttlin", d. h. die lockende Zier war zum Plündern freigegeben. Erstmals ist also in dieser Zeit der geschmückte Baum in der Stube zur Institution geworden. Noch fehlen die Lichter. Aber er ist, wie aus erhaltenen Rechnungen hervorgeht, schon reich behängt mit Äpfeln, Nüssen, Oblaten, Lebkuchen, Zuckerwerk, Flittergold und gefärbtem Papier. Und auf dem Wege der sanktionierten Plünderung bürgerte sich auch die Bescherung der Kinder ein. Handelte es sich bisher noch um einen Gemeinschaftsbaum, so ist in den folgenden Jahrzehnten ein weiterer Schritt vollzogen worden. Aus den Gemeinschaftsstuben wanderte der Weihnachtsbaum in den häuslichen Familienkreis. 1642 erwähnt Johann C. Dannhauer, Münsterprediger in Straßburg, daß man den Weihnachtsbaum "zu Hause" aufstelle und mit Puppen oder Zuckerwerk behänge. Allerdings zählt ihn der eifernde Theologe, wie auch so mancher gestrenge Glaubensbruder, zu den "Lappalien" und zur "Abgötterey, so man mit dem Christkindlein pflegt zu treiben". Lange hatte der fromme Prediger freilich nicht zu klagen. Bald verschwand die Sitte erst einmal wieder von der weihnachtlichen Bühne. In anderen deutschen Gebieten scheint sie zu dieser Zeit sowieso noch nicht Fuß gefaßt zu haben. Auch im Elsaß hatte sich der Brauch nur vorübergehend durchgesetzt. Denn in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges und der Eroberungsfeldzüge Ludwigs XIV. ist er in diesem heimgesuchten Landstrich wieder seltener gepflegt worden, teilweise sogar in Vergessenheit geraten. Doch dann erfolgt in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts ein neuer Aufschwung. Vom Südwesten aus wird sich der Weihnachtsbaum über Deutschland ausbreiten, vorerst mit einem neuen protestantischen Akzent. Diese Nuance hatte sich schon im 17. Jahrhundert vorbereitet. In seinen elsässischen Anfängen war der Baum in katholischen wie auch protestantischen Gebieten gleichermaßen verbreitet gewesen. Bald hatte sich bei den Theologen Kritik gegen "heidnischen" Brauch und Unfug geregt, wie sie etwa der zitierte Johann C. Dannhauer zum Ausdruck brachte. Aus den Kirchenfeiern hatte die Theologenschelte den Baum vielfach verbannt. Die Konsequenzen waren in beiden Konfessionen jedoch unterschiedlich. Hatte die Reformation eine neue frühbürgerliche Ethik postuliert und die Familie als Kern einer Gemeinschaft freier Christenmenschen gefördert, so wurde auch dem Weihnachtsbaum als Festsymbol der häuslichen Feier der Weg geebnet. Und er bot die Möglichkeit zu einem Schachzug im Wettkampf der Konfessionen: Durch die Bescherung am Weihnachtsfest ließ sich der traditionelle St. Nikolausbrauch verdrängen, und zudem konnte der Baum an die Stelle der katholischen Krippe gesetzt werden. Später wurde gar die Legende von der Einführung des Weihnachtsbaums durch Luther liebevoll gepflegt, obwohl Luther den Weihnachtsbaum noch gar nicht gekannt hatte. Es war die aufblühende bürgerliche Familienkultur, die dem Weihnachtsbaum seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert seine unbestrittene Domäne bot. Die alten ständischen Korporationen waren wirtschaftlich längst überholt, als gesellige Mittelpunkte der städtischen Bürgerwelt nicht mehr existent. Im Gefolge der Aufklärung entstand das neue Bürgerideal mit seinem Arbeits- und Pflichtethos, das ebenso die häuslichen Tugenden und das Familienleben pflegte. Vor diesem Hintergrund konnte der Weihnachtsbaum binnen eines halben Jahrhunderts die festlich geschmückten deutschen Wohnzimmer erobern, und die Adelssitze und fürstlichen Höfe versperrten sich dieser Sitte keineswegs. Zuerst drang der Weihnachtsbaum von
Südwesten nach Mittel- und Norddeutschland vor. Seit
dem ausgehenden 18. Jahrhundert bürgerte er sich in den
meisten protestantischen Regionen ein, in überwiegend
evangelischen Städten wie Nürnberg, Leipzig,
Dresden, Berlin, Hamburg etc. Die katholischen Regionen
zogen erst mit etlicher Verspätung nach (wie
übrigens auch die Landbevölkerung), wobei dann
nicht vom Als ein Hauptakteur der Familienfeier etabliert, begegnet das herausgeputzte Schmuckstück mittlerweile immer häufiger bei den Dichtern. Matthias Claudius schildert ein Weihnachtsfest mit einem Baum im Mittelpunkt, wie es im Wandsbeker Schloß 1796 begangen wurde. Jung-Stilling hängt in seiner Schrift "Heimweh" (1793) der Erinnerung an einen "hell erleuchteten Lebensbaum mit vergoldeten Nüssen" nach. Schiller erkundigt sich 1789 vorsorglich bei seiner Braut Charlotte in Weimar, man werde ihm "hoffentlich einen grünen Baum im Zimmer aufrichten". Und in Goethes Werther-Roman gibt der Liebende, ganz hingerissen von Lotte, seiner "paradiesischen Entzückung" eine der Vorweihnachtszeit entsprechende Note, indem er hingebungsvoll von der "Erscheinung eines aufgeputzten Baumes mit Wachslichtern, Zuckerwerk und Äpfeln" schwärmt. Inzwischen hatte sich, wie die Zitate zeigen, auch der Lichterschmuck eingebürgert. Ein frühes, vereinzeltes Zeugnis ist der Brief, in dem sich Liselotte von der Pfalz 1708 in Versailles wehmütig an den alten heimischen Brauch erinnerte, den sie auch bei ihrer Tante in Hannover 1662 einst erlebt hatte: Buchsbäume mit "Kerzchen" an jedem Zweig. Seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert war der Lichterschmuck unverzichtbarer Bestandteil geworden. Welche Pracht sich staunenden Kindern in einem wohlsituierten Bürgerhaushalt darbieten konnte, wenn die Türen zur Bescherung geöffnet wurden, das beschrieb in dichterischer Freiheit E. T. A. Hoffmann 1816 in seinem Märchen "Nußknacker und Mäusekönig": "Der große Tannenbaum in der Mitte trug viele goldene und silberne Äpfel, und wie Knospen und Blüten keimten Zuckermandeln und bunte Bonbons und was es sonst noch für schönes Naschwerk gab, aus allen Ästen. Als das schönste an dem Wunderbaum mußte aber wohl gerühmt werden, daß in seinen dunklen Zweigen hundert kleine Lichter wie Sternlein funkelten . . ." Die Forstleute waren weniger erbaut. So wurde der Aufschwung des Weihnachtsbaums von einer Flut von Forstverordnungen begleitet, die dem unkontrollierten Abholzen der jungen Stämme bzw. dem Abhauen der Tannenwipfel Einhalt gebieten sollten. Zum Schmunzeln mag die kolportierte Begebenheit des Jahres 1775 verleiten, daß sogar der Dichterfürst Goethe vom Weimarer Oberforstrat beim "Baumklau" ertappt worden sei - ein Fall, der allerdings eher dem Anekdotischen zuzurechnen und nicht zu belegen ist. Die Sanktionen, die einem "Waldfrevler" drohten, der nicht über die Verbindungen eines herzoglichen Protegés verfügte, waren streng. Die Skala reichte von Geld- und Gefängnisstrafen bis zur drakonischen Forderung nach "einer angemessenen Geld- oder Leibesstrafe" (so die Bayerisch-schwäbische Verordnung von 1804). In diesem letzteren Erlaß war die Polizei sogar angewiesen, die Häuser genau zu observieren, denn die Obrigkeit hatte zum Wohle des Waldes - generell verboten, "den Kindern auf das Weihnachtsfest Christbäume aufzustellen"! Gestrenge Behörden konnten der Baumsitte nicht den geringsten Abbruch tun. In Dresden wurden etwa seit 1807 auf dem Weihnachtsmarkt die "mit Rauschgold, mit bunten Papierschnitzeln und goldenen Früchte dekorierten Weihnachtsbäume" verkauft, wie Wilhelm von Kügelgen in seinen "Jugenderinnerungen" erzählt. Ähnliches bürgerte sich in anderen Städten ein, und die wachsende Käuferschar wurde nicht nur mit Tannen, sondern immer mehr mit den preiswerteren Fichten und Kiefern versorgt. Die zunehmende Verbreitung des Weihnachtsbaums bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts ist dann durch zweierlei befördert worden: Zum einen trat schließlich der Baum ganz an die Stelle alternativer Lichtträger, die vor allem in der Form der Weihnachtspyramide in Sachsen oder Berlin zeitweise mindestens genauso zahlreich verwendet wurden; ein Stich von Chodowiecki aus dem Jahre 1799 zeigt z. B. den Gabentisch einer wohlhabenden Berliner Familie mit einem pyramidenförmigen Leuchter. Zum anderen begann sich der Weihnachtsbaum auch in katholischen Gebieten auszubreiten, wobei es nicht zuletzt die Fürstenhöfe waren, die diese Sitte in ihren Ländern einführten - manchmal auf Anregung einer eingeheirateten evangelischen Prinzessin, wie z. B. 1830 am Münchner Hof durch die aus Baden stammende Königin Karoline, die Witwe von Maximilian I. Josef. Die Einbürgerung verlief allerdings langwierig und regional recht unterschiedlich. In manchen Gegenden Süddeutschlands etwa war der Weihnachtsbaum noch nach 1850 unter der Landbevölkerung weitgehend unbekannt. Dennoch: Der "lutherische" Weihnachtsbaum hatte sich zum allgemeinen Weihnachtssymbol gewandelt. Dieser Tendenz trug 1824 der Lehrer E. Anschütz Rechnung, als er dem in zahlreichen Versionen verbreiteten Tannenbaumlied, das ursprünglich auf alle Jahreszeiten gleichermaßen bezogen war, zwei Verse hinzufügte: "Wie oft hat nicht zur Weihnachtszeit / ein Baum von dir mich hocherfreut." Der Weihnachtsbaum hatte nun sein eigenes Weihnachtslied erhalten: "O Tannenbaum". Der Aufstieg zum deutschen Weihnachtssymbol war abgeschlossen, die Laufbahn aber noch nicht beendet. Bisher leuchtete der Weihnachtsbaum vor allem in Kreisen des Adels und wohlhabenderen Bürgertums; seit der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde er auch in den unteren Bevölkerungsschichten heimisch. Aber außerhalb der deutschen Grenzen war er bis ins 19. Jahrhundert hinein unbekannt geblieben. Hier eröffneten sich neue Perspektiven: aus dem deutschen Weihnachtszimmer um den Globus. Dem Weihnachtsbaum stand noch eine lange Winterreise bevor. Dr. Klaus-Dieter
Dobat, geboren 1951, studierte Geschichte,
Germanistik und Politische Wissenschaft in
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