[Home]

 
O-Q

• Oberschlesien

Wegen seiner großen wirtschaftlichen Bedeutung wurde der rund 13 000 qkm große südöstliche Teil Schlesiens das "Ruhrgebiet des Ostens" genannt. Die Abstimmung vom 20. März 1921 ergab eine Mehrheit von 707 554 zu 478 820 Stimmen für Deutschland. Am 3. Mai 1921 versuchte Polen zum dritten Mal seit 1919, Deutschland ganz Oberschlesien gewaltsam zu entreißen. Das scheiterte am Widerstand deutscher Freiwilligenverbände, die am Annaberg entscheidend siegten. Am 15. Juli 1922 verfügten die Westalliierten die Teilung Oberschlesiens trotz des deutschen Abstimmungssieges. 3210 qkm mit deutschen Städten wie Kattowitz und Königshütte und dem weit überwiegenden Teil der Industrie und der Bodenschätze kamen an Polen. 1939 wurde ganz Oberschlesien wieder Teil des Reiches und 1945 von Polen besetzt (Wojewodschaft Kattowitz, das in den 50er Jahren Stalinogrod hieß). Die mehreren hunderttausend in der Heimat verbliebenen Oberschlesier wurden einer gnadenlosen Polonisierung ausgesetzt und hielten doch an ihrem Deutschtum fest. Bei den ersten halbwegs freien Wahlen, 1990, gab es in weiten Bereichen Oberschlesiens deutsche Mehrheiten.

 

• Ödenburg

Ödenburg war im Habsburgerreich der Hauptort von Deutsch-Westungarn, dessen in der Republik Österreich liegender Teil das Burgenland bildet. Seit dem 9. Jahrhundert ist das Gebiet deutsch besiedelt. Ödenburg ist erstmals 859 unter seinem deutschen Namen nachweisbar und hatte bis ins 20. Jahrhundert eine deutsche Bevölkerungsmehrheit. Obwohl die gesamte Region in Saint-Germain Österreich zugesprochen worden war, verweigerte Ungarn die Herausgabe Ödenburgs. Am 14. Dezember 1921 wurde eine Volksabstimmung durchgeführt, die jedoch ganz im Zeichen antideutschen Terrors und ungarischer Manipulation stand. Das Ergebnis der Abstimmungsfarce (65 % für Ungarn, 35 % für Österreich) wurde von Wien nicht anerkannt. Österreich hatte nicht die Macht, das Unrecht zu beseitigen, so daß Ödenburg mit acht benachbarten Gemeinden bei Ungarn bleiben mußte. Die deutsche Bevölkerung wurde 1945 grausam vertrieben.

 

• Oderbucht

Stettin, an der Mündung der Oder in die Ostsee gelegen, erhielt 1243 Magdeburger Stadtrecht, wurde bald darauf Mitglied der Hanse und Herzogssitz, fiel 1648 an Schweden, wurde 1720 preußisch, war 1806 bis 1813 französisch besetzt und fiel 1945 den Sowjets in die Hände. Im November 1945 verleibte Polen sich mit Moskauer Duldung 850 qkm deutschen Landes westlich der Oder mit Stettin, Pölitz, Neuwarp und Swinemünde ein; Usedom, die zweitgrößte deutsche Insel, wurde geteilt, die bereits in jenem Gebiet installierte deutsche kommunistische Verwaltung verjagt. Die Ostberliner Genossen protestierten vergebens. 1977 weitete Warschau seine "Hoheit" in der Oderbucht vor Stettin einseitig erheblich aus; Ostberlin reagierte mit scharfem Protest, der nichts fruchtete und zog dann 1985 entsprechend nach. Das führte zu einem schweren Konflikt zwischen der DDR und Polen, der sogar mit Gewalt (Havarien, Schußwaffeneinsatz) ausgefochten wurde, bis Moskau 1988/89 einen notdürftigen Kompromiß zustandebrachte. Eine klare Bonner Linie zum schwelenden Konflikt gab es nicht.

 

• Oder-Neiße-Linie

Schon nach 1918 meldete Polen "Ansprüche"auf deutsche Gebiete bis zur Oder an. 1942 forderte Exilpräsident Sikorski Ostdeutschland bis einschließlich Rügen. Die Oder als Westgrenze des Warschauer Machtbereichs schlug Stalin 1943 in Teheran vor, die Neiße 1945 in Jalta, wobei strittig war, ob es die östliche oder westliche Neiße sein solle. So wird die Oder-Neiße-Linie auch Stalin-Linie genannt. Bei der Potsdamer Konferenz 1945 einigten sich die Alliierten, die deutschen Gebiete jenseits von Oder und Neiße bis zum Friedensvertrag unter polnische Verwaltung zu stellen. Nordostpreußen kam zum russischen Machtbereich. Die Aussiedlung der Deutschen sollte human erfolgen. Polen verstieß nicht nur gegen diese Bestimmung, sondern riß im November 1945 auch das westlich der Oder gelegene Stettiner Gebiet an sich. Durch die Oder-Neiße-Linie ist ein Viertel des Reichsgebietes von 1937, die Heimat von mehr als 10 Millionen Deutschen, der ökonomisch und ökologisch verheerenden polnischen Wirtschaft ausgesetzt. Am völkerrechtswidrigen Charakter der Grenzlinie ändert weder die 1950 erzwungene Zustimmung Ostberlins etwas, noch die 1990 erfolgte "Anerkennung" durch Bonn, die damit begründet wurde, daß es sonst die Wiedervereinigung mit der DDR nicht geben könne.

 

• Offenhausener Dichterstein

Auf einer Anhöhe bei Offenhausen (Österreich) nahe Wels steht seit 1963 die Gedenkstätte für deutsche Dichter, die zugleich ein Denkmal deutschen Volkstums ist. Der Dichterstein ist dem Wirken des Schriftstellers Joseph Hieß (1904-1973) zu verdanken, von dem auch der Entwurf des Monuments, das wie eine altdeutsche Weihestätte erscheint, stammt. Der Dichterstein wurde aus Spendengeldern finanziert und von jungen Freiwilligen erbaut. Alljährlich werden im Rahmen einer Feierstunde neue Namensteine zu Ehren deutscher Dichter in die Ringmauern eingelassen und Bäume gepflanzt. Es kommt zur Verleihung des Dichtersteinschildes und des Joseph-Hieß-Gedächtnispreises.

 

• Ostafrika

Deutsch-Ostafrika mit dem höchsten Berg des Kontinents, dem Kilimandscharo, war mit 993 500 qkm die größte Kolonie des Reiches. Dort hatten sich seit den 1850er Jahren deutsche Kaufleute niedergelassen. 1884/85 erwarb Carl Peters das Kerngebiet der Kolonie durch Verträge mit Häuptlingen. Die Abgrenzung zum englischen Bereich erfolgte 1890 im Helgoland-Sansibar-Vertrag. 1899 wurde die allgemeine Schulpflicht für eingeborene Knaben eingeführt, 1904 die von Arabern betriebene Sklaverei aufgehoben, 1912 das Seuchenforschungsinstitut in Dar-es-Salam eröffnet. In deutscher Zeit wurden 50 % der Bevölkerung geimpft und 1645 Kilometer Eisenbahn gebaut. Mit 3000 deutschen Soldaten und 13 000 schwarzen Askaris widerstand General von Lettow-Vorbeck den weit überlegenen alliierten Truppen. Er legte am 14. November 1918 auf Befehl der Reichsregierung unbesiegt die Waffen nieder. Ostafrika wurde zwischen Belgien und England geteilt.
Weiterführend:
General Paul von Lettow-Vorbeck: The "Bush Ghost" of Africa

 

• Ostdeutsche Siedlung

Die Gewinnung einst germanischen Raumes östlich von EIbe und Saale war eine der bedeutendsten deutschen Leistungen des Mittelalters. Sie begann im 8. Jahrhundert und war im 14. Jahrhundert weitgehend abgeschlossen. Bahnbrechend wirkten deutsche Majestäten wie Heinrich der Löwe und Markgraf Albrecht der Bär. Oft folgten die Deutschen dem Ruf fremder Herrscher. Landnahme mit Gewalt war die Ausnahme. Überwiegend fand man Wildnis vor, aus der durch deutschen Fleiß blühendes Land gemacht wurde. Die Eingesessenen wurden christianisiert und gingen weitgehend im deutschen Volkstum auf. Beteiligt waren alle deutschen Stämme. Die Hanse sicherte die Ostsiedlung wirtschaftlich ab, der Deutsche Orden war das Schild gen Osten. Die Vertreibungen des 20. Jahrhunderts brachten furchtbare Rückschläge (ohne Vorteile für die östlichen Nachbarvölker). Ein Wiedererblühen der Ostgebiete ohne die Deutschen ist undenkbar.

 

• Österreich

Es ist rund 84 000 qkm groß und hat 7,5 Mio. Einwohner. 98 % der eingesessenen Bevölkerung sind deutschen Volkstums, vorwiegend bairischen (in Vorarlberg alemannischen) Stammes. Nach 1945 sind viele vertriebene Deutsche hinzugekommen. Es gibt kleine Minderheiten von Kroaten, Slowenen, Tschechen und Ungarn. Wien war annähernd ein halbes Jahrtausend deutsche Kaiserstadt. Die Herrscher Österreichs, die Habsburger, trugen bis 1806 die Kaiserkrone des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Otto der Große gründete die zuvor schon bairisch besiedelte Mark Österreich (als Ostarrichi am 1. November 996 erstmals urkundlich erwähnt). Bis 1806 war Österreich Teil des Deutschen Reiches, bis 1866 des Deutschen Bundes. Im Ersten Weltkrieg kämpften Reichs- und Österreichdeutsche gemeinsam. Alle bedeutenden Österreicher der Geschichte bekannten sich als Deutsche. Der von sämtlichen politischen Kräften gewünschte Zusammenschluß mit dem Deutschen Reich wurde nach 1918 von den Alliierten verhindert. 1945 wurde Österreich von den Siegern in vier Zonen aufgeteilt. Der Staatsvertrag von 1955 brachte den Abzug der Fremden, jedoch mußte Wien dem Anschluß abschwören.

 

• Ostfränkisches Reich

Der Vertrag von Verdun (Wirten) im Jahre 843 n. Chr. führte zur Dreiteilung des Frankenreiches Karls des Großen. Ostfranken fiel an Ludwig den Deutschen. Im Vertrag von Meerssen 870 gewann das Ostfränkische Reich Lotharingien zur Hälfte, in den Übereinkünften von Verdun und Ribemont (879/80) gänzlich. Fortan lag die westliche Reichsgrenze weit jenseits der Maas. Zwar kam es kurzzeitig noch einmal zur Einheit des Fränkischen Reiches, doch erwiesen sich die Unterschiede zwischen dem germanisch gebliebenen Osten und dem romanisierten Westen als stärker. Aus dem Ostfränkischen Reich wurde Deutschland, der westliche Teil entwickelte sich zu Frankreich.

 

• Ostgebiete

Damit sind meist die 1945 von Warschau und Moskau annektierten östlichen Gebiete des Deutschen Reiches in den Grenzen von 1937 gemeint. Im weiteren Sinne handelt es sich um die seit 1918 den Deutschen im Osten entrissenen Länder. Nach 1918 wurden fremdbesetzt von Litauen: 2829 qkm Memelland; von Polen: 501 qkm Ostpreußen (Soldau), 15864 qkm Westpreußen, 26042 qkm Posen, 10 qkm Pommern, 512 qkm Niederschlesien, 3221 qkm Oberschlesien, 0,05 qkm Brandenburg; von der CSR: 317 qkm Oberschlesien (Hultschiner Ländchen), 28996 qkm Sudetendeutschland; 1893 qkm Danzig und Umgebung wurden zur "Freien Stadt" unter polnischer Fuchtel. 1945 wurden zusätzlich besetzt: Südliches Ostpreußen, restliche Gebiete Westpreußens und Posens, nahezu ganz Schlesien, Ostbrandenburg, Hinterpommern und 142 qm Sachsens östlich der Neiße von Polen sowie das nördliche Ostpreußen von der Sowjetunion. Es handelte sich insgesamt um die Heimat von rund 15,5 Millionen Deutschen.

 

• Ostpreußen

Das ostpreußische Memelland steht unter litauischer, Nordostpreußen mit der Hauptstadt Königsberg unter russischer Verwaltung, der Süden ist polnisch besetzt. Im 13. Jahrhundert wurden die baltischen Altpreußen vom Deutschen Orden unterworfen. Sie gingen im deutschen Volkstum auf. Bis Ende des 14. Jahrhunderts wurden 93 deutsche Städte und 1500 deutsche Dörfer gegründet. Ostpreußens Nord- und Südgrenze blieb von 1422 bis 1919 stabil, die Ostgrenze von 1422 bis 1945. 1525 war der Deutschordensstaat in ein weltliches Herzogtum umgewandelt worden, 1618 kam der überwiegende Teil Ostpreußens an Brandenburg-Preußen, 1772 auch das im 15. Jahrhundert unter polnische Hoheit geratene Ermland. Ab 1773 trug das Land offiziell den Namen Ostpreußen. Anfang des 19. Jahrhunderts war es französisch, 1914/15 teilweise russisch besetzt. 1919 wurde Soldau im Süden von Polen, 1923 das Memelgebiet im Norden von Litauen besetzt. Abstimmungen des Jahres 1920 brachten im ostpreußischen Masuren 98% für das Deutsche Reich. Seit Ende der 1980er Jahren regen hochrangige russische Politiker eine Neugestaltung des nördlichen Ostpreußen mit deutscher Beteiligung und deutscher Zuwanderung an.

 

• Otto der Große, Reiterstandbild

Otto der Große, deutscher König seit 936, sicherte das junge Reich, siegte über Slawen und Ungarn, schuf die Marken im Osten und begründete 962 das deutsche Kaisertum. 968 errichtete er das Bistum Magdeburg. In der Domgruft der Stadt fanden er und seine Gemahlin letzte Ruhe. Das Reiterstandbild auf dem Magdeburger Marktplatz entstand zur Stauferzeit, um 1250. Ein von Säulen getragener Baldachin überdacht das Monument. Dem Kaiser zur Seite stehen Schwertjungfrauen, die wie Walküren der germanischen Überlieferung wirken. Eine trägt den Schild mit kaiserlichem Reichsadler, die andere das Schwert der Majestät. Im Denkmal des Herrschers mit dem edlen Antlitz ist nicht nur das staufische, sondern das deutsche Kaiserideal überhaupt zu Stein geworden.

 

• Ottonen

Das sächsische Herrschergeschlecht auf dem deutschen Königs- und Kaiserthron. wird nach seinem Ahnherren Liudolf (Ý 866) Liudolfinger, nach drei Majestäten namens Otto auch Ottonen genannt. Es trat mit König Heinrich I. im Jahre 919 an die Spitze des Ostfränkischen (Deutschen) Reiches. Liudolfinger auf dem Thron des Reiches waren nach Heinrich I.: Otto I., Otto II., Otto III. und Heinrich II., mit welchem das Geschlecht im Jahre 1024 in männlicher Linie ausstarb. Die sächsischen Herrscher festigten das junge Reich im Inneren, sicherten es gegen Übergriffe von außen und erhoben es zur führenden Macht des Abendlandes. Ihnen folgten als Könige und Kaiser die Salier.

 

• Palau-Inseln

Die westlichste Inselgruppe des nördlich Neuguineas gelegenen Mikronesiens. Sieben Eilande sind bewohnt, zwanzig unbewohnt. Die Landfläche macht rund 480 Quadratkilometer aus. Dort lebten zur deutschen Kolonialzeit etwa 5000 Eingeborene. 1899 wurden die Palau-Inseln mit den Karolinen und den Marianen den Spaniern vom Deutschen Reich abgekauft. Sie gehörten zum Überseegebiet Deutsch-Neuguinea. 1914 wurden die Inseln von japanischen Truppen besetzt, 1920 japanische Kolonie ("Völkerbundmandat"). Nach dem Zweiten Weltkrieg rissen die USA die strategisch bedeutsame Inselgruppe mit den reichen Phosphatlagern an sich, um sie "treuhänderisch für die UNO zu verwalten".

 

• Palästinadeutsche

In Palästina wurde 1198 der Deutsche Orden gegründet. Dort krönte sich Kaiser Friedrich II. 1229 zum König von Jerusalem. Diesen Titel trugen fortan die deutschen Majestäten. Im 19. Jahrhundert siedelten sich einige tausend Deutsche, christliche Templer aus Württemberg, in Nahost an. Im guten Einvernehmen mit den Palästina-Arabern schufen sie blühende Kolonien wie Sarona und Wilhelma. Als das britische Empire 1918 die Macht in Palästina an sich gerissen hatte, wurden die Palästinadeutschen in Konzentrationslager nach Ägypten verschleppt. Im Zweiten Weltkrieg deportierte man sie nach Australien. Die nach Kriegsende Zurückgekehrten waren radikalzionistischem Mordterror ausgesetzt. Man nahm ihnen ihr Land, Hab und Gut und wies sie aus. 1947 war Palästina "deutschenrein".

 

• Palermo, Kaisergräber

Palermo, Siziliens größte Hafenstadt, war im 11. Jahrhundert ein Zentrum des mediterranen Normannen-Reiches. Dort residierten die Könige von Neapel-Sizilien. Unter Kaiser Friedrich II., genannt "stupor mundi" (das Staunen der Welt), war Palermo südliche Metropole des Heiligen Reiches und erlebte seine höchste Blüte. Im 1170 gegründeten Dom der Stadt ruhen in einem von vier steinernen Löwen, den staufischen Wappentieren, getragenen Hochgrab aus rotem Porphyr die Gebeine des 1250 verstorbenen Friedrich II. Auch seine Gemahlin Konstanze liegt dort bestattet. Der Dom birgt ferner die Sarkophage des Normannenkönigs Roger II., Friedrichs Großvater mütterlicherseits, und Kaiser Heinrichs VI., Friedrichs Vater, in dessen Regierungszeit das Heilige Reich die größte Ausdehnung hatte.

 

• Panzertruppen-Ehrenhain

Das Ehrenmal befindet sich auf dem Gelände der Kaserne in Munster am Rande der Lüneburger Heide. Der Denkmalentwurf stammte von Generalmajor Pape. Am l. Juli 1961 wurde der Ehrenhain im Beisein zahlreicher verdienter Soldaten der Wehrmacht, unter ihnen Generalfeldmarschall von Manstein, feierlich eingeweiht. Man zelebrierte den Großen Zapfenstreich. Das Monument würdigt die Leistungen der deutschen Panzertruppen und ehrt ihre Gefallenen. Eine fünf Meter hohe Felsnadel mit dem Eisernen Kreuz an allen vier Seiten wird halbkreisförmig eingerahmt von Fichten. Im weiteren Umkreis stehen 50 Findlingssteine, auf welchen taktische Zeichen und Namen der deutschen Panzerverbände des Krieges eingemeißelt sind.

 

• Pariser Vorortverträge

Nach dem Ersten Weltkrieg zwangen die Alliierten unter Führung Frankreichs die Besiegten zu Verträgen, die den Keim neuer Kriege bargen. Die Unterlegenen waren bei den Beratungen nicht zugelassen. Deutschland mußte das Diktat am 28. Juni 1919 in Versailles unterschreiben, Österreich am 10. September 1919 in Saint-Germain, Bulgarien am 27. November 1919 in Neuilly, Ungarn am 4. Juni 1920 in Trianon, die Türkei am 10. August 1920 in Sevres. Die Türken wehrten sich militärisch und erreichten 1923 günstigere Bedingungen. Die Diktate brachen das Selbstbestimmungsrecht, schufen instabile multinationale Staaten wie die CSR und Jugoslawien ohne Rücksicht auf geschichtliche Traditionen, führten die Unterworfenen, besonders die Deutschen, in eine brutale Knechtschaft und stachelten zur Revision an. Sie waren mitursächlich für den Zweiten Weltkrieg.

 

• Paulskirche

Der Grundstein der evangelischen Kirche nahe dem Frankfurter Römer wurde 1787 gelegt. 1833 war das klassizistische Werk der Baumeister Johann Georg Christian Heß und seines Sohnes Johann Friedrich Christian vollendet. Ab 18. Mai 1848 tagte in der Paulskirche für ein Jahr das erste freigewählte gesamtdeutsche Parlament, die Frankfurter Nationalversammlung, mit dem Ziel, die Spaltung Deutschlands durch ein großdeutsches demokratisches Reich zu überwinden. Von 1852 bis 1944 fanden im Bauwerk Gottesdienste statt. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche durch Bomben der Westalliierten zerstört. 1948 war sie wiederhergestelt. Das deutsche Nationalsymbol dient als Tagungs- und Ausstellungsstätte.

 

• Pommern

23 000 qkm Pommerns östlich der Oder und die Ende 1945 von Polen zusätzlich annektierte Hauptstadt Stettin mit Umgebung liegen im polnischen Machtbereich. Warschau hatte bereits 1918 zehn qkm pommerschen Gebietes an sich gerissen. Bei den Reichstagswahlen 1932 waren bei einer Bevölkerung von über zwei Millionen nur 532 Stimmen für polnische Listen abgegeben worden. Pommern wurde vor 4000 Jahren germanisch. Im 7. Jahrhundert n. Chr. kamen Slawen hinein. Im 12. Jahrhundert wurde es deutsches Herzogtum und von der ostdeutschen Siedlung erfaßt. 1648 zwischen Brandenburg und Schweden geteilt, war es ab 1720 überwiegend, ab 1815 ganz preußisch. Der Gründer des zweiten Deutschen Reiches, Bismarck, entstammte wie zahlreiche andere große Deutsche einem pommerschen Geschlecht. Der Vertreibungsholocaust 1945 brachte Hunderttausenden Pommern den Tod. Vorpommern wurde Teil der DDR und bildet seit Oktober 1990 mit Mecklenburg ein Land der Bundesrepublik.

 

• Porta Westfalica

Die Porta Westfalica (Westfälische Pforte) ist das Durchbruchstal der Weser zwischen Wiehengebirge und Weserkette oberhalb von Minden. Östlich der Porta Westfalica erhebt sich der Jakobsberg mit einer Säule zu Ehren Bismarcks. Westlich befindet sich der 277 Meter hohe, nach dem Sachsenführer Widukind benannte Wittekindsberg mit dem Denkmal für Kaiser Wilhelm I. Es wurde in den Jahren 1892 bis 1896 von Monumentalbaumeister Bruno Schmitz gestaltet, der u. a. auch das Kyffhäuser- und das Völkerschlachtdenkmal schuf. Das Standbild des Kaisers, eine Arbeit des Wiener Bildhauers von Zumbusch, wird von einem Baldachin auf sechs Pfeilern überwölbt.

 

• Posen

Das Gebiet des nachmaligen Posen war einst germanisch und wurde dann slawisch besiedelt. Die deutsche Besiedlung begann im 13. Jahrhundert. 1772 fiel Posen an Preußen. Die überwiegend deutschen Teile waren von 1848-1851 beim Deutschen Bund. 1867 wurde Posen in den Norddeutschen Bund, 1871 ins Deutsche Reich aufgenommen. 1918/19 riß Warschau nicht nur die polnischen, sondern auch deutsche Siedlungsgebiete Posens an sich. Der Gegenwehr leistende deutsche Grenzschutz wurde von den Alliierten zur Einstellung des Widerstandes gezwungen. Im Posener Gebiet entstanden unter polnischer Herrschaft die ersten KZ Mitteleuropas, in die überwiegend Deutsche gesperrt wurden. Nachdem Posen von 1939 bis 1945 Teil des Warthelandes im Großdeutschen Reich gewesen war, wurde es ganz von Warschau okkupiert. Während sich die Zahl der Polen in Posen unter deutscher Herrschaft im 19. Jahrhundert auf über eine Million verdoppelt hatte, wurde das 800 000 Personen zählende Deutschtum in Posen unter polnischer Herrschaft völlig ausgerottet.

 

• Potsdamer Konferenz

Ab 17. Juli 1945 konferierten Stalin, US-Präsident Truman und Churchill (ab 28. Juli sein Nachfolger als Premier, Attlee) im Schloß Cecilienhof in Potsdam. Das abschließende Kommunique vom 2. August 1945 wird "Potsdamer Abkommen" genannt. Die drei Führer der Siegermächte berieten Einzelheiten der alliierten Militärdiktatur im besetzten Deutschland, besprachen die Ausplünderung des unterworfenen Landes (Reparationen, Demontage usw.), erörterten eine radikale "Umerziehung" des deutschen Volkes und kamen überein, die deutschen Gebiete jenseits von Oder und Neiße bis zum Abschluß eines Friedensvertrages unter polnische Verwaltung zu stellen (Nordostpreußen unter sowjetische Verwaltung). Die "Aussiedlung" der Ostdeutschen sollte "human" erfolgen. Der Streit zwischen dem Westen und der Sowjetunion über die Teilung der Kriegsbeute, also der Kalte Krieg, zeichnete sich in Potsdam bereits ab.

 

• Pour le mérite

Der Orden Pour le mérite (= für das Verdienst) wurde von Friedrich dem Großen 1740, in seinem ersten Regierungsjahr, gestiftet. Der Entwurf stammte vom König selbst. Der Pour le mérite hat die Form des Malteserkreuzes, eines der ältesten Symbole des Rittertums. Ab 18. Januar 1810 war der Orden, der bis dahin auch an Zivilpersonen verliehen werden konnte, eine reine Kriegsauszeichnung. Er blieb bis 1918 der höchste preußische Militärorden. Im Ersten Weltkrieg wurden 687 Persönlichkeiten mit dem Pour le mérite dekoriert. Zu den bekanntesten zählen die Kampfflieger Boelcke, Göring (der nachmalige Reichsmarschall) und von Richthofen, General Ludendorff und der Schriftsteller Ernst Jünger. Der Pour le mérite für Wissenschaften und Künste wurde 1842 von König Friedrich Wilhelm IV. auf Veranlassung Alexander von Humboldts gestiftet (1952 neu gegründet). Er ist auf je 30 Deutsche und Ausländer für deren Lebenszeit begrenzt.

 

• Prag

Die Stadt, gelegen auf altem germanischen und keltischen, später slawischem Boden, gehörte ein Dreivierteljahrtausend zum ersten Deutschen Reich und bis 1918 zur Habsburgermonarchie. Dann wurde Prag Hauptstadt der Tschechoslowakei, 1939 des Protektorates Böhmen und Mähren im Großdeutschen Reich und 1945 erneut des abwechselnd als CSR, CSSR, CSFR firmierenden, tschechisch beherrschten Staates. Prag war schon lange Residenz der böhmischen Herrscher, die auch Reichsfürsten waren, als es Mitte des 13. Jahrhunderts deutsches Stadtrecht erhielt. Unter Karl IV. war es kaiserliche Residenzstadt, also Hauptstadt des Deutschen Reiches. Dieser Kaiser gründete dort 1348 die erste deutsche Universität. Das Deutschtum in Prag erlitt in den Hussitenkriegen, während des 30jährigen Krieges (der dort seinen Anfang nahm) und durch die Tschechisierung im 19. Jahrhundert herbe Rückschläge. In den 1850er Jahren waren dennoch mehr als die Hälfte der Einwohner Deutsche. In den 1920er Jahren gab es dort noch über 300 00 Deutsche. 1945 wurden sie grausam ermordet oder vertrieben.

 

• Preußen

Mark Brandenburg und Deutschordensland fanden im 17. Jahrhundert zu einer großartigen Gemeinschaft. 1701 krönte sich der brandenburgische Kurfürst in Königsberg zum König in Preußen. Der Name ging auf den Gesamtstaat über. Im von Natur aus armen Preußen wuchs ein Menschenschlag, für den Sparsamkeit und Pflichterfüllung höchste Tugenden waren. Der sogenannte preußische Militarismus war aus der Erfahrung mit aggressiven Nachbarn und des verheerenden 30jährigen Krieges geboren. Preußens überragendste Majestät, Friedrich der Große, regierte von 1740 bis 1786. Er schuf das vorbildlichste Staatswesen Europas. Anfang des 19. Jahrhunderts brach Preußen unter Napoleons Schlägen zusammen, behielt jedoch im Bündnis mit den Russen letztlich die Oberhand. Dann setzte es sich im deutschen Dualismus gegen Österreich durch und wurde Gründungs- und Führungsmacht des zweiten Deutschen Reiches. Nach 1918 wurde ein Teil Preußens, nach 1945 sein gesamter Osten geraubt. Die anmaßenden Sieger erklärten Preußen am 25. Februar 1947 für "aufgelöst". Doch leben die preußischen Ideale fort, kam der größte Teil der alten Mark Brandenburg 1990 zur Bundesrepublik und eröffnen sich seit Ende der 1980er Jahre neue deutsche Chancen für Ostpreußen.

 

• Protektorat Böhmen und Mähren

Am 15. März 1939 stimmte der Prager Staatspräsident Hacha unter erheblichem Druck des NS-Diktators Hitlers der Umwandlung der Tschechei in das Protektorat Böhmen und Mähren zu. Die deutsche Führung versuchte diesen selbstbestimmungswidrigen Akt mit dem Hinweis auf die fast tausendjährige Gemeinschaft von Deutschen, Böhmen und Mähren zu rechtfertigen. Im Hintergrund standen strategische und wehrwirtschaftliche Überlegungen. Zwar behielt das rund 49 000 qkm große Protektorat (7,3 Mio. Einwohner, davon etwa 380 000 Deutsche) nominell ein eigenes Staatsoberhaupt, eine eigene Regierung, einen Nationalrat und die Tschechen eine eigene Staatsangehörigkeit, doch wurde es faktisch Teil des Großdeutschen Reiches und von diesem weisungsabhängig. Von westalliierten Bombenangriffen abgesehen, blieb das Protektorat im Kriege unbehelligt. Grausame Repressalien (Lidice) nach dem Mord aus dem Exil herangeschaffter tschechischer Attentäter an Heydrich führten nicht zur tschechischen Volksempörung. Erst als die deutsche Niederlage sicher war, im Mai 1945, kam es zu einem sogenannten Aufstand, der sich meist in Massakern an wehrlosen Deutschen erschöpfte.

 

Quebec

Die kanadische Provinz Quebec war bis zur Endlösung der Indianerfrage indianisches Land. In der gleichnamigen Hauptstadt kamen vom 17. bis zum 24. August 1943 und vom 10. bis zum 16. September 1944 Roosevelt und Churchill zusammen. Die Herrscher über Imperien von insgesamt 50 Mio. qkm Ausdehnung (das Achtzigfache der Fläche des Großdeutschen Reiches) berieten über die Zerschlagung des von ihnen als imperialistisch gebrandmarkten Deutschland. Bei der ersten Zusammenkunft legte man den Sieg über Deutschland als Hauptziel fest ("Germany first") und vereinbarte die Invasion in Italien und Frankreich. Zudem sollte Stalin verstärkt unterstützt werden. Beim zweiten Mal stimmte man dem Plan des in Quebec anwesenden US-Finanzministers und zionistischen Politikers Morgenthau zu, der Deutschland sämtliche Industrie rauben wollte. Der Morgenthau-Plan werde den Tod für 30 Millionen Deutsche bedeuten, prognostizierte US-Kriegsminister Stimson. Die Ausführung des Planes wurde nach 1945 wegen des Kalten Krieges gestoppt.

 

• Quedlinburger Dom

Der deutsche König Heinrich I. (geboren um 875, gestorben am 2. Juli 936) gilt als eigentlicher Begründer des ersten Deutschen Reiches. In der Krypta des Domes zu Quedlinburg fand der große Herrscher aus sächsischem Stamme an der Seite seiner Gemahlin Mathilde aus dem Geschlecht des Herzogs Widukind die letzte Ruhe. Der Ehe entstammte u. a. Kaiser Qtto der Große. Quedlinburg liegt im nördlichen Harzvorland. Die Stadt entwickelte sich bei einem schon 922 erwähnten sächsischen Königshof. Das von der Königinwitwe Mathilde gegründete Stift war im 10./11. Jahrhundert ein geistiges Zentrum des Reiches und bevorzugter Ort für die Osterfeierlichkeiten des deutschen Königtums. Der Dom, Stiftskirche St. Servatii, brannte 1070 nieder. Der Neubau wurde 1129 geweiht. Der Quedlinburger Domschatz fiel 1945 westalliierten Räubern in die Hände. Teile wurden 1991 den Erben eines der amerikanischen Räuber von Deutschland abgekauft.

[Stichwort Index]