Deutsche Weihnacht

 

 

Weihnacht - fern der Heimat
Hans Pfeiffer

Jetzt werden Glocken in der Heimat läuten -
Mir ist's, als hörte ich so ernst und voll
Ihr mahnend Rufen, das zu allen Zeiten
Das innigste der Feste künden soll.

Vieltausend Kinderaugen seh ich leuchten,
Allüberall im hellen Lichterglanz -
Und sachte will sich mir das Auge feuchten,
Seh ich die Türme weiß im Flockentanz.

Versunk'ner Zeiten muß ich da gedenken,
Da ich zur Nacht durch stille Straßen schritt.
Als wollt die Erde selber sich verschenken,
So gingen Wind und Flocken leise mit.

Von nah und fern ein wundersames Klingen
Hebt in das Schweigen sich so andachtsvoll -
Der Weihnacht Zauber breitet seine Schwingen,
Und meine Seele scheint entrückt ins All.

Doch das ist lange her und liegt so weit,
Daß ich solch Wunder kaum noch fassen kann. -
Jetzt ist es wieder einmal Weihnachtszeit -
Wann grüße ich dich wieder - Heimat - wann?

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